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Der Berliner Geist heute: Speziell in jeder Hinsicht

02.01.2018
Autor: urbanite 

Berlin ist die Stadt der Kreativität. Unkonventionelle Ideen, ein Maximum an Abwechslung und fortschrittlicher Spirit gehören zur Hauptstadt wie das Brandenburger Tor und der Reichstag. Selbst in der kalten Jahreszeit ändert sich daran nichts.

 Der Berliner Geist heute: Speziell in jeder Hinsicht

Online, offline, überall: Berlin und die niemals endenden Iden

Wer in Berlin etwas erleben möchte, der muss nicht lange danach suchen. In welche Richtung auch immer: Innovative Events wie der vegane Weihnachtsmarkt zeigen die Verschmelzung von Lifestyle und Gesundheitsbewusstsein, das neue Trend-Getränk Turmeric Latte geht in dieselbe Richtung und auch in Sachen Sport gibt es mehr als die bekannten Massensportarten Fußball oder Tennis zu entdecken.

Doch es geht auch digital. Berliner, die an nasskalten Tagen nicht das Haus verlassen möchten, finden im Internet eine Fülle an Möglichkeiten. Online-Casinos boomen in ganz Deutschland und laden mit attraktiven Willkommensboni zum Ausprobieren ein und das ist besonders in Berlin wichtig, da das erneuerte Spielhallengesetz zur Schließung vieler Spielbanken führte und noch führen wird. Das Gesetz wurde bereits 2011 rechtskräftig und 2016 folgte die Verschärfung; dass in einer Stadt mit über drei Millionen Einwohnern nach Alternativen gesucht wird, versteht sich von selbst.

Generell ist die Online-Welt in Berlin mehr oder weniger zuhause. Als wichtigster Start-up-Standort in Deutschland nimmt Berlin stellenweise schon den Status eines kleinen Silicon Valley ein und der Erfolg vieler Unternehmen sorgt für weitere Beschleunigung. Dementsprechend abwechslungsreich geht es auch bei der Berufswahl zu. Digitale Medienunternehmen haben sich im Berliner Stadtbild etabliert, dazu kommen App-Schmieden, Meetup-Veranstaltungen mit Party-Charakter und inzwischen sogar eine der wichtigsten Kryptowährungen der Welt: Der IOTA ist aktuell in aller Munde und möchte eines Tages den Bitcoin als größte virtuelle Währung ablösen. Dass dieses technologische Meisterwerk in Berlin geschaffen wurde, überrascht aufgrund der Schaffenskraft in der Hauptstadt nicht.

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Imperfektion als Fundament

Dass Berlin immer wieder als Weltstadt der Kreativität bezeichnet wird, ist also nur konsequent. Zahlreiche globale Trends wie DIY-Workshops wurden zuerst in Berlin groß, Design-Strömungen wie der Shabby Chic passen ebenfalls zur Hauptstadt wie die Faust aufs Auge und sind im Straßenbild überall zu finden, ganz unbemüht, unironisch und ehrlich. Als Standort für die sogenannte digitale Boheme zieht die Spree-Metropole junge Menschen aus aller Welt an und das führt dazu, dass Berlin sich immer wieder neu erfindet.

Dabei hat Berlin ursprünglich nur aus der Not eine Tugend gemacht. Denn anfangs, in den grauen Jahren, war kaum Geld vorhanden und lange Zeit sah es nicht nach Besserung aus. Das Image der Stadt war bundesweit berühmt-berüchtigt für den Underground-Touch, der inzwischen salonfähig geworden ist. Es ist demnach unmöglich, Berlin zu kopieren, und Städte wie München oder Hamburg versuchen das gar nicht erst. Als Folge kann sich die Hauptstadt sogar Pannen wie das BER-Debakel erlauben und dieses (wenn auch unfreiwillig) als Werbemittel für die Einzigartigkeit Berlins nutzen. Anderswo wäre das kaum denkbar, doch in Berlin werden Management-Künste dieser Art eher mit selbstironischer Note aufgefasst.

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Mehr als Feiern: Die Clubkultur als Spiegel der Seele

All diese Charakterzüge fließen nachts in der Berliner Clubkultur zusammen. Diese sind ein Spiegelbild der Stadt und präsentieren alles, was die lokale Kultur schon immer ausgemacht hat. Zügellosigkeit, Toleranz, unendliche Vielfalt und sehr abstrakte Vorstellungen von Tag und Nacht geben Berlin bei Nacht ein Gesicht, das an keinem anderen Ort dieser Welt zu finden ist.

Wie es sich gehört, steht das Berghain immer noch auf Platz 1 der meisten Club-Ranglisten – und zwar weltweit. Der Techno-Tempel lebt von seiner Mystifizierung, von Legenden und Sagen, die allenfalls viral überliefert werden, da es aus dem Inneren keine Fotos gibt und sich die Verantwortlichen jeglichen Interview-Anfragen kategorisch verweigern. Berühmt sein, ohne es zu forcieren: Diese Devise ist auf viele Aspekte der Berliner Kultur anwendbar und lässt nur wenige Ausnahmen zu.

Andere bekannte Institutionen wie das Sisyphos, das Watergate oder das Kater Blau (und das sind nur einige Namen von vielen) folgen dieser Linie und sind Teil der Philosophie. Sie sind ebenfalls über die deutschen Grenzen hinaus bekannt und sprechen die (große) Zielgruppe auf einer ganz bestimmten Ebene an. Was das bedeutet, ist ebenfalls klar: Der Chic, der den Ton in anderen Metropolen vorgibt, hat in Berlin schlechte Karten, und das obwohl die Hauptstadt als Sitz der Bundesregierung auch ihre seriösen Seiten hat. Für kreative, ungezwungene Menschen erklärt sich der Reiz Berlins damit fast von selbst.

 

 



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