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7 Fragen an: Thomas Wolf

Der Gründer von MYU im Interview

28.06.2016
Autor: Marko Beger

MYU ist die Hilfe zur Selbsthilfe. In einer immer anonymer werdenden Welt sollen sich Nachbarn wieder näher kommen. MYU bietet die Möglichkeit sich bei den kleinen, alltäglichen Problem unter die Arme zu greifen.

 

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Thomas Wolf links im Bild

Geburtstag: 15.06.1979                                         

Geburtsort: Dresden                                                                        

Beruf: Geschäftsführer MYU Delivery Solutions GmbH 

Wohnort: Dresden                                                                           

Ausbildung: Ausbildung Diplom Medienwirt (FH) • Master of Business Administration                                       

Vorbild: Steve Jobs, Elon Musk & das Stehaufmännchen 

 

Wann und wo bist du auf die Idee zu MYU gekommen?

 

Die Ursprungsidee zu MYU ist schon relativ alt, sie hatte ca. 2007 den Arbeitstitel Ants (engl. Ameise) ließ sich aber damals nicht umsetzen. Im letzten Jahr brauchte ich dann 2kg Mehl für den Geburtstag meiner Jungs und Nachbarn haben für gewöhnlich nicht diese Mengen zu Hause.

Es wäre also sehr hilfreich, wenn man die Nachbarschaft digital um Hilfe bitten kann. Und letztlich ist es egal, ob man Hilfe beim Aufbau eines Schranks, beim Mähen des Rasens braucht oder einfach ein Werkzeug leihen möchte - also Dinge, die einem auch im Analogen nicht unbekannt sind. MYU lässt alles zu. Uber, AirBNB und andere Share Economy Größen haben letztlich den Markt fürs Teilen geöffnet und diese Bewusstsein im Digitalen geschaffen.

 

Wie lange hat es gedauert von der ersten Idee bis zur jetzt laufenden Test Phase? Und welche Hürden waren zu nehmen?

 

Als ich die Idee drei Freunden vorgestellt habe, ging es eigentlich im Juni 2015 direkt richtig los. Es war wirklich unglaublich zu sehen und zu spüren, was es heißt gemeinsam an einer Idee zu arbeiten. Wir waren voll motiviert. Da wir das Projekt alle neben unseren normalen Jobs aufgezogen haben, ging es natürlich nicht so schnell wie gedacht, dennoch sind wir seit April 2016 mit unserer iOS App im Store und arbeiten gerade intensiv an der Android- und Browserversion. 

 

Was glaubst du, warum brauchen die Leute so eine  APP wie MYU?

 

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MYU ist eine Plattform mit der wir Menschen helfen sich zu helfen. Wir wollen, dass Nachbarn sich wieder besser kennen und einander vertrauen.

Vor dem Hintergrund unserer alternden Gesellschaft und immer teurerer Pflege, glauben wir an die Nachbarschaftshilfe. Auch für Schüler und Studenten, die häufig unter Geldmangel leider, bietet MYU eine Möglichkeit ihr Taschengeld aufzubessern.

Aber auch das Thema Umweltschutz spielt eine Rolle, denn es muss doch nicht sein, dass drei meiner Nachbarn mit ihrem Auto zum Supermarkt um die Ecke fahren. Das kann man doch kombinieren. 

 

Wie funktioniert das Grundprinzip von MYU, was können die User alles machen?

 

Du hast etwas vergessen einzukaufen, kannst nicht weg oder möchtest dir nur etwas leihen? Nutze MYU und du wirst sehen, dass dir deine Nachbarschaft hilft. 

So einfach geht es: 

ICH BRAUCHE - Wunsch eintippen und über das „+“ der Liste hinzufügen.

BIS - Einfach Tag und Uhrzeit auswählen

AN DIESEN ORT - aktuellen Standort übernehmen oder selbst eingeben.

UND BIETE - „Kassenzettel plus Trinkgeld“, „Tausch gegen...“ oder „Festpreis“ auswählen und eintragen.

 

Jetzt bekommen alle Nutzer, deren Liefergebiet den angegebenen Ort einschließt, eine Push-Benachrichtigung oder sehen die Anfrage in der App. Nimmt ein Nutzer die Anfrage an, dann wird der andere informiert und die Anfrage verschwindet vom Bildschirm Dritter. 

 

Was hast du als erstes über MYU bestellt, und wie lief‘s? 

 

Wir haben schon eine Leiter zum Abschrauben von Lampen vermittelt und der Rasen auf einem 120qm großen Grundstück wurde gemäht. Das eigentliche Potential zeigte MYU als wir innerhalb von zwanzig Minuten einen Sixpack Bier vermitteln konnten. Das ist Social Delivery! 

 

Wieviel User hat MYU Mitte 2016 und wo siehst du euch Ende des Jahres? 

 

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Der große Schub an Nutzern wird kommen, wenn wir die Android-Version im Markt haben. Aber soviel sei gesagt, wir wachsen täglich und haben mittlerweile Registrierungen aus ganz Deutschland, vor allem in den Ballungsräumen. Und ehrlicherweise liegen wir jetzt schon über unseren Erwartungen für iOS. 

 

Wie siehst du die Dresdner APP-Entwickler Branche und StartUp Szene?  

 

Die StartUp Szene wächst und es gibt ja auch schon sehr vielversprechende Leuchttürme, wie Lovoo oder Couchfunk, die sehr gute Rankings in den Stores haben. Die Menschen sind da, das Know-how ist auch. Ich glaube aber, dass das häufig benötigte Kapital für ein rasches Wachstum in der Hauptstadt lockerer sitzt.



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