
Beethovens Situation um 1800 zeigt Aufbrüche in vielen Gebieten, nicht nur in der Musik. In einigen wissenschaftlichen Disziplinen, in Physik und Mathematik, wurden die Grundsteine für neues Weltverständnis jenseits des Greifbaren gelegt, wie es dann von Einstein vollendet wurde. „Labor Beethoven 2020“ greift das Bild eines Entfaltungsraums von Ideen aus der Zeit um 1802 auf und führt den experimentellen Geist der Beethovenzeit mit aktuellen Fragestellungen der Komponistinnen und Komponisten zu Themen wie Raum, Instrumentation und Form in einem Kaleidoskop aus Konzerten, Lecture-Performances und Musiktheater zusammen.
Gemeinsam mit Gästen wie der Opernkompagnie Novoflot, dem Elektroniker Marcus Schmickler, dem Klangkünstler Werner Cee oder dem Beethoven-Spezialisten William Kinderman bringen sie ein faszinierendes Kaleidoskop aus Konzerten, Lecture-Performances und Musiktheater zur Aufführung. Originalwerke von Beethoven wie die „Sturmsonate“ stehen dabei neben den Dekonstruktionen von „Fidelio“ (Novoflot) und der „Pastorale“ (Werner Cee). Die begleitende Ausstellung „Labor Beethoven 1802–2020“ spannt mit Materialien, Klang- und Hörexperimente sowie Installationen einen Bogen von historischen Experimenten in Musik und Physik bis in die Gegenwart.
Labor Beethoven 2020
Akademie der Künste
12. bis 18. März 2020