Berlin

Mein Land

„Du bist hier in meinem Land! Meine Welle und mein Strand!“ Mit diesen Worten besang Till Lindemann in dem 2011 mit seiner Band Rammstein veröffentlichen Lied „Mein Land“ eine unerwartete Selbsterfahrung von Ausgrenzung. Der Hinweis, dass „hier nichts mehr frei sei“, fokussierte aber zugleich eine wachsende Xenophobie und den Verlust tradierter Heimat. Rammstein schreibt Hymnen an die deutsche Angst und dekonstruiert sie.

Vor dem Hintergrund dieser Angst und ihrer Folgen verhandelt die Ausstellung den ambivalenten Heimatbegriff in einer „flüchtigen Moderne“ (Zygmunt Bauman) mit ihren Globalisierungserfahrungen und fluiden Machtstrukturen. Der Vereinnahmung des emotional konnotierten Narrativs Heimat durch rechte Stimmen im Sinne einer völkischen Ideologie begegnet die Romantisierung von Heimatfantasien in kommerzieller Folklore.

Ausgehend von den unterschiedlichen Herkunftskontexten der Künstler*innen lenken die gezeigten Arbeiten den Blick auf globale Konflikte, Grenzziehungen und nationale Identitäten. Daraus ergeben sich weitergehende Fragen zum Zustand empfundener Ortlosigkeit und Heimat als unerfüllten Sehnsuchtsort.

Eröffnung: Freitag, 26. August 2022, 19 Uhr

Termin

Donnerstag, 29.09.2022

Beginn

11:00 Uhr
Lützowplatz 9
10785 Berlin
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