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Otto Normal im Interview

Otto Normal im Finale des Berliner Music Awards 2013

28.08.2013
Autor: Lilian Lins

Otto Normal – eine ganz normale Band aus sechs ganz normalen Ottos. So beschreibt sich die Band selber und versucht mit großem sozialen Engagement und tanzbarem Hip Hop den Berliner Music Award 2013 zu gewinnen und die Bühnen der Welt zu füllen. Rapper Pete hat mit uns über den Alltag und die Ziele von Otto Normal gesprochen.

Band Otto Normal
Sechs ganz normale Ottos

Warum nennt ihr euch Otto Normal?
Jeder kennt es doch noch von früher, wenn das Schimpfwort „Ey du Otto“ über den Pausenhof in der Schule gerufen wurde. Das leitet sich wohl vom langweiligen Otto Normalverbraucher ab, einem ganz normalen Durchschnittsmenschen. Gerade in der Rap-Szene dissen sich die Musiker untereinander in ihren Songs und wollen etwas ganz Besonderes sein. Wir wollen durch unseren Namen rüberbringen, dass wir ganz normale Ottos sind, egal was wir machen.

Wann habt ihr die Band gegründet?
Otto Normal gibt es jetzt seit Oktober 2010. Das Besondere bei der Gründung war, dass unser Bassist Phillip (früheres Mitglied der Band Reamonn) damals 38 Jahre alt war und Tony, unser Schlagzeuger, erst 15. Doch trotz des hohen Alltagsunterschieds konnten wir uns gut arrangieren.

Wie würdest du eure Musik beschreiben?
„Hip Hop meets Disco“ trifft es wohl am genauesten. Otto Normal ist eine Rap-Band, aber wir wollen, dass auf unseren Konzerten die Tanzfläche gerockt wird, also lassen wir viele Discobeats mit einfließen. Unsere nächste Platte, die im Frühjahr rauskommt, wird aber ein bisschen souliger mit weniger Rap und Hip Hop. Das wird eigentlich auch unser erstes richtiges Album. „Wahnsinn“ war eher eine Demo und bestand aus vielen Songs, die ich noch in meiner Schublade hatte. Jetzt arbeiten wir gemeinsam an jedem einzelnen Song der neuen Platte.


Würdest du sagen ihr seid schon bekannt in Deutschland?

Band Otto Normal
Die bunten Caps von Otto Normal
Dazu fällt mir grad eine Geschichte ein: Wir touren seit einigen Monaten in vielen deutschen Städten mit unserem Einkaufswagen voll musikalischer Technik als Straßenmusiker durch die Gassen. In Würzburg hat uns ein Typ aus der Bahn raus an unserem Erkennungsmerkmal, den bunten Caps, erkannt und ist extra noch mal zurückgefahren, weil er sich dachte „Solche Caps gibt’s doch nur bei Otto Normal.“
Sonst haben wir uns vor allem in der Region um Freiburg einen Namen gemacht durch unser Projekt „Musik macht Schule“. „Musik macht Schule“ bietet Workshops für Kinder und Jugendliche mit Behinderung an. Grad sind wir zum Beispiel in Ostfriesland beim Friedensfestival und machen hier einen Workshop mit behinderten Kindern.

Ihr seid einer der drei Finalisten des diesjährigen Berliner Music Awards. Was erhofft ihr euch, wenn ihr gewinnt?
Als Erstes sehen wir natürlich die 5.000€ die der Sieger gewinnt, denn wir haben in den letzten Jahren schon einiges an Schulden angesammelt, um uns einen Namen zu machen. Wenn man noch nicht so berühmt ist, hat man mehr Ausgaben als Einnahmen und diese wurden bis jetzt hauptsächlich von den Einnahmen durch „Musik macht Schule“ und unseren anderen kleinen Nebentätigkeiten gestemmt. Unser Ziel ist es, schuldenfrei ins nächste Jahr starten zu können.

Wie sieht eure Zukunft aus?
Wir wollen über die Staatsgrenzen hinaus! Otto Normal soll Stadien füllen! Das ist unser Ziel und ich denke, das ist auch machbar.

Hier könnt ihr in ein paar Projekte von „Musik macht Schule“ reinhören:



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