Radfahren in und um Berlin

Radfahren in und um Berlin

Fünf empfehlenswerte Touren mit dem Drahtesel

21.04.2017

Radfahren in und um Berlin
Die Bundeshauptstadt selbst oder ihre Umgebung einmal auf zwei Rädern zu erkunden, kann dem Betrachter völlig neue Perspektiven eröffnen. Besonders für Familien mit Kindern wird ein Wochenend-Ausflug per Drahtesel zu einem unvergesslichen Erlebnis.

 

Ob durchs Wuhletal oder auf in Richtung Glienicker Schloss: Berlin eher gemächlich mit dem Auge für Details zu entdecken, wird mit Sicherheit für alle Beteiligten zu einem erlebnisreichen Abenteuer werden.

Der folgende Bericht bietet – stellvertretend für viele andere auch - eine kleine Auswahl von fünf der empfehlenswertesten Touren in und um Berlin, jeweils im Kurzporträt.

 

1. Geschichte entdecken – der Berliner Mauerweg

 

Geschichte auf vollkommen neue Art zu erleben, bietet die circa 160 Kilometer Strecke entlang der einstigen Grenzanlage um West-Berlin herum. Zwischen 2002 und 2006 fertiggestellt, ermöglich der Fernradweg ein Befahren von insgesamt 14 Streckenabschnitten auf den einstigen Grenzwegen. 

 

Dabei wechseln reizvolle Einblicke in die Landschaft mit Geschichtserleben in Form von Resten der ehemaligen Grenzmauer eindrucksvoll ab. An über 40 Rast-Stationen kann der Interessierte dabei allerlei Wissenswertes über die ehemals geteilte Stadt erfahren. So wird die Teilung Deutschlands, Bau und Fall der Berliner Mauer anschaulich auf diversen Schautafeln vermittelt. 

 

Eine detaillierte Beschilderung mit entsprechenden Plänen sorgt für den nötigen Überblick. Die Tour kann im Prinzip von jedem Punkt aus gestartet werden, Anfang- und Endpunkte sind jeweils bequem mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.

 

Zu den angesteuerten Etappen-Zielen gehören dabei unter anderem etwa

  • > die Warschauer Brücke
  • > Schönefeld
  • > die Lilienthal-Gedenkstätte
  • > der Griebnitzsee
  • > der Wannsee und das
  • > einstige Konzentrationslager Sachsenhausen

 

Überall gibt es Möglichkeiten, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln wieder zum Ausgangspunkt zurückzukehren, wenn allzu große Müdigkeit die Beine befällt oder die mitunter etwas holprigen Abschnitte zu große Anforderungen an das Material gestellt gehaben. Darüber hinaus sorgt im Fall der Fälle ein großzügiges Netz an Fahrrad-Händlern im Großraum Berlin schnell auch einmal für ein dringend benötigtes Ersatzteil auf der Fahrrad-Reise, wie der Berliner Fahrradhändler das-radhaus.de in dem Zusammenhang treffend bemerkt.

 

2. Mit Familie auf der Seenrunde

 

Eher familientauglich geht es dagegen auf der circa 30 Kilometer langen und leicht zu bewältigenden Seenrunde im Südosten von Berlin zu. Auf der rund zweistündigen Tour geht es um mehrere Seen am Stadtrand von Berlin herum, wobei Naturerleben und landschaftliche Impressionen im Mittelpunkt stehen.

 

Rast kann während dieser gleichermaßen aussichtsreichen wie familienfreundlichen Rundreise etwa

 

  • > im ehemaligen Fischerdorf Schmöckwitz
  • > am Zeuthener See
  • > an Badestellen am Krossinsee oder auch
  • > am Wendenschloss gemacht werden – es gehört zu dem Berliner Ortsteil Köpenick.

 

Auf der landschaftlich sehr reizvollen Tour geht es unter anderem durch größere Waldgebiete, über mehrere Brücken, am Spree-Oder-Kanal entlang und durch kleinere, typische Ortschaften der Region wie etwa Müggelheim, Schmöckwitzwerder oder Karolinenhof.

 

3. Sightseeing per Rad auf dem Berliner Sommer

 

Eher leicht sind die Anforderungen an Mensch und Material auch auf dem sogenannten Berliner Sommer, einer Art Mini-Radrundreise für Kurzentschlossene - zwischen Stadtbummel und Sightseeing. Auf zwölf Kilometern Radstrecke gibt es dabei allerhand Kulturelles und Historisches zu entdecken. Wer den Berliner Autoverkehr nicht scheut und entsprechend mit einem Fahrradhelm ausgestattet ist, kann auf bequeme Weise einige interessante Sehenswürdigkeiten auf zwei Rädern erkunden, darunter etwa

 

  • > den Checkpoint Charlie
  • > die Deutsche Oper
  • > der Gendarmenmarkt
  • > das Rote Rathaus
  • > St. Georg und
  • > die Museumsinsel.

 

Der besondere Vorteil dabei: Möglichkeiten zur Einkehr gibt es am Rande dieses Stadtbummels per Rad wie auch am Nordufer der Spree entlang mehr als genug.

 

4. Rund um den Müggelsee

 

Zu den schönsten Fahrradtouren für Familien rund um Berlin gehört auch die 29 Kilometer lange Strecke ab Köpenick Richtung Müggelheimer Damm, bevor es dann weiter rund um den Müggelsee geht. Auf überwiegend befestigten Wegen kommen selbst ungeübtere Sportmuffel leicht voran und benötigen etwa anderthalb bis zwei Stunden. Station kann dabei etwa

 

  • > an der Brücker Alter Spreearm
  • > im Café Klein Schwalbenberg und natürlich am
  • > Strandbad Müggelsee

 

gemacht werden. Der Startpunkt der Tour ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln bequem erreichbar.

 

5. Für Anspruchsvolle: der Havel-Radweg

 

Für den eher sportlich ambitionierten Hobby-Radfahrer bietet sich dagegen etwa der ungleich schwerer zu bewältigende Havel-Radweg an, der insgesamt rund 385 Kilometer lang ist. Rund 18 Stunden werden für die Strecke benötigt. 

 

Die ein- bis zweitägige Tour gehört dafür zu den schönsten Flussradwegen in Deutschland und belohnt mit interessanten kulturellen und botanischen Einblicken von der Quelle bei Ankershagen bis nach Havelberg. Hier mündet der Fluss in die Elbe. Dabei geht es mitten durch Naturschutzparks, vorbei an Seen, Schlössern und Parkanlagen, wo quasi im Vorbeifahren das preußische Kulturerbe eindrucksvoll studiert werden kann.

 

Für die längeren Strecken muss an Proviant, Getränke und wetterfeste Kleidung gedacht werden.

 

Zu den Highlights gehören unter anderem

 

  • > das Heinrich Schliemann-Museum in Ankershagen
  • > die Fachwerkkirche in Kratzeburg am Käbelicksee
  • > der Müritz Nationalpark
  • > das historische Wesenberg
  • > die Wasserburg in Fürstenberg 

 

Als längere Raststation eignet sich vor allem das mittelalterliche Himmelpfort, wo unter anderem die Überreste eines ehemaligen Zisterzienserklosters sowie einer Brauerei besonders sehenswert sind. 

 

Weiter geht es am Oder-Havel-Kanal entlang, wo unbedingt das Oranienburger Schloss mit Park, Museum und Orangerie besichtigt werden sollte. Auch Potsdam bietet eine Reihe von Sehenswürdigkeiten, bevor es im weiteren Verlauf am Ufer des Templiner Sees entlang über Geltow nach Werder an der Havel geht.



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