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Die Transhumanisten von Berlin

Unsterblich werden mit den Transhumanisten

08.04.2016
Autor: urbanite 

Transhumane Partei Berlin
Die Transhumanisten kommen
Transhumanismus. Klingt abgefahren? Ist es auch. Es ist die letzte Subkultur, die die Welt braucht. Die Erlösung. Ein illustres Völkchen, Hirnchirurgen, Millionen-schwere Unternehmer und tiefsinnige Studenten. Die neue Querfront.


In Berlin hat sich gerade der örtliche Ableger der Transhumanen Partei gegründet. Bei den Treffen rund um Langlebigkeit hängen auch so unbedeutende Leute wie der Gründer von deinem Emailprovider herum. Auferstanden aus Ruinen (der Piraten) und der Zukunft zugewandt! Zusammen mit DER PARTEI wird das das Beste, was Berlin seit den Goldenen 20ern erlebt hat! 

 

Aber der Reihe nach – was ist Transhumanismus? Grob gesagt hoffen Transhumanisten darauf, dass der Mensch durch Einsatz von Technik Unsterblichkeit erlangt. Wenn ihr Futurama gesehen habt, kennt ihr schon eine Variante: Sich einfrieren lassen, kurz nach dem Abnippeln. In ein paar hundert Jahren werdet ihr wieder aufgetaut, dann beginnt das schöne Leben, denn Kapitalismus und Ressourcenknappheit sind dann ja schon lange vorbei. 

Milliardäre wie Facebookgründer Mark Zuckerberg und Google Chief Director Ray Kurzweil buttern ihr Vermögen in die transhumanistische Forschung


Eine Luxusspielerei für die Reichen? Bullshit, es kostet gerade mal 30€ im Monat. Eine andere Variante des Transhumanismus: Nanoroboter, also kleine Maschinen, die durch deinen Körper kreisen und die Zellen reparieren. Das klingt nach verrückten Ideen von verrückten Freaks? Da sollte man sich nicht zu sicher sein: Milliardäre wie Facebookgründer Mark Zuckerberg und Google „Chief Director“ Ray Kurzweil buttern ihr Vermögen dezent, aber kräftig in die transhumanistische Forschung. Und „dieses Internetz“, an dem die beiden nicht völlig unbeteiligt sind, haben ja die meisten auch noch vor 20 Jahren für völligen Quatsch gehalten. 

 

Das ist dir alles zu weit weg? Schon der Stand der aktuellen Biotechnologie sorgt statistisch jedes Jahr für 8 Wochen mehr an Lebenszeit. Ganz krass wird es, wenn die Singularität kommt, von der Zuckerberg und Kurzweil träumen: Matrixmäßig dein gesamtes Bewusstsein hochladen und dann im Netz ewig leben. Obwohl bei den meisten das Bewusstsein wahrscheinlich jetzt schon zu 50 Prozent von Facebook & Co. bestimmt wird. 

  

Mal ehrlich, das Leben ist eine fragile Angelegenheit. Einmal bei Rot über die Ampel, Pechhaben und alles vorbei. Der Tod gehört zum Leben dazu? Das Gleiche haben Leute vor 70 Jahren vom Krieg behauptet. Jetzt kann man zum ersten mal wirklich etwas Bleibendes schaffen – und das auch erleben. In den USA trägt Zoltan Istvan einen riesigen Sarg als Wahlkampfgag für die Transhumane Partei durch die Gegend. Die in UK hat sich 2014 gegründet, die deutsche 2015. Hier in Berlin treten die Transhumanisten 2016 zu den Landtagswahlen an. Wie geil wäre das denn, wenn die Verzweifelten und Durchgedrehten endlich mal eine andere Perspektive als die AfD oder Islamisten-Popkultur hätten? Rechtslinks-Grabenkämpfe könnten endlich kacken gehen, wenn technisch einfach alles für alle möglich wird. Gott ist ein Roboter. 

von Kristjan Knall



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Kommentare
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    • martinrolandvonberg@gmail.com geschrieben am

      Weil es sich hier nur um eine Glosse handelt, möchte auch ich mich kurz fassen: Haters gonna hate.

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