Wer in Berlin vegan lebt, ist im Paradies

Fleischlos glücklich: Berlin ist Hauptstadt der Veganer

Kein Fleisch, keine Milch, keine Eier

14.08.2015
Autor: urbanite 

Kein Fleisch, keine Milch, keine Eier – Veganer ernähren sich komplett ohne tierische Produkte. Wer dabei an nichts außer Tofu, Soja und Seitan denkt, war noch nicht in Berlin. Die inoffizielle Hauptstadt der veganen Bewegung zeigt, dass es auch anders geht. Ob Restaurants, Supermärkte oder Cafés: Wer in Berlin vegan lebt, ist im Paradies.

Wer in Berlin vegan lebt, ist im Paradies
Vegan heißt nicht nur Tofu, Soja und Seitan - wer in Berlin vegan lebt, ist im Paradies.
Einige tun es wegen der Tiere, andere wegen der Gesundheit, wieder andere nur, weil es eben alle tun. Ohne Frage: Vegan zu sein ist ein Trend, besonders in Berlin. Früher konnten Veganer entweder nur zuhause essen oder sich mit einem Gemüseteller begnügen, heute ist das ganz anders. Und nirgendwo wird die tierproduktlose Esskultur so zelebriert wie in der Hauptstadt. Vegane Restaurants, Cafés und Imbisse boomen, und auch die Zahl an Lebensmittelläden und Drogerien, die sich auf vegane Artikel spezialisiert haben, steigt stetig. 

 

Vegan jenseits der Küche

 

Drei vegane Supermärkte gibt es in Berlin. Die Kette Veganz eröffnete ihre erste Filiale im Jahr 2011 in Prenzlauer Berg. In der Schivelbeiner Straße 34 befinden sich neben dem Vollsortiment-Supermarkt mit angeschlossener Kochschule und Bistro auch ein veganer Schuhladen und ein Mode-Geschäft. Denn vegan sein heißt nicht nur ohne Tierprodukte zu kochen und zu essen – auch auf Kleider aus Leder, Wolle und Seide oder Kosmetik, die an Tieren getestet wurde, wird komplett verzichtet. Alternativen gibt es trotzdem genug. 

 

Phänomen der Szenebezirke

 

Vegan und vegetarisch geht mit Rezepttipps wie von ButterInMyVeins zwar auch zuhause, doch mittlerweile bietet Berlin so viele Alternativen, dass bei Veganern in der Hauptstadt oft die Küche kalt bleibt. Denn vegane Restaurants gibt es in fast jedem Stadtteil im Berliner S-Bahn-Ring. Die meisten Angebote findet man in den jungen, trendigen Bezirken wie Friedrichshain, Prenzlauer Berg, Kreuzberg und Neukölln. In Stadtteilen wie Zehlendorf oder Spandau sind vegane Angebote hingegen noch selten, in Marzahn oder Köpenick gibt es gar keine bis nur eine sehr überschaubare vegane Auswahl.

 

Zwischen Imbiss und Haute Cuisine

 

Ob Fast Food für Zwischendurch oder Drei-Gänge-Menü bei Kerzenschein: Die Berliner Szene bietet für Veganer genau das Gleiche wie für die fleischessende Burger- und Steakfraktion. Pommes, Wraps und Pizza gibt es ganz ohne tierische Produkte zum Beispiel bei vego am Helmholtzplatz. Besonders zu empfehlen: Calamares, Gemüsepommes oder einer der vielfältig belegten Burger mit der Thousand-Island-Sauce. Das Kontrastprogramm zum veganen Imbiss ist das noble Cookies Cream in Mitte. Die saisonal und regional ausgerichtete Speisekarte ist 100 Prozent vegetarisch. Ob Menü (drei Gänge für 28 Euro) oder einzelne Vorspeisen, Hauptgerichte oder Nachtisch: Produkte, die auf keinem Wochenmarkt zu finden sind, werden hier verarbeitet. Parmesanknödel mit Korianderkarotten, Rote Bete mit Zitronensoße und Spargel mit Kürbis-Apfel-Chutney gehören zu den Highlights des Teams rund um Küchenchef Stefan Hentschel. Reservierung wird empfohlen. Dabei sollte auch angegeben werden, wie viele der Gäste vegan sind, obwohl mindestens eines der Menüs eigentlich immer auf Veganer ausgerichtet ist.

 



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