Berlin: Das neue Zentrum der Computerspielkultur

Berlin: Das neue Zentrum der Computerspielkultur

Computerspielmuseum, Word of Warcraft, Games Week & E-Sport

19.10.2016

Berlin: Das neue Zentrum der Computerspielkultur
Computerspielmuseum
Berlin hat sich längst als ein wichtiges Zentrum der Computerspielbranche etabliert – viele Unternehmen oder Verbände aus dem Bereich sind schon lange in der Hauptstadt ansässig. Seit einiger Zeit jedoch formiert sich auch in kultureller Perspektive ein neues Zentrum an der Spree: Bereits seit 1997 informiert das Computerspielmuseum mit einer interaktiven Ausstellung über die Geschichte des digitalen Mediums. Auch die jährlich stattfindende Games Week zieht Besucher aus aller Welt an die Spree. Jetzt gibt es sogar Computerspielfiguren im Wachsfigurenkabinett von Madame Tussauds. Ein Überblick über die Gaming-Kultur in Berlin

 

Computerspielmuseum: Statt öder Geschichtsstunde lieber selbst zocken

 

Ein Museum erhebt einen Gegenstand zum Kulturgut und misst den Exponaten eine gesellschaftliche Bedeutung zu. Dass endlich auch Computerspiele ausgestellt werden und als Medium mit kultureller Bedeutung gewürdigt werden, ist in Anbetracht der steigenden Zahl von Computerspielbegeisterten längst überfällig. Dabei gibt es das Computerspielmuseum in Berlin schon seit 1997: In einer Zeit, als dreidimensionale Grafik in Videospielen noch in den Kinderschuhen steckte, als mit dem Spiel "Snake" das Gaming gerade erst auf das Handy gebracht wurde und als Spieler begannen, ihre schweren Rechner und Monitore auf LAN-Partys zu schleppen, gab es in Berlin bereits die weltweit erste dauerhafte Ausstellung zu diesem jungen Medium. Seit Anfang Januar 2011 kann man die neue Dauerausstellung "Computerspiele. Evolution eines Mediums" in der Karl-Marx-Allee 93a zu sehen. Hier wird die Computerspielkultur interaktiv vermittelt. Das heißt: selbst zocken, ausprobieren und sich spielend an wegweisende Klassiker erinnern.

 

World of Warcraft: Figuren im Berliner Madame Tussauds

 

Die zunehmende kulturelle Bedeutung von Videospielen in Berlin zeigt sich auch daran, dass im hiesigen Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds seit neuestem auch wachsgewordene Videospielfiguren zu sehen sind. Seit es das Spiel "World of Warcraft" auch auf die Kinoleinwand geschafft hat, hielten auch zwei Figuren Einzug in das berühmte Wachsfigurenkabinett in Berlin – der Ritter Lothar und die Ork-Kriegerin Garona. Bei World of Warcraft handelt es sich um ein sogenanntes "MMO" Spiel (Massiv Multiplayer Online) mit Fantasy-Setting. Es verhalf dem Genre zu einer enormen Popularität: So kann man mittlerweile viele weitere MMO Games sogar gratis online über Seiten wie browsergames.de erleben. Jedoch gilt World of Warcraft noch immer als Wegbereiter und mittlerweile sogar als klassisches Game – Grund genug, die Figuren aus der Filmumsetzung bei Madame Tussauds zu zeigen.

 

 

Games Week: Branche trifft sich jährlich in Berlin

 

Auch für die Games-Branche ist Berlin zu einem wichtigen Treffpunkt geworden: Alljährlich finden sich Branchen-Insider, Journalisten und Fans zu der "International Games Week Berlin" an der Spree ein. Im Jahr 2016 nahmen nach eigenen Angaben rund 13.000 Besucher teil. Auch das Computerspielmuseum ist stets beteiligt und veranstaltet im Rahmen der Games Week bereits seit 2012 das "Gamefest": Hier können sich Fans in lokalen Multiplayer-Partien messen oder sich als ihre Lieblingshelden verkleiden. Zum Gamefest kommen jährlich rund 3.500 Besucher aller Altersschichten.

 

E-Sport: League of Legends Finale füllt Mercedes-Benz-Arena

 

E-Sport ist definitiv eines der größten Gaming-Phänomene: Wir berichteten bereits über das kommende Gamingfestival Dreamhack in Leipzig (13. bis 15. Januar 2017), doch auch in Berlin ist der digitale Sport angekommen. Das Finale der League-of-Legends-WM sahen im vergangenen Jahr über 12.000 Menschen live vor Ort in der Mercedes-Benz-Arena – 36 Millionen sahen sich die Übertragung im Internet an.



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