Anubis Teaser

Bericht: Tutanchamun in der Zeitenströmung

Im Bann des Pharao

10.12.2015

Mythos, Mumien und jede Menge Prunk – seit dem 1. Oktober läuft „Tutanchamun – Sein Grab und die Schätze“ in Dresden. Über die letzten Jahre verzeichnete die Wander-Ausstellung mehr als 6 Millionen Besucher. Die weltbekannte Totenmaske des jungen Pharao prangte sogar auf dem Titelblatt unserer November-Ausgabe. Grund genug, sich das Spektakel in der Zeitenströmung selbst einmal anzuschauen.            

 

Kanopenschrein
Kanopenschrein
An einem Sonntagnachmittag tauchen wir ein in die Geschichte des glorreichen Ägyptens. Was uns als erstes auffällt: Man hat Platz. Statt engem Gedränge kann man entspannt von Exponat zu Exponat schlendern und dem Audioguide lauschen. Das liegt daran, dass die Gäste nur im Halbstundentakt eingelassen werden. Vorher Tickets kaufen lohnt sich also!

 

Gloreiche Historie

 

Anubis
Der Totengott Anubis wacht über den Pharao
Zu Beginn erfahren wir alles über die Entdeckung des Grabs von Tutanchamun. Es dauerte 13 Jahre, bis der Archäologe Howard Carter 1922 die unter tonnenweiße Sand und Geröll versteckte Totenkammer fand. Weiter geht‘s mit den Schätzen. Das Besondere an der letzten Ruhestätte des Pharao ist, dass sie fast vollständig erhalten war, als Carter sie tausende Jahre nach ihrer Erbauung im Wüstensand ausbuddelte. Akribisch dokumentierte er jedes noch so kleine Fundstück und dessen Position im Grab.

 

Alles dabei für den Umzug ins Totenreich

 

Vorkammer
Blick in die Vorkammer

Für die Ausstellung wurden die einzelnen Kammern mit all ihren Schätzen bis ins kleinste Detail nachgebildet. Besonders imposant ist dabei die Grabkammer. Die Mumie war in drei Sarkophage gehüllt und von vier riesigen ineinander geschachtelten Schreinen umgeben. Das Prinzip erinnert an eine russische Matroschka – nur mit viel mehr Gold. In den Schatzkammern lagerte alles, was der ägyptische König im Jenseits baucht. Von bequemen Stühlen, Kleidung und Waffen über Schreibwaren und Kosmetikartikeln bis hin zu einer ganzen Armee an Dienern in Miniaturform - insgesamt mehr als 1.000 Exponate! Unser Highlight ist die goldene Totenmaske mit den durchdringenden Augen. Hinter ihr verbirgt sich das Rätsel des Tutanchamun. So erzählt die Ausstellung auch die Geschichte des jungen Pharao, der schon mit 18 Jahren sein Leben verlor. War es eine Krankheit, ein Unfall oder doch Mord? Nach zwei Stunden haben wir unsere ganz eigene Meinung dazu und verlassen die Welt der Pharaonen wieder.

 

Infos: Dienstag bis Sonntag von 10-18 Uhr, Tickets 17€ (Dienstagsspezial: 12€), Ermäßigt 14€, Kinder 9,00€ – www.tut-ausstellung.com

 



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