Millennials: Wie tickt die vieldiskutierte Generation Y wirklich?

Millennials: Wie tickt die vieldiskutierte Generation Y wirklich?

Zahlreiche Vorurteile über Generation Y und deren Wahrheitsgehalt

29.06.2017

Bildrechte: Flickr Mac + Starbucks = Geeksters ALT1040 CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

 

Sie sind nicht belastbar, egoistisch und beziehungsunfähig, wollen sich schöne und teure Dinge leisten können, viel reisen und am liebsten das ganze Wochenende lang durchfeiern – um die Generation Y kursieren zahlreiche Vorurteile. Doch welche davon stimmen tatsächlich und welche sollte man endgültig im Keim ersticken? Wie Millennials wirklich ticken, verraten zahlreiche Studien – oder versuchen es zumindest.

 

Millennials wollen Luxus und…?

Auf die Bahamas reisen, sich eine schicke neue Wohnung zulegen und endlich mit dem kostspieligen Tennisspielen anfangen – als Lotto-Millionär kann man sich das alles mit links leisten. Heutzutage tippen medienaffine Millenials, auch als "Generation Y" bezeichnet, natürlich online auf die richtigen Zahlen. Im besten Fall haben sie so für den Rest des Lebens ausgesorgt. Die stets karriereorientierte und auf ihre Work-Life-Balance pochende "Generation Y" würde im Falle eines Gewinns garantiert ein eigenes Unternehmen gründen, um als ihr eigener Chef vom Café aus arbeiten zu können und dabei Spaß zu haben – so das Klischee. Aber falsch gedacht. Zumindest, wenn man einer aktuellen YouGov-Umfrage Glauben schenken darf. Demnach stehen bei der Generation Y vor allem luxuriöse Reisen, teure Hobbys und Glück in der Liebe ganz oben auf der Liste. Nicht alle Millennials – Menschen, die zwischen 1980 bis 1999 geboren sind – zählen zur "Null-Bock-Generation oder leisten im Beruf weniger, weil die Karriere nicht mehr an oberster Stelle steht. Das bestätigt auch eine Reihe von Studien. Im Gegenteil: Zwar sind der Generation Y Status und Prestige weniger wichtig als ihren Vorgängern. Wie der Audi-Personalvorstand Thomas Sigi konstatiert, seien Millenials jedoch sehr anspruchsvoll und sehr engagiert zugleich: "Wenn sie merken, dass man sich ihrer Themen annimmt, sind sie zu sehr hohem Einsatz für das Unternehmen bereit." So bieten viele Firmen inzwischen vermehrt Teilzeit-Jobs an und sorgen für eine gesunde Work-Life-Balance ebenso wie für eine gute Bezahlung, um den qualifizierten Nachwuchs nicht an Wettbewerber zu verlieren.

 

Spaß ist gut, Sicherheit ist besser

In den letzten Jahren zeichnet sich eine Tendenz zu mehr Sicherheit und einem Besinnen auf alte Traditionen ab, sowohl beruflich als auch privat. Eine gute Bezahlung und eine Festanstellung – das ist den jungen Erwachsenen besonders wichtig. Der "Neon"-Studie "Generationen 2017" zufolge empfinden rund 86 Prozent der Millennials vor allem berufliche Sicherheit als "wichtig" oder gar "sehr wichtig". Noch vor knapp drei Jahren stand "Spaß am Job" ganz oben auf der Wunschliste. Apropos Spaß, wie steht es eigentlich um die Feierlust der vieldiskutierten Generation? Untersuchungen zufolge finden es rund drei Viertel aller Millennials schön, am Wochenende zuhause zu bleiben – was viele überraschen dürfte. Und wenn es dann mal auf eine Party geht, dann wird in Maßen getrunken. Natürlich können auch Umfragen und Studien nicht die Lebenseinstellung einer ganzen Generation widerspiegeln. Und doch wird es viele freuen, zur Abwechslung einmal zu hören, dass ein Großteil der typischen Vorteile gegenüber der Generation Y nur eines sind – Vorurteile. 



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