Musik. Musik betrifft jeden. Spätestens seit der Verbreitung der Schallplatten und Grammophone, den Swing- und Showimporten aus Übersee und dem Tonfilm in den 1920er Jahren gehört Popmusik auch zur deutschen Massenkultur und beschäftigt und unterhält Menschen über Generationen hinweg. In der Ausstellung des Stadtgeschichtlichen Museums wird seit dem 16. Oktober 2019 die Geschichte der Popmusik detailliert und in bunter Vielfalt erzählt. „Oh Yeah“ lädt auf eine musikalische Reise über Jahrzehnte hinweg ein.

Dann geht es aber richtig los. Die Ausstellung besteht zu einem Großteil aus riesigen Plakatwänden, die sich mit einem kleinen Thema aus dem facettenreichen Spektrum der Popmusik beschäftigen. Alle wichtigen Ereignisse, die die Popmusik in Deutschland prägten, werden in den Mittelpunkt gestellt. Es beginnt mit dem Swing der 20er Jahre, zieht sich über die Eröffnung des Beat Clubs in den 60ern (die erste deutsche Musiksendung, in der englischsprachige Interpreten auftraten) und endet mit der legendären Geschichte der Loveparade. Zu jedem Thema können wir unsere Kopfhörer zum Einsatz bringen und hören, während wir uns die bunten Infotafeln durchlesen, die passende Musik dazu. Fernsehsendungen und Radiobeiträge verschaffen uns Abwechslung und Vergnügen.

Für die „Oh Yeah! Popmusik in Deutschland“-Ausstellung solltet ihr euch auf jeden Fall Zeit nehmen. Hier gibt es so viel zu sehen, zu hören und auf den zweiten Blick zu entdecken, dass wir die Ausstellung mehrere Male erneut durchgehen. Mit einem schnellen Abklappern der Plakatwände ist es hier nicht getan. Doch wenn man sich Zeit nimmt und die eben gesehenen Texte und Bilder durch die Musik zum Leben erweckt, gibt diese Ausstellung viel mehr als das bloße Aufnehmen von Informationen. Man versteht, welche wichtige und große Rolle die Popmusik im letzten Jahrhundert spielte und wie sie Einfluss auf die Menschen nahm und immer noch nehmen kann.
Ausstellung „Oh Yeah! Popmusik in Deutschland“ bis 12. Mai 2019 im Haus Böttchergäßchen
Böttchergäßchen 3, 04109 | Di bis So 10 - 18 Uhr
Eintritt: Erwachsene 5 €, erm 3,50 €