Innenhof

Das Japanisch Deutsche Zentrum in Berlin

Japanisches Berlin

30.09.2016

 

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Japanstudien – Wer kommt nur auf die skurille Idee, so etwas zu studieren? Ich, Lennart, 19 Jahre alt und urbanite-Praktikant. Aber welche japanischen kulturellen Einflüsse bietet Berlin überhaupt? Meine Recherchen haben mich vor allem auf das Japanisch Deutsche Zentrum in Berlin (JDZB) aufmerksam gemacht.

 

Im wohlgenährten Speckgürtel von Berlin – Dahlem, S-Bahnstation Oskar Helene Heim steige ich aus der Bahn. Dem Bahnhof gegenüber befindet sich das japanisch deutsche Zentrum in Berlin.

 

Weiße Kiesel, Steinlaternen und hohe Nadelbäum umzäunen den Gebäudekomplex und geben ihm eine japanische Anmutung. Dem backsteinernen Teil des Hauses sieht man sein hohes Alter schon ein wenig an; der Neubau, der 1998 mit dem Einzug des JDZB in dieses Gebäude errichtet wurde, ist erstaunlich gut erhalten. Die Architekten bewiesen hier ein gutes Gespür für die japanische Baukunst – Hölzerne Querbalken, geordneter Aufbau und helle Farben lassen mich in eine andere Kultur fernab der unseren eintauchen. Im Gebäude treffe ich Michael Niemann, den Leiter der Presse und Öffentlichkeitsarbeit für das JDZB. Wie ich später von ihm erfahre, wurde das gesamte Gelände von deutschen Architekten und Gärtnern erdacht; mit der Aufgabe, es möglichst authentisch zu gestalten. „Viele Japaner, die uns besuchen, bestätigen uns, dass die Erbauer gute Arbeit geleistet haben“, sagt Niemann. 

Vermittler zwischen japanischer und deutscher Kultur

Fahrrad als Kunstwerk
Fahrrad als Kunstwerk

„Wir sehen uns selber als Manager der Wissenschaft“, erklärt Niemann, „da wir keine eigene Forschungseinrichtung haben, sind wir auf die Kooperation mit anderen Instituten angewiesen. Außerdem sehen wir uns als Vermittler zwischen japanischer und deutscher Kultur.“ So findet etwa am 19.&20. Oktober das 25. Japanisch deutsche Forum statt – als Plattform für den kulturellen Austausch von Deutschland und Japan. Was mich als angehenden Studenten freut, ist die Tatsache, dass der Großteil des Angebots kostenlos ist; vor allem die 10.000 Medien umfassende Bibliothek hat meine Neugierde geweckt. Rund 60 Prozent der hier erfassten Bücher sind Originale in Japanisch. Wer wie ich nur rudimentäre Kenntnisse in Japanisch hat, kann beruhigt sein: Das Zentrum bietet Sprachkurse für die verschiedenen Niveaus: von Anfänger bis Experte. Dazu kann man sich auch mit einem Kalligrafie-Kurs mit der traditionellen Japanischen Schreibweise Kana-Kanji beschäftigen. 

 

Der einzige Haken an dem ganzen Projekt: Für Vollzeit-Berufstätige ist das Angebot leider nichts, da das JDZB von 9 bis 17 Uhr geöffnet hat – und das nur an Wochentagen. Für Studenten ist diese Einrichtung allerdings eine wahre Goldgrube. 

 

 

 

Dazu konnten wir einige Tipps für angehende Japan-Fans sammeln:

 

Asiatische Restaurants schmücken die Gastronomielandschaft Berlins schon seit Jahren; mal mehr mal weniger authentisch und schmackhaft. Wer sich ein wenig fernöstliches Aroma auf die Zunge zaubern will, dem hat die japanische Außenhandelsförderorganisation „Jetro“ ein paar der besten japanischen Restaurants in Berlin zusammengestellt. 

 

 

Die Heimat scheint trist und die Ferne zieht dich magisch an? Vor allem die fernöstlichen Kulturen haben es dir angetan und du willst unbedingt dorthin? Um dir diesen Traum zu verwirklichen, bietet das JDZB Austauschprogramme zwischen japanischen und deutschen Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Einfach hier anmelden.

 

 

 



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