Adventure Room Dresden

Adventure Room am Albertplatz

Den Countdown im Nacken

19.11.2015
Autor: urbanite 

Der Sauerstoff wird langsam knapp, unerbittlich tickt die Uhr. Nur noch wenige Minuten, um das letzte Rätsel zu lösen, das den Weg in die Freiheit versperrt. Um Euch in den Dresdner „Adventure Rooms“ aus einem verschlossenen Raum zu rätseln, habt ihr nur eine Stunde Zeit. Wichtigstes Handwerkszeug: Logik, Einfallsreichtum und Teamwork.

 

Adventure Room Dresden
Ganz oben im Nudelturm befindet sich das Adventure Room
Fast ein bisschen gruselig klingt sie, die Geschichte, wie Christoph Eske an seinen neuen Job gekommen ist: „Ich war in Budapest, um einen Freund zu besuchen und saß mit ihm in einem Pub, als sich ein Typ mit zu uns an den Tisch setzte und fragte, ob wir uns mit ihm einsperren lassen wollen“. Was anmutet wie eine Szene aus dem Horrorstreifen „Hostel“, war stattdessen der Beginn einer ganz anderen, buchstäblich abenteuerlichen Geschichte.

 

Eine Idee wird geboren

 

Der Mann am Tisch entpuppte sich als Gabriel Palacios, Erfinder und Firmeneigner der „Adventure Rooms“. Ein verschlossener Raum, eine

Adventure Room Dresden
Der Schlüssel zur Freiheit?
Vielzahl rätselhafter Gegenstände und ein unerbittlicher Countdown – 60 Minuten Zeit bleiben Euch als Spieler, um zu zweit oder im Team dieser misslichen Lage zu entkommen. Christoph Eske ließ sich einsperren und wusste sofort: „Das will ich auch machen!“ Der Dresdner sagte seinem damaligen Wohnsitz Wien Adé und kehrte zurück in die Heimat. Im Gepäck: Ein Koffer voller Ideen, Lust auf Neues und die Franchise-Rechte für die Adventure Rooms in Ostdeutschland. Innerhalb weniger Wochen war mit den ehemaligen Räumen der WQ-Bar im Nudelturm die ideale Location gefunden und schon im April dieses Jahres konnten die Spiele beginnen.

 

Lasst die Spiele beginnen!

 

Adventure Room Dresden
Der Weg nach draußen ist nicht leicht
Aktuell sind das Schweizer Original sowie ein Raum mit DDR-Thema und Namen „Freundschaft“ buchbar, das Labor des verrückten „Professor Booster“ ist noch im Bau und wird in Kürze eröffnet. Zu gern würden wir einen Blick hinein werfen, das jedoch ist streng verboten. „Das wäre auch fatal“, verrät Eske, der sichtlich Spaß daran hat, bloß nicht zu viel zu verraten. „Je weniger man weiß, desto mehr hat man davon, wenn man selbst einmal mitspielen möchte“. Den Raum, das „Schweizer Original“, gibt es so oder so ähnlich inzwischen 14 Mal in Europa. „Der Erfinder Gabriel Palacios ist eigentlich Lehrer. Auf die Idee kam er, weil er seinen Schülern die Physik näher bringen wollte. Dazu hat er einen Kellerraum mit verschiedenen Rätseln ausstaffiert und seine Schüler darin ausgesetzt“, erzählt Eske.

 

Der Schlüssel zum Erfolg

 

Adventure Room Dresden
Nur wenn du alle Rätsel lösen kannst, kommst du weiter.
Physikkenntnisse sind jedoch nicht nötig, um sich den Weg zurück in die Freiheit zu erspielen. Der buchstäbliche Schlüssel sind Logik und Teamwork, allein ist ein Raum so gut wie nicht zu schaffen. „Man profitiert quasi von dem Wissen und den Ideen, die jeder Einzelne in die Gemeinschaft einbringt“, sagt der 28-Jährige und verrät: „Übrigens ist es gar nicht immer so schlau, einen Raum nur mit guten Freunden zu spielen. Gerade bei Schulklassen oder Pärchen würfeln wir gerne mal wild durch. Am Ende ist das Staunen dann immer groß, welche verborgenen Talente in Personen stecken, von denen man es am wenigsten vermutet hätte“. Und auch sonst macht die Konstellation viel aus: „Wenn zu zweit gespielt wird, machen die Spieler fast ausnahmslos alles zusammen. Das ist nicht immer klug. Sechser-Teams hingegen neigen dazu, vieles doppelt zu machen“. Woher er all das weiß? Jede Gruppe wird „aus Sicherheitsgründen und zu unserer eigenen Bespaßung“ vom Spielleiter während der gesamten Spielzeit via Monitor und Headset überwacht.

 

Nicht leicht zu knacken

 

Adventure Room Dresden
Nervenkitzel der auch verschenkt werden kann

Nur 30% schaffen es innerhalb der sechzig Minuten von selbst aus dem Raum. „Die Quote wird allerdings durch den Professor-Raum sehr nach unten gedrückt. Der ist wirklich irrsinnig schwer“. Die Räume baut er allesamt selbst, bedient sich aus einem Pool von Rätseln und kreiert eigene Themenwelten. Das Konzept ist erfolgreich, demnächst will er auch in Leipzig mit den Adventure Rooms durchstarten. Nahezu identisch wird aber nur das „Schweizer Original“ dort vorzufinden sein, verrät Eske. „Ich hab viel zu viel Bock, mir neue Räume auszudenken und zu bauen“. Das merkt man. 70% aller Gäste schaffen die Räume nicht. Trotz der Quälerei und geringen Erfolgsaussichten: Die Adventure Rooms machen einfach jede Menge Spaß! 

 

Infos: www.adventurerooms-dresden.de

 



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