Dritter Gang für "Streetfood in der Markthalle

Dritter Gang für "Streetfood in der Markthalle"

Essen ist fertig!

19.07.2016

Rund 30 Aussteller, darunter Restaurantbesitzer, Cateringunternehmen oder auch Hobbyköche präsentierten am vergangenen Samstag nicht nur zahlreiche Leckereien aus aller Welt. Bei “Streetfood in der (Neustädter) Markthalle” erzählten sie auch ihre ganz individuellen Geschichten.

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Kostproben der schmackhaften Crêpes vom Restaurant Hierschönessen im Außenbereich.

So war beispielsweise das Stullenbüro aus der Neustadt mit dreierlei Stullenvariationen vor Ort, deren Inhaberin Luisa Dlugay im vergangenen Jahr mit dem Gründerpreis 2015 ausgezeichnet worden war. Außerdem stellte sich das Team von Sprout mit seiner Idee vom gesunden Fast-Food und neuem Lieferservice-Angebot vor.

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Sprouts präsentierten eine kleine Auswahl aus dem Sortiment und ihren neuen Lieferservice

Generell wurden alle Gerichte vor Ort frisch zubereitet. Da die "Küchen" offen waren, konnte man dabei sogar zusehen. Bei der riesigen Auswahl fiel es schwer zwischen all den leckeren Angeboten zu wählen. Wir haben uns zunächst für die vegetarischen Pupusa (Tortilla mit eingebackener Füllung) mit Bohnenmus entschieden. Das - uns unbekannte - Nationalgericht aus Mittelamerika (El Salvador) wurde mit und ohne Fleischfüllung vom Restaurant Lingner zubereitet und schmeckte vorzüglich. Dann gab es noch leckere Empanadas mit unterschiedlichen Füllungen von Doña Empanada, einem Familien Start-up, welches Non-Profit arbeitet. Pupusa und Empanada gab es übrigens frisch auf die Faust.
 

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Heiße Pupusas vom Restaurant Lingner.

Im Hauptgang entschieden wir uns für zartes Pulled Beef mit Krautsalat im Fladenbrot und saftige Kartoffelwaffeln mit selbstgemachtem, bunten Kräuterquark aus der Showküche von Onkel Franz und Restaurant Daniel. Eine Kartoffelwaffel hatten wir bis dato auch noch nie gegessen und waren positiv überrascht. Sicher lässt sich das mit dem heimischen Waffeleisen nachmachen.

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Schmackhafte Kartoffelwaffeln mit buntem Kräuterquark und Gurke.
Auch das Pulled Beef überzeugte auf Anhieb. An den leckeren Buns von Kombinat Delikat konnten wir natürlich auch nicht vorbeigehen. Auch Pastrami wurde für schmackhaft und sättigend befunden.
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Pulled Beef mit Coleslaw im Fladenbrot aus der Dresdner Neustadt.
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Pastrami von Kombinat Delikat mit Rohfleisch von sächsischen Händlern, die die Tiere aus regionaler Zucht beziehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eher selten auf der Straße gesehen, aber dennoch bekannt waren uns die japanische Onigiri. Die Reisdreiecke wurden frisch vor Ort zubereitet und waren mit Fisch, Fleisch, vegetarisch oder vegan bestückt. Wir waren experimentirfreudig und haben uns für salzige Pflaumenfüllung entschieden - interessante Kombi, bei der die Meinungen jedoch vermutlich auseinandergehen.

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Onigiri - Japanische Reisdreiecke mit unterschiedlicher Füllung.
Dann vielleicht doch lieber eine richtig süße Nachspeise: Baumstriezel ganz klassisch mit Zucker und Zimt aus der Baumstriezelmanufaktur. Keine leichte Entscheidung neben all den anderen Versuchungen, wie den Kuchen im Glas von tanteleuk. Im Außenbereich am Ein- und Ausgang ließen wir uns noch ein Dresdner paupau-Eis Sorte Mango schmecken.
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Direkt zum vernaschen: Kleine Kuchen im Glas von tanteleuk.
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pau pau - Das Eis mit den ausgefallenen Sorten aus Dresden.

 

 

 

Von afrikanisch, über französische Baguette und Crêpes, bis hin zu asiatischen Leckerein und süßen Sünden war für jeden etwas dabei. Bei dieser enormen Auswahl kann man natürlich nicht alles probieren. Es empfiehlt sich daher niemals allein auf einen solchen Foodmarked zu gehen, sondern immer Freunde oder Familie mitzuschleppen. So kann man teilen und mehr als nur ein oder zwei Sachen probieren. Alle teilnehmenden Händler und Unternehmen findet ihr auch nochmal auf Facebook.

 

 

 

 

Genuss für Leib und Seele brachten frische Zutaten, die die lokalen Essenszubereiter für ihre Gaumenfreuden verwendeten. Diese mussten mindestens drei der folgenden Kriterien erfüllen: saisonal, regional (aus einem Umkreis von max. 100km) und/oder fair gehandelt, vegan oder vegetarisch, bio-zertifiziertes oder zumindest nicht-zertifiziertes Bio-Produkt (ein Zertifikat ist sehr teuer), das Unternehmen muss nachhaltig wirtschaften und Fleisch und Fisch musste aus artgerechter Haltung bzw. nachhaltigem Fang stammen.

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Geballte Informationen zum Thema Nachhaltigkeit.

Das vom ehrenamtlichen Team des Sukuma Arts e.V. organisierte “Fest des guten Geschmacks” fand bereits zum dritten Mal statt. “Sinnvolles tun und sich daran erfreuen”, lautete die Devise des Konzepts hinter dem Streetfood-Markt, bei dem Nachhaltigkeit groß geschrieben wurde. Neben guten Essen stand dieses Thema am Samstag im Mittelpunkt. Daher waren ausschließlich lokale Unternehmen und Start-Ups mit ressourchenschonender und umweltverträglicher Wirtschaftsweise vertreten. Erstmals gab es diesmal übrigens eine Kooperation mit der Bar der Korrekten, einem Zusammenschluss aus LemonAid+Charitea, Quartiermeister, Viva Con Agua, Kolle Mate & Zotrine und Premium-Cola. Ihr Ziel ist es Schluck für Schluck die Welt zu verändern. Außerdem dabei und getestet: Lipz-Schorle.

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Lipz- Rhabarberschorle aus Sachsen und weitere Erfrischungen der Bar der Korrekten.

Neben Infotafeln zum Thema Nachhaltigkeit&Co. informierten Initiativen wie beispielsweise Slow Food Deutschland e.V. über das Thema und verschiedene Alternative wie Food Assembly: Frische Produkte, die direkt online beim Bauern um die Ecke bestellt und abholt werden können. Nachhaltigkeit fragt jedoch nicht nur nach der Herkunft der Produkte, sondern auch danach wohin anfallende Abfallprodukte anschließend hinkommen. Pro Kopf fallen im Jahr ca. 106 Tonnen Hausmüll an. So stellten auch bei den vergangenen Foodmärkten die Mengen an Müll und falsche Entsorgung ein großes Problem dar. Daher versuchten die Händler mit Essen auf die Hand (nur Papierserviette), Trinkhalmen aus Stroh und essbarem bzw. abwaschbarem Geschirr eine zu große Müllproduktion zu vermeiden. Mehrere ausführlich beschriftete Müllstationen forderten jeden Gast zu korrekter Mülltrennung auf.

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Hier kann man nun wirklich nichts mehr falsch machen.

Auch waren alle Besucher am Samstag dazu aufgefordert eigenes Geschirr mitzubringen, wofür sie bei dem ein oder anderen Stand mit ein paar Prozenten Rabatt belohnt wurden. Das kam bei den Besuchern gut an. “Beim nächsten Markt wollen wir die Mülltrennstationen ausbauen und auch die HändlerInnen ermutigen, noch mehr Mehrweggeschirr zu verwenden bzw. Essen anzubieten, das gar kein Geschirr benötigt”, erklärt Nathalie Harms von Sukuma Arts im Nachhinein.

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Oder man verwendet essbares Geschirr, wie die Leckerey bei ihrer Superfood-NICE-Cream.


Neben kulinarischen Highlights gab es außerdem Musik von Tom'on'Guitar, AnnieWhere, Tini Bot Music, Johnethen Fuchs, Anna-Lucia Rupp und phillson auf die Ohren. Für die kleinsten Besucher wurde eine Kinder- und Bastelecke zum Toben und Krabbeln eingerichtet. Beide Angebote sollen auch beim nächsten Mal weiter ausgebaut werden. Wer “Streetfood in der Markthalle” am vergangenen Wochenende verpasst hat, kann sich schon auf die vierte Ausgabe am 16. September freuen und den Termin im Kalender vermerken.

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Schlemmen mit musikalischer Begleitung: Tini Bot verzaubert nur mit Akustik-Gitarre.



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