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Die Mitsingzentrale in der Scheune

Betreutes Singen in der Scheune

06.04.2018

Ihr singt gerne (laut), ob mit Freunden oder unter der Dusche? Dann seid ihr in der „Mitsingzentrale” genau richtig. Das Publikum ist mehr oder weniger musikalisch talentiert und, genau wie die vertretenen Genres, bunt gemischt. Wir verraten schon mal vornweg: Muss man selbst erlebt haben!

 

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Lasst die Hemmungen fallen!

Michael Jackson ist unsingbar.” Mit dieser Aussage eröffnet Demian Kappenstein, Dresdner Musiker und Moderator der „Mitsingzentrale”, mit einem Augenzwinkern die ersten Runde zum „Betreuten Singen” im Jahr 2018. Die Veranstaltungsreihe, welche Kappenstein gemeinsam mit seinem Kollegen Reentko Dirks ins Leben rief, läuft jetzt im zweiten Jahr. Lautstark protestierend nimmt das Publikum, unter das ich mich nach einem kurzen Vorgespräch mit den beiden Künstlern mische, die Herausforderung Demians an. Die Stimmung ist hervorragend und der große Saal der Scheune bis auf den letzten Platz besetzt. Es gelten lediglich zwei Regeln: „1. Es gibt keine schlechten Vorschläge” und „2. Beeilt euch”. Das heißt nicht, dass wir durch die Songs rasen, jedoch schnellstmöglich unsere Hemmungen fallen lassen sollen. Schließlich geht es hier in erster Linie um den Spaß an der Sache und das therapeutische Gefühl – welches sich ganz selbstverständlich beim gemeinsamen Singen einstellt, erklärt mir Demian.

 

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Von „Beat it” zu „Hau ab, hau ab, HAUUUUU AAAAB!!!”

Schnell merke ich: Hier muss niemand etwas beweisen oder perfekte Melodien trällern. Während alle Besucher um das knackende Elektro-Lagerfeuer vor der Bühne sitzen, kommt schnell ein Gemeinschaftsgefühl auf. Wir starten also mit dem King of Pop, finden uns nach ersten Startschwierigkeiten bei „Beat it” schnell in den Song und selbst als der Text spontan von Englisch auf Deutsch switcht, lassen wir uns nicht aus der Ruhe bringen. Zwei Jackson-Hits später gestehen wir uns jedoch ein, dass einige Songs durchaus ihre Tücken haben. Daher widmen wir uns den Backstreet Boys, Joachim Witts Goldenem Reiter und den Puhdys, mit denen die erste Runde „Wunschball” eröffnet wird. Ein bunter Wasserball geht dabei durch die Menge und die Person, bei dem der Ball nach Musikende landet, darf – nein, muss – sich einen Song wünschen. In der Pause, die wir nach ungefähr einer Stunde machen, dürfen übrigens alle ihre Musikwünsche abgeben.

Spontane Mischung

Ich wünsche mir „Zombie” von den Cranberries sowie „Hallelujah” von Leonard Cohen und tatsächlich fischt Demian ausgerechnet meinen Zettel aus dem Haufen. Wie so oft an diesem Abend, kommt es jedoch ganz anders. Um beide Songs spielen zu können, schlägt Reentko nämlich vor, Cohens Text auf die Melodie von „Zombie“ zu singen. Ich bin, im Gegensatz zum Rest des Publikums, schockiert: Wie soll das denn klingen? Nach den ersten Zeilen stelle ich jedoch fest, dass es wirklich funktioniert und dazu auch noch wahnsinnig unter-
haltsam ist. Schließlich spielt Reentko doch noch ein paar Zeilen „Hallelujah. Diese Spontaneität ist es, welche die „Mitsingzentrale” von anderen Singekreisen unterscheidet, denn bis auf zwei Medleys – einmal mit One-Hit-Wondern, einmal mit Deutschrap von den Fantas und Deichkind – haben die beiden nichts vorbereitet. „Wir haben keine Ahnung, was heute passiert” verrieten sie vor der Veranstaltung. 
Nach gut zwei Stunden und zweimaliger Zugabe verlasse ich etwas heiser, aber glücklich den Raum und weiß: Ich komme wieder. Wenn ihr Lust bekommen habt, solltet ihr euch schnell Tickets sichern, da die Hälfte der Gäste Stammpublikum ist. Ein Kontingent an Freikarten geht außerdem seit Dezember an das Kinderheim und die Obdachlosenhilfe Dresden. Mit dieser Partnerschaft wollen die beiden Künstler noch mehr Menschen anzusprechen. „Oft sind diese wegen ihrer Lage nicht Teil der Gesellschaft. Das soll sich ändern”, betont Demian die Wichtigkeit der Zusammenarbeit.

 

NÄCHSTER TERMIN: 16.4., 20 Uhr | VVK 12 / 7 € | scheune



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