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Musik aus Berlin: Großstadtgeflüster

Elektropoppunkpartydingsbums – Großstadtgeflüster kreieren den Sound für Berlin

17.03.2016

Drei Menschen machen Musik mit der Energie einer ganzen Großstadt. Ein Sound, der nur aus Berlin kommen kann.

Musik aus Berlin: Großstadtgeflüster
"Fickt-Euch-Allee"-Blick?
Gut Ding will Weile haben. Das ist oftmals nervig, meistens aber wahr. Um so mehr kann man dann mit einem gewissen Stolz auf die Vergangenheit schauen. So erging es auch der Berliner Band Großstadtgeflüster. 2003 war die Gründung und langsam aber sicher arbeiteten sie sich nach oben. Vier Studioalben und unzählige Konzerte später ist ein Hype um die Musiker schon keine Übertreibung mehr. Wie so oft ist ein einzelner Song daran schuld – einer, der inzwischen den Status Großstadthymne besitzt. Sein Name: „Fickt-Euch-Allee“. Er geht nach vorne, spielt mit den Genres, lässt Elektro, Rap, Punk und Dancehall zu einer lässig-pulsierenden Soundwelle verschmelzen, welche den Hörer direkt trifft, mit nimmt und als Ohrwurm in den Gehörgängen landet. Natürlich darf die gesungene Laissez-Faire-Mir-Doch-Egal-Attitüde nicht fehlen – weshalb im Video vor allem der ausgestreckte Zeigefinger zu sehen ist.

 

Großstadtgeflüster - "Fickt-Euch-Allee" 

Elektropoppunkpartydingsbums

 

Fragt man das Trio selbst nach einer Einschätzung ihrer Musik, geben sie als Antwort: „Elektropoppunkpartydingsbums“. Richtig festlegen will man sich nicht, kann man auch nicht. Schon „Fickt-Euch-Allee“ ist rückblickend eher untypisch für die Band. In den letzten Jahren ist Großstadtgeflüster vor allem mit Rock- und Elektropop-Songs aufgefallen. Bunt und laut waren sie schon immer. Chaos ist ihr Lebensthema. Sängerin Jen Bender singt, schreit, rappt und bestimmt so den charakteristischen Stil der Band. Anfangs traten sie noch in kleinen Kneipen auf, auf ihrer „Pommesbudentour“. Der Sound war nüchterner und das Chaos nur zu erahnen. Nach schlechten Erfahrungen mit dem Label der ersten Platte „Muss laut sein“ (2006), erscheint „Bis einer heult!!!“ (2008) über das eigene Label. ChickenSoup Records and Tapes wurde aber nur vererbt und gehörte Jen Benders Vater, welcher selbst Musiker war. So konnte erstmal keiner mehr reinquatschen. Mit der Zeit entwickelte sich der Sound, wurde vielschichtiger, die Texte origineller und der Humor absurder. Dieser spezielle Charme bringt sie nun auf die großen Bühnen, auf welchen sie mitreißen, animieren, Chaos und gute Laune verbreiten. Ein Bremer und zwei Berliner mit der Energie einer ganzen Großstadt – so geht Musik!

 



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