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7. Fotomarathon Dresden

Mächtig viel Blitzlichtgewitter

22.04.2017

Eine Kamera, ein Thema und fünf Stunden Zeit, um zehn Fotos zu schießen. Das ist das Prinzip vom Fotomarathon Dresden, welcher am 29. April in die siebte Runde geht. Was zunächst erstmal recht einfach klingt, hat sich für so manchen Teilnehmer der letzten Jahre schon als mittelgroße Zerreißprobe herausgestellt. Aber von vorn …

 

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Am 29. April ziehen wieder hunderte Fotografiebegeisterte durch Dresden

"Seit 2010 findet der Fotomarathon in Dresden statt, damals noch unter einem anderen Namen", erklärt Frank Seltmann. Er ist einer der drei Vereinsgründer und zählt bis heute zu den sechs aktiven Mitgliedern im Fotomarathon Dresden e.V. Am 29. April wird es wieder darum gehen, innerhalb kürzester Zeit zehn Bilder einzufangen, die nicht nur dem übergeordneten Thema entsprechen, sondern auch das jeweilige Unter-Thema abbilden.

Der Clou liegt dabei im Detail, denn die Bilder müssen in der richtigen Reihenfolge geschossen und es darf kein Foto der Serie gelöscht werden. Was die Regeln angeht, verstehen Frank und sein Team keinen Spaß. "Wer Bilder löscht, fliegt raus. Ganz einfach. Wenn die Teilnehmer am Ende ihre Speicherkarten abgeben, können wir technisch nachvollziehen, ob es Löschlücken gibt."

Nicht zuletzt dadurch zählt der Fotomarathon Dresden zu einer Besonderheit seiner Art, denn bei vergleichbaren Veranstaltungen ist das Löschen vielerorts erlaubt. "Es ist Fluch und Segen zugleich", erklärt Frank schmunzelnd. "Denn wähle mal aus 200 geschossenen Fotos innerhalb von Minuten deine besten Schnappschüsse aus. Das ist nicht viel einfacher, als nur zehn Fotos machen zu dürfen." 

 

Durchschnittlich rund 200 Teilnehmer, mehr als 30 davon mit einer analogen Kamera, zählte die Veranstaltung in den letzten Jahren. Die Dunkelziffer dürfte aber weitaus höher sein, denn nicht wenige starten als Team. 

 

Kreativität schlägt technische Finesse

 

Wenn die fünf Stunden vorbei sind, zehn Bilder im Kasten und alle Teilnehmer erschöpft den Heimweg antreten, geht die Arbeit für den Verein weiter. Es gilt, jedes einzelne Bild zu bewerten und somit eine Vorauswahl zu treffen, "wobei jedes Bild wenigstens einen Punkt bekommt", meint Frank augenzwinkernd. Die besten 50 digitalen und 10 analogen Serien werden an eine mehrköpfige Jury zur Onlinebewertung weitergereicht. Die Profis aus der Medienwelt vergeben ihrerseits Punkte und entscheiden damit, wer welchen Platz ein- und welchen Preis mit nach Hause nimmt.

Wichtig sei vor allem der Spaß, erklärt Frank. "Man sieht es den Bildern an, ob jemand mit Freude bei der Sache war. Das überträgt sich viel mehr ins Bild als der Versuch, auf Zwang das Thema zu treffen."

Entscheidend ist außerdem die Realisierung: Welche kreative Idee steckt in dem Bild und wie wurde das Thema verarbeitet? Wie die technische Umsetzung gelungen ist, steht dabei eher etwas weiter hinten an. Somit ist es egal, ob das Motiv vielleicht etwas unscharf, verwackelt, leicht überbelichtet oder kurz: eben einfach nicht perfekt ist. Das macht den Fotomarathon zu einem Event für Hobbyfotografen jeden Alters. 

 

 

Bliebe noch zu klären, was das diesjährige Thema sein wird, doch da bleibt Frank unerbittlich schweigsam. Dieses Geheimnis werde erst am 29. April um 13 Uhr gelüftet. "Im letzten Jahr haben wir das Oberthema ein wenig angeteasert. Das hat bei vielen Teilnehmern für Irritation gesorgt, deswegen haben wir uns diesmal wieder dagegen entschieden." Also heißt es weiterhin abwarten und das letzte Aprilwochenende herbeisehnen.

 

Info: Für Kurzentschlossene gibt es am Veranstaltungstag auch noch die Möglichkeit der Nachmeldung. Kostenpunkt: 15€.



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