Digitalisierung in Berlin – Forschung für die IT-Revolution

Digitalisierung in Berlin – Forschung für die IT-Revolution

Sicherheit, Unabhängigkeit und Absicherung

12.10.2016

Digitalisierung in Berlin – Forschung für die IT-Revolution
Zusammen mit der TU-Berlin und vielen Vertretern aus der Wirtschaft schafft Berlin 50 neue Professuren, die sich mit den Belangen der Digitalisierung beschäftigen sollen.

Das Geld dafür stammt sowohl vom Berliner Senat als auch vom Bundesland und von 27 Förderern aus Forschung und Wirtschaft. Darunter befinden sich Forschungsinstitute wie beispielsweise die Fraunhofer-Gesellschaft, Medienkonzerne wie Intel, Telekom oder Google und sogar kommunale Unternehmen wie die Berliner Wasserbetriebe. Bisher wurden knapp 40 Millionen Euro für diese Initiative zusammengetragen: Davon stammen 18 Millionen von den 27 Förderern, 12 Millionen vom Berliner Senat und 9 Millionen vom Land Berlin.

 

Private Geldgeber, unabhängige Forschung?

 

Gezahlt wird das Geld an die Einstein-Stiftung, die anschließend über die Verwendung der Gelder wacht. Dadurch soll gewährleistet werden, dass zahlende Unternehmen keine Forderungen an die TU Berlin stellen können und die Forschung inhaltlich unabhängig bleiben kann. Die Forschungsfelder werden dabei sehr vielseitig ausfallen – das liegt daran, dass auch das Thema Digitalisierung sehr vielgestaltig ist. Daher werden nicht nur Informatik-Professuren entstehen, sondern auch Lehrstühle für angrenzende Bereiche wie Gesellschaftswissenschaft, Maschinenbau und auch Medizin. Letztere wird eine besonderes spannende Position einnehmen, da die digitale Medizin in Zukunft eine wichtige Rolle einnehmen wird: von maßgeschneiderten Therapien bis zu personalisierten Behandlungen.

 

Digitale Gefahrenlage

 

Ebenfalls ein großes Thema ist die Sicherheit der digitalisierten Strukturen – denn vielerorts halten die Sicherheitskonzepte nicht mit der Vernetzung Schritt. In der analogen Welt gibt es viele ausgereifte Systeme zur Reduzierung von Gefahren, seien es Versicherungen, Sicherheitsbeauftragte oder Notfallpläne. In der digitalen Welt gibt es solche Konzepte häufig noch nicht – die Gefahrenlage ist jedoch deutlich höher. Das simulierte das Sicherheitsunternehmen Sophos bereits im vergangenen Jahr anhand einer Modelleisenbahn mit dem Namen "Project HoneyTrain". Die Modellbahn wurde über ein digitales Steuerungssystem betrieben und war somit ständig mit dem Internet verbunden. Sophos kündigte den Versuch im Internet an – innerhalb einer Viertelstunde nach dem Start verzeichnete das Unternehmen bereits 700 Angriffe auf die Modellbahn. Letzten Endes führten diese Angriffe sogar dazu, dass die Bahn entgleiste. Der Versuch sollte veranschaulichen, dass solche Attacken auch auf Versorgungseinrichtungen oder Verkehrsbetriebe möglich sind und nur durch entsprechende Sicherheitsmaßnahmen verhindert werden können.

 

Möglichkeiten zur Absicherung

 

Ein modernes Sicherheitskonzept muss in der heutigen Zeit ganzheitlich sein. Dazu gehören Firewalls, Virenscanner und ein System zur Verschlüsselung des Datenverkehrs. Besonders die Verschlüsselung über SSL-Zertifikate, wie man sie beispielsweise bei Providern wie 1&1 erhält, gelten als eine sichere Methode, um Netzwerke vor fremden Zugriffen zu schützen. Das Zertifikat ist ein elektronischer Echtheitsnachweis, der die Identität einer Person oder eines Rechners sicherstellt. Das bedeutet, dass Daten nur an berechtigte Nutzer freigegeben werden, was Hacker bzw. Cyberkriminelle von vornherein ausschließt. Diese SSL-Zertifikate zur Verschlüsselung von Webseiten, zur Absicherung von E-Mails oder zur Identitätsüberprüfung in Netzwerken eingesetzt werden. Bisher wird diese Methode allerdings immer noch zu selten von Unternehmen angewendet, weshalb viele Netzwerke noch immer anfällig für Hackerangriffe oder Datendiebstähle sind.



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