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In den Topf geschaut: Achterbahnrestaurant Schwerelos

Wenn die Fritten einen Looping machen

28.03.2017

Hand aufs Herz, wie oft seid ihr schon einmal im Kugelhaus am Wiener Platz gewesen? Und zwar mit voller Absicht und nicht nur aus Versehen mal hinein verirrt? Dann wird es höchste Zeit, denn in der dritten Etage heißt euch das Achterbahnrestaurant Schwerelos willkommen. Essen gehen wird hier zum Erlebnis.

Möglichst schick soll das Schnitzel im Topf daherkommen
Möglichst schick soll das Schnitzel im Topf daherkommen


„Ja, Laufkundschaft haben wir hier tatsächlich wenig“, sagt Geschäftsführer Christian Steinbach schmunzelnd. Jeder Besucher, und das seien bis zu 700 am Tag, „hat sich bewusst auf den Weg zu uns gemacht.“ Augenblicklich sind damit vor allem Familien gemeint, meist sind auch Oma und Opa mit dabei. Auch Kindergeburtstage werden häufig unter der gläsernen Kuppel gefeiert. 

 

Nachvollziehbar, denn im Schwerelos wird Essen zum unterhaltsamen Event. Die Speisen werden hier nämlich nicht vom Kellner serviert. Viel zu langweilig. Stattdessen übernehmen hunderte Meter Edelstahlschienen, auf denen kleine Töpfe mit den Bestellungen entlanggleiten, die Bedienung. 

 

Das Ende der Mensch-Mensch Interaktion

 

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An der Startrampe in der Küche startet die wilde Fahrt
Den höchsten Punkt im Restaurant bildet die Verteilstation, ein Mitarbeiter nimmt die aus der Küche entsandten Speisen und Getränke entgegen und verteilt sie auf ihre jeweilige Bestimmungsschiene. Die kurvenreichen Abfahrten werden an einer Stelle sogar durch einen Looping unterbrochen! Auch für die Bestellung kommt kein Kellner vorbei. Die Order wird über eine Tabletsoftware direkt am Tisch aufgegeben. Nimmt der futuristische Charakter das Ende der Mensch-Mensch-Interaktion im Restaurant vorweg? „So ist das nicht“, versichert Steinbach. „Die Gäste werden vom Service begrüßt, an den Tisch gebracht, ihnen wird das Konzept und die Bestellsoftware erklärt. Außerdem wird sich regelmäßig erkundigt, ob bei den Gästen alles in Ordnung ist. Das einzige, was nicht passiert, ist dass das Essen vom Kellner zum Gast getragen wird“, so der gebürtige Hamburger, der auch in der Hansestadt ein Schwerelos Restaurant betreut. Eigentlich hatte er überhaupt nicht vorgehabt, Schwerelos auch nach Dresden zu bringen. „Vor dem ersten Besichtigungstermin war ich noch nie in Dresden, wollte mir den Raum deshalb aus Höflichkeit ansehen und dann absagen“, lacht er. „Aber die Kuppel des Kugelhauses hat mich sofort begeistert.“ Tatsächlich ist die Position direkt unterm Dach ideal für das Weltraum-Konzept. 

 

Geschmacklich hui, optisch na ja schon okay

 

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Geschäftsführer Christian Steinbach
Ein Highlight fürs Auge ist der halbautomatische Bringdienst im Schwerelos sicherlich und deswegen nicht nur für die jüngsten Altersklassen spannend zu beobachten. Und auch wenn der Fokus klar auf dem Entertainment liegt, hat die Küche mehr zu bieten als Astronauten-Nahrung. Da die Präsentation der Speisen durch die Topfverpackung recht eingeschränkt ist und die Optik somit ein wenig leidet, wird doppelt so viel Wert auf die Qualität der Speisen gelegt. Alles wird frisch zubereitet, Dips und Soßen werden selbst hergestellt. Eine besondere Empfehlung aus der Küche ist das Curry-Hähnchenragout, denn mit Banane, Mango, Apfel und Kürbis ist es geschmacklich fernab von einem Standard-Curry und natürlich haben wir dem Koch auch eine kleine Anleitung aus den Rippen geleiert haben: 

 

Wichtig bei der Zubereitung ist vor alem, dass Mango- und Kürbiswürfel separat angeschwitzt werden, damit sie noch etwas Flüssigkeit abgeben, die nicht unnötig das Ragout verdünnt. Wenn ihr die Bananen- und Apfelstücke angeschwitzt und zusammen mit Zitronengras und etwas Limettensaft bzw. -abrieb in einem Topf vermengt habt, seid beim hinzugeben von Sahne und Kokosmilch sparsam, schließlich soll es ja Ragout und keine Suppe werden. Dann können sich auch Mango und Kürbis in den Currytopf gesellen. Beim Würzen mit Kurkuma dürft ihr euch hingegen richtig austoben. Je nach Schärfelust die entsprechende Menge Thai-Currypaste noch hinzugeben und dann bleibt nur noch, das Hähnchen anzubraten. Kinderspiel.    

 



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