Spiele Rezension: „They are Billions“

Spiele-Neuheiten im Februar 2018

Viele viele bunte Zombies

Bewertungen
24.02.2018

Der moderne Zombie ist heutzutage mehr als nur ein untoter Haufen faules Fleisch. Dank Hollywood ist er zu einer Ikone der Popkultur auferstanden und hat in Nullkommanichts auch alle anderen Medien infiziert. Wer keine Idee für eine kreative Prämisse hat, greift heute auf die gute alte Zombie-Apokalypse zurück. Auch Videospiele wie „They are Billions“ bilden da keine Ausnahme. Dass der Indie-Titel jedoch alles andere als nur ein weiteres Zombie-Spiel ist, zeigen wir euch jetzt.
Strategie und Zombies

 

Spiele Rezension: „They are Billions“

They are Billions

 

Tag 59. Die große Angriffswelle konnte im letzten Moment zurückgeschlagen werden und die Aufräumarbeiten beginnen. Immer im Hinterkopf, dass ein kleiner Fehler, eine kleine Unachtsamkeit den Sieg kosten kann. Und da ist es passiert: Ein unscheinbarer Untoter hat sich durch die Verteidigungslinie gebissen und greift die Wohnsiedlung an. Die Bewohner werden infiziert, die Zombie-Epidemie breitet sich ungehindert im Inneren der Kolonie aus. Game Over. Frust. Neustart. So schnell kann es gehen.

„They are Billions“ ist ein Aufbaustrategiespiel, bei dem es darum geht, mitten in der Zombieapokalypse eine Zivilisation zu errichten und diese für einen gewissen Zeitraum vor den anrückenden Horden zu verteidigen. Ihr beginnt mit nicht viel mehr als eurem Hauptgebäude und wenigen Einheiten. Nun gilt es, Ressourcen zu sammeln, euren Einzugsbereich zu erweitern, Mauern zu errichten und eine schlagkräftige

Spiele Rezension: „They are Billions“
Armee auszubilden. Denn in regelmäßigen Abständen kommen Wellen von Zombies, die eure Verteidigung auf Herz und Nieren prüfen. Hierbei macht das Spiel seinem Namen wirklich alle Ehre: Besonders in späteren Runden kann die Zombiehorde nämlich schon mal den halben Bildschirm belegen und für ordentlich Panik beim Spieler sorgen. Ihr könnt euch sicher sein, dass diese Angriffswellen immer zu den ungünstigsten Zeitpunkten vorbeischauen. Denn eigentlich habt ihr stetig alle Hände voll zu tun, um eure Wirtschaft im Einklang zu halten. Für eure Armee benötigt ihr Bewohner und diese wollen natürlich auch durchgefüttert werden. Fischerhütten und Bauernhöfe benötigen aber Energie um zu arbeiten, also schnell ein paar Kraftwerke errichtet. Kein Platz mehr für Gebäude? Na dann müssen die Mauern wohl erweitert werden. Das bietet wiederum mehr Angriffsfläche für die Zombies und man benötigt mehr Soldaten. Ein Teufelskreis. Das wäre alles ziemlich stressig, wenn es nicht die großartige Möglichkeit gäbe, das Spiel zu pausieren. Im Pausemodus könnt ihr euch dann ganz in Ruhe um eure Infrastruktur kümmern. Wenn schließlich alles klappt und die Horden wie die Fliegen umfallen, fühlt man sich wie der Meister der Apokalypse und das Spielspaß-Barometer steigt bis auf Anschlag.


Pure Zombie-Euphorie
„They are Billions“ fühlt sich an wie das uneheliche Kind aus Aufbaustrategie und Tower Defense. Es vereint das Beste aus beiden Genres, ist knackig schwer, aber nie unfair. Dank zufällig generierter Karten ist jede neue Runde eine neue Herausforderung. Wer schon lange nach einem fordernden Strategiespiel mit Suchtfaktor gesucht hat, stößt bei diesem endlich auf pures Gold.  
Infos: für PC erhätlich; ab 22,99 €

 


Spiele Rezension: „They are Billions“

Fe

Spirituelle Indie-Reise


Fe hat einen künstlerischen Anspruch und möchte mehr sein als nur ein plumpes Spiel zum Zeitvertreib. Ihr steuert das namensgebende Fuchstierchen Fe durch einen mystischen Wald, mitten im Nirgendwo. Meist gibt es keine feste Aufgabe und kein Ziel. Das Entdecken und Erforschen steht hier im Mittelpunkt. Dank dem einzigartigen Grafikstil fällt das mit Sicherheit nicht schwer. Auf eurer Reise könnt ihr mit anderen Tieren und sogar mit Pflanzen kommunizieren, deren Fähigkeiten lernen und so neue Bereiche im Wald erreichen. Fe ist ein Spiel voller Entdeckungen, Konflikte und Bindungen. Nichts ist, wie es scheint, aber alles ist miteinander verbunden. Alle, die auf der Suche nach dem videospielgewordenen Selbstfindungstrip sind, werden mit Fe ab dem 16. Februar definitiv eine gute Zeit haben.
Action-Adventure

 


Kingdom Come: Deliverance

Das finstere Mittelalter


Am 13. Februar erscheint der absolute Rationalist unter den Rollenspielen. In „Kingdom Come: Deliverance“ gibt es keine Einhörner, keine Drachen und erst recht keine Zauberei, die euch aus dem Schlamassel helfen kann. Nur ihr, euer Pferd und euer Schwert. Ihr schlüpft in die Rolle von Heinrich, dem Sohn eines Schmieds. Als euer Dorf von den Schergen des ungarischen König Sigismund niedergebrannt wird, entscheidet ihr euch, eure Familie und euer Zuhause zu rächen. Die Entwickler von Warhorse Studios legen hierbei das Hauptaugenmerk auf Realismus und versprechen ein komplexes Kampfsystem, das nach historisch belegten Vorbildern funktionieren soll. Wer mit den kunterbunten Fantasy-RPGs von heute nichts anfangen kann, wird sich an dieser Mittelalter-Simulation sicher erfreuen.



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