BAföG: Das ist beim Antrag zu beachten

BAföG: Das ist beim Antrag zu beachten

Voraussetzungen, Freibeträge, Möglichkeiten

07.04.2016
Autor: urbanite 

Mit dem Bundesausbildungsförderungsgesetz, besser bekannt unter dem Akronym BAföG, wird die staatliche Unterstützung für die Ausbildung von Schülern und Studierenden geregelt. Mit dieser Unterstützung soll jedermann die Möglichkeit geboten werden, studieren zu können. Am finanziellen Familienhintergrund soll es nicht mehr scheitern. Jedoch gibt es beim Beantragen des BAföGs einige Hürden, die man besser vor dem Stellen des Antrags kennen sollte.

 

BAföG: Das ist beim Antrag zu beachten
Zwischen Lernen und Einleben ist auch viel zu organisieren
Die Herausforderungen des Studiums sind groß, wie wir an dieser Stelle bereits festgestellt haben. Doch nicht nur das Studium birgt einige Hindernisse. Sollten staatliche Leistungen wie das BAföG in Anspruch genommen werden, gilt es, sich vorher gründlich über die Bedingungen zu informieren. Aufgrund der Komplexität des Antrags und der Vielzahl an Paragraphen kann dabei schnell der Überblick verloren gehen. Wir geben einen Überblick, damit der Antrag auf jeden Fall gelingt.

 

Voraussetzungen für den Erhalt von BAföG

Grundsätzlich besteht nach Auskunft des Deutschen Studentenwerks ein Rechtsanspruch auf die Zahlung von BAföG für alle Schüler und Studierende, die das 30. Lebensjahr (beim Masterstudium das 35.) noch nicht vollendet haben und sich die Ausbildung nicht aus eigenen Mitteln finanzieren können. Zu beachten ist, dass in der Regel die Förderung der ersten Ausbildung reibungsfrei möglich ist. Hingegen werden Zusatz-, Ergänzungs- und Zweitausbildungen in den meisten Fällen nicht gefördert. Eine Ausnahme ist das Masterstudium, wenn es auf das Bachelor-Studium aufbaut. Sollte das Studienfach innerhalb der ersten vier Semester mit Angabe eines wichtigen Grunds, wie z.B. eines ernsthaften Neigungswandels, gewechselt werden, ist das neue Studienfach ebenfalls innerhalb der Regelstudienzeit förderungsfähig.   

 

Warum bekomme ich kein BAföG?

BAföG: Das ist beim Antrag zu beachten
Hilfe durch den Paragraphendschungel
Sollte der Antrag vom Studentenwerk abgelehnt werden, kann dies verschiedene Gründe haben. In den meisten Fällen wurde eine Freibetragsgrenze überschritten. Drei grundlegende Freibetragskategorien sind geregelt: In § 23 BAföG sind die Freibeträge vom Einkommen des Auszubildenden festgelegt. Demnach dürfen alleinstehende Studierende aktuell insgesamt 400 Euro monatlich hinzuverdienen. Mit § 25 BAföG ist der Freibetrag für das Einkommen der Eltern und Lebenspartner geregelt. Der Auszubildende bekommt den Höchstsatz, wenn verheiratete Eltern nicht mehr als 1.605 Euro netto verdienen, in sonstigen Fällen darf jedes Elternteil maximal 1.070 Euro verdienen, damit der Höchstsatz für den Auszubildenden vom Staat gezahlt wird. In der dritten Kategorie § 29 BAföG werden die Freibeträge vom Vermögen des Auszubildenden fixiert. Derzeit liegt der Vermögensfreibetrag bei 5.200 Euro.

In das Vermögen zählen unter anderem auch Lebensversicherungen und Bausparverträge hinein. Bei der Vermögensanrechnung bleibt das elterliche Vermögen außen vor, weshalb es sich in einigen Fällen lohnen kann, die Lebensversicherung für die Kinder auf die Eltern zu überschreiben bzw. zu kündigen. Mit digitalen Vertragsassistenten wie volders ist die Lebensversicherung in wenigen Schritten gekündigt und die Freibetragsgrenze für eine höhere Förderung kann so womöglich eingehalten werden. 

 

Ab dem 1. August 2016 gelten höhere Freibeträge. Alle Änderungen können hier beim Deutschen Studentenwerk nachgelesen werden.



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