Wohnraum wird immer teurer – nicht nur in Berlin

27.05.2019
Autor: urbanite 

Die Landeshauptstadt ist nach wie vor extrem beliebt. Allerdings fragt man sich, ob das Wohnen dort überhaupt noch bezahlbar ist. Ein wachsendes Problem ist der mangelnde Wohnraum. Immer häufiger werden Häuser abgerissen und wegen Eigenbedarfs gekündigt. Wer also in der Hauptstadt wohnt, der kann sich keinesfalls sicher sein, dass das auch auf lange Sicht so bleibt. Wenn nicht gerade die Kündigung droht, werden die Mieten auf ein schier unbezahlbares Niveau angezogen.

 Wohnraum wird immer teurer – nicht nur in Berlin
Vor dem Problem stehen allerdings nicht nur Berliner. Der Wohnungsmarkt ist auch andernorts wie leer gefegt – in erster Linie betrifft dieses Phänomen Großstädte wie Dresden, Magdeburg, Leipzig und dergleichen. Stadt nah wohnen, das wollen nämlich viele. Kleinere Ortschaften werden insbesondere für Familien immer uninteressanter. Wer will schon in einer toten Gegend wohnen, wo zusehends mehr und mehr kleine Geschäfte ihre Pforten schließen? Der nächste Einkauf ist mit einer mitunter langen Fahrt verbunden. Wer da nicht mobil ist, der hat schon verloren. Klar, dass es aufgrund dieser Situation viele Menschen in die Stadt zieht. Auch, wenn sich die Geschäftslage dort nicht gerade verbessert, gibt es noch immer genügend Möglichkeiten, kleinere Einkäufe fußläufig zu erledigen. Auch öffentliche Einrichtungen gibt es in Städten wie Berlin zu Genüge. Ein weiterer Pluspunkt ist die gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel.

Mieten oder kaufen – das ist hier die Frage

Wer schon mal versucht hat, in die Metropole zu ziehen, der gerät schnell an seine Grenzen. Viele freie Wohnungen gibt es derzeit nämlich nicht. Heißbegehrt sind insbesondere sehr kleine und damit bezahlbare Wohnungen sowie große Miethäuser. Der Trend geht dieser Tage nämlich wieder mehr zu Großfamilien und Mehrgenerationswohnen. Hat man das Glück, bereits in Berlin zu leben, sind Mieterhöhungen eine Angst, mit der viele Menschen leben müssen. Schlappe 100 Euro und mehr sind hier keine Seltenheit, die von jetzt auf gleich auf den bisherigen Mietpreis aufgeschlagen werden. Parallel dazu leben nicht nur viele Berliner finanziell auf Mindestniveau, erhalten geringe Stundenlöhne oder sind auf finanzielle Unterstützung durch den Staat angewiesen. Man könnte bei solidem Einkommen also darüber nachdenken, doch zu kaufen. Allerdings will das gut überlegt sein, denn zusätzlich zum Kaufpreis sind weitere Kosten einzuplanen. Zudem läuft so eine Finanzierung mitunter 30 Jahre. Kaufen sollte man deshalb nur, wenn genügend Eigenkapital verfügbar ist und die Zinserhöhungen mit eingeplant werden. Eine gute und kompetente Beratung ist bei einem solchen Entschluss das A und O.

Mietpreisbremse wirkt nur bedingt

Einmal pro Jahr veröffentlicht Berlin den neuen Mietspiegel. Hier wird deutlich, dass die Mietpreise weiterhin steigen. Jedoch passiert das nicht mehr so schnell wie in den Jahren zuvor. Trotzdem: Wer mit dem Jahreswechsel 100 Euro oder sogar höhere Summen als monatliche Miete zusätzlich stemmen muss, der gerät irgendwann an seine Grenzen. Der Hauskauf ist da sicher eine Alternative. Dazu braucht es jedoch ein gewisses Kapital. Durch die Mieterhöhungen bleibt den meisten Berlinern kaum noch etwas übrig, das sich ansparen ließe. Früher hieß es, mit spätestens 30 Jahren sollte man die Hausfinanzierung begonnen haben. Damit sei man im Alter abgesichert. Auch jetzt würden wir das so unterschreiben. Wer will schließlich mit 70+ immer noch Raten abstottern? 15% des Kaufpreises sind als Eigenkapital ein Muss, da zusätzlich Notarkosten und Gebühren anfallen. Außerdem muss man immer mit Mängeln rechnen. Ein neues Dach schlägt locker mit mehreren zehntausend Euro zu Buche, und auch ohne Heizung lebt es sich schlecht. Die besten Spielbanken in Deutschland können hier übrigens hilfreich sein. Wenn das Glück zuschlägt, hat man das Eigenkapital hier ganz schnell zusammen. Zumindest auf einen Versuch könnte man es ankommen lassen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Kaufen?

Eine pauschale Antwort lässt sich darauf nicht geben. Es gibt im Netz jedoch einige gute Rechenbeispiele und sogar Programme, in die sich die Eckdaten – darunter das monatliche Einkommen, die aktuellen Mietzahlungen und dergleichen – eintippen lassen. Hier wird anschließend eine klare Empfehlung ausgesprochen, was der Hauskauf in Berlin oder eben auch in anderen Städten maximal kosten sollte. Je mehr Eigenkapital verfügbar ist, desto leichter gestaltet sich die Finanzierung. Statistiken zufolge zahlt jeder Mieter in seinem Leben mindestens 1,5 Häuser ab. Bedenkt man die extremen Mieterhöhungen, könnte man sich nach dieser Rechnung sogar zwei Häuser gönnen – das nur als kleiner Denkanstoß.



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