Bodyshaming - Bikinifigur versus Nutella

Lifestyle-Kolumne von Vreni Frost

 

 Vreni Frost
Lifestylebloggerin Vreni Frost
Bikinifigur versus Nutella - Kolumnistin Vreni Frost klärt, ob wir diesen Sommer wirklich alle Thigh Gap und Sixpack brauchen.

 

Mit den ersten Sonnenstrahlen kriechen die Berliner aus ihren Verstecken und aalen sich an den einschlägigen Sonnenanbeter-Spots. Je höher das Thermometer schnellt, desto weniger Kleidungsstücke umhüllen unsere Körper. Und ich stehe dann wie jedes Jahr vor demselben Dilemma: Käsige Beine, undefinierte Arme und ein paar Kilo zu viel. Die gewünschte Bikinifigur habe ich seit einem halben Jahrzehnt nicht erreicht. Wie sagt der Volksfitnessmund so schön: Der Sommerbody wird im Winter gemacht. Das habe ich wohl vor lauter Rinderroulade, Rotwein und Keksen verpasst. Ging es mir damit schlecht? Ganz und gar nicht, ich habe jede Kalorie genossen. Aber hier ist das Problem: Obwohl es mir eigentlich bestens geht, wird mir überall suggeriert, dass mein Aussehen nicht perfekt ist. Strong muss man als Frau jetzt sein, ein Sixpack unter den cropped Shirts tragen und den Thigh Gap zwischen den Beinen.

 

Bist du Fitnessmuffel, bist du weg vom Fenster.

 

 

Momentan baue ich ja noch optimistisch auf meinen Charakter (den finde ich ganz gut geformt). Aber ob das ausreicht? Das Fitnessstudio an der Ecke sagt ganz klar Nein. Bist du Fitnessmuffel, bist du weg vom Fenster. Isst du nicht clean, vegan oder paleo, bist du ganz schön grenzwertig.

 

Wer gerne Sport macht, der soll das tun. Ich war noch nie eine Sportskanone, bewundere aber Menschen, die morgens aus dem Bett direkt in die Joggingschuhe springen. Aber das bin nicht ich. Verurteilen lassen will ich mich deswegen nicht. Ich schaue andere Menschen ja auch nicht schräg an, weil sie kein Musikinstrument spielen können. Was lernen wir daraus? Konzentriere dich auf deine persönliche Zufriedenheit und adaptiere nicht, was die Gesellschaft dir als glückbringend vorgibt. Was dabei hilft? Die Person, die dich mit den stichelnden Worten „Mensch, du hast ja ganz schön zugelegt“ begrüßt, gemeinsam mit den zwickenden Hosen in die Tonne kloppen. Das Resultat? Friede, Freude und Eierkuchen (am besten mit Nutella).

 

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