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Three Doors

Türen sind physische Objekte aber auch soziale Verträge, sie trennen und verbinden verschiedene Bereiche – staatliche, öffentliche oder private. Die Ausstellung zeigt drei Untersuchungen zu jeweils einer Tür und beleuchtet verschiedene Aspekte rassistischer Gewalttaten in Deutschland: In Hanau ist es der versperrte Notausgang der Arena Bar und die Haustür des Täters, an der die Polizei bei der Verfolgung scheiterte. In Dessau ist es die Tür der Polizeizelle, in der Oury Jalloh verbrannte. Offen, als sie verschlossen hätten sein sollen und versperrt, als sie unversperrt hätten sein müssen – diese Türen verkörpern das Scheitern der sozialen Ordnung. Für ein besseres Verständnis der Situationen rekonstruieren die Untersuchungen den größeren Kontext und verweisen auf das dauerhafte und irritierende Verhältnis zwischen rassistischen Täter*innen und staatlichen Behörden in Deutschland. Seit der ersten Präsentation im Frankfurter Kunstverein hat Three Doors die anhaltenden Reaktionen auf den Hanauer Terroranschlag in Politik, Gesellschaft und Medien unmittelbar beeinflusst.

Termin

Montag, 26.12.2022

Beginn

12:00 Uhr
John-Foster-Dulles-Allee 10
10557 Berlin
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