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Sport

19.05.2017 Letzter Spieltag 2016/2017: „Bei einem Pflichtspiel etwas testen zu können, ist Luxus.“

Eintracht Frankfurt gegen RB Leipzig: Pokalfinalist vs. best of the rest

Eintracht Frankfurt gegen RB Leipzig: Best of the rest vs. Pokalfinalist
Im Hinspiel fegte RB Leipzig die Frankfurter mit 3:0 vom Platz.
Der Vizemeister und sportlich qualifizierte Champions League-Teilnehmer RB Leipzig fährt am Samstag, den 20. Mai 2017 nach Frankfurt, um das letzte Saisonspiel zu bestreiten.

 

Die Vizemeisterschaft ist gesichert, die Teilnahme an der Champions League ist damit sportlich auch fix und die beste und spannendste Bundesligapartie der Saison ist mit dem vergangenen Spieltag auch gelaufen. Wie also noch Mannschaft und Stab motivieren gegen die Hessen? Natürlich kann RB Leipzig mit einem Sieg noch den Punkterekord eines Aufsteigers knacken. Und den mitreisenden Fans will man auch etwas bieten. Aber durch das erreichte – zwischenzeitlich korrigierte – Saisonziel ist ein kleiner Spannungsabfall normal, so RBL-Coach Ralph Hasenhüttl. Die Sicherheit "best of the rest" zu sein, tue aber immer noch sehr gut.

 

Den DFB-Pokal-Finalisten Frankfurt und Leipzig trennen 25 Punkte und neun Tabellenplätze. Da die Mannschaft um Trainer Niko Kovač aber weder gegen den Relegationsplatz kämpft noch die Chance auf Europa besteht, können beide Mannschaften frei aufspielen. 

Wie das Ganze aussehen wird, behält sich Hasenhüttl noch vor. Es wird Rotationen geben. Optionen seien, dass beispielsweise Oliver Burke mit Yussuf Poulsen gemeinsam im Sturm beginnen könnte und Bernardo oder auch Benno Schmitz auf anderen Positionen agieren. Hasenhüttl möchte Verschiedenes auszuprobieren, vor allem mit Spielern, mit denen RB Leipzig über die Saison hinaus plant. „Bei einem Pflichtspiel etwas testen zu können, ist Luxus.“ 

Voraussichtlich werden Diego Demme und Timo Werner aufgrund der Confed Cup-Nominierung pausieren.

 

Bayern-Niederlage: „Lag nicht an den Wechseln“

 

Spannung hin oder her, Ziel sei für Samstag „eine ähnlich gute Leistung abzurufen wie gegen die Bayern. Die ersten 75 Minuten“, so der RB-Coach, dem man die Enttäuschung über die 4:5-Niederlage gegen die eigentlich schon besiegten Münchner noch immer anmerkt. 

„Ich habe nicht das Gefühl, dass wir irgendetwas hätten anders machen müssen.“ Angesprochen auf die Wechsel – Schmitz für Sabitzer (69.), Selke für Poulsen (76.) und Khedira für Werner (80.) – meint der Österreicher: „Ich musste wechseln.“ Sabitzer habe Schmerzen gehabt und Werners und Poulsens Kräfte waren am Ende. „Daran lag es nicht.“

Nichtsdestotrotz habe die Mannschaft, auch wenn sie wieder nichts mitnehmen konnte, persönlich einen riesen Schritt gemacht. „Wir haben ein Spiel gemacht, was man uns so wahrscheinlich nicht zugetraut hatte. Schon gar nicht nach dem Hinspiel.“

 

Eintracht Frankfurt gegen RB Leipzig: Best of the rest vs. Pokalfinalist
Spektakuläre Partie gegen den Deutschen Meister. Aber die Enttäuschung nach dem Siegtreffer der Bayern in der Nachspielzeit sieht man den RB-Spielern deutlich an.
 

Hasenhüttl ist sich sicher: „ Wenn wir noch Punkte gebraucht hätte, hätten wir das Spiel wahrscheinlich auch nicht mehr verloren. Aber so war zum Schluss schon ein bisschen die Feierlaune da, die dazu führte, dass wir uns zu sicher waren.“ Der Grund der Niederlage sei vor allem der in der zweiten Halbzeit nicht mehr geglückte Ballbesitz; „zum Ende des Spiels gar nicht mehr“.

Nach Abpfiff habe sich das nicht gut angefühlt, „aber das Positive überwiegt bei weitem, was wir in dieser Partie geleistet haben. Das Spiel ist das Highlight der Saison gewesen – obwohl wir keine Punkte mitgenommen haben. So ein Spiel habe ich als Trainer auch noch nicht erlebt“, so Hasenhüttl. Zudem meinten viele Bayern-Fans aus seinem Umfeld, sie hätten sich noch nie so wenig über ein Siegtor der Bayern gefreut, weil es nicht verdient gewesen sei. 

 

Letzter Spieltag: Kampf gegen Relegation und um Champions League

 

Während es für die Spielpaarung Eintracht Frankfurt gegen RB Leipzig um nichts mehr geht, kämpfen andere Vereine gegen den Relegationsplatz und um die direkte Qualifikation der Champions League. Letztere sind Dortmund und TSG Hoffenheim. Punktgleich (61; BVB hat mit +4 das bessere Torverhältnis) kämpfen sie am letzten Spieltag via Fernduell um den 3. Tabellenplatz. Borussia Dortmund empfängt Werder Bremen (8.) und die TSG den FC Augsburg (14.), der wiederum gegen den Relegationsplatz kämpft. 

Die Partie des Tages ist zweifelsfrei der relegationserprobte HSV (35 Punkte) gegen Wolfsburg (37 Punkte) – 16. gegen 15. 

 

Spiel(er)infos:

Willi Orban laboriert noch immer an einer Prellung im Sprunggelenk und wird am Samstag nicht spielen können.

 

Was: 34. Spieltag | 1. Bundesliga – Eintracht Frankfurt (11.) gegen RB Leipzig (2.) 

Wann: Samstag, 20. Mai 2017 um 15:30 Uhr 

Wo: Commerzbank Arena | Frankfurt

 

sky überträgt live.

 

Blick auf die Tabelle und den 34. Spieltag:

Borussia Dortmund (3.) – SV Werder Bremen (8.), am Samstag um 15:30 Uhr

TSG 1899 Hoffenheim (4.) – FC Augsburg (14.), am Samstag um 15:30 Uhr

Hamburger SV (16.) – VfL Wolfsburg (15.), am Samstag um 15:30 Uhr

1. FC Köln (7.) – 1. FSV Mainz 05 (13.), am Samstag um 15:30 Uhr

 

 

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