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Ein Frei_Raum für alle

Stiftung friedliche Revolution schafft ein Dialogforum auf dem Theaterplatz

27.08.2016

Den Aufmerksamen wird nicht entgangen sein, dass in den letzten Tagen auf dem Theaterplatz eifrig gewerkelt wurde. Im Ergebnis steht nun ein großer Veranstaltungspavillon, der in einem Innen- wie auch einem Außenbereich bespielt werden kann. Dieser sogenannte Frei_Raum ist das Werk der Stiftung friedliche Revolution aus Leipzig. Unter dem Motto „Brücken bauen für Dialog und Demokratie“ könnt ihr bis zum 3. Oktober täglich Kino, Kunst, Kultur und auch Politik erleben. Das alles zum unschlagbaren Kostenlos-Preis.

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Frei_Raum auf dem Theaterplatz
Die friedliche Revolution 1989/90 und der Mauerfall sind historische Ereignisse, die im Geschichtsunterricht der jüngeren Generationen fest eingetaktet sind. Dabei läuft die DDR-Historie Gefahr für jene, die nicht dabei waren zu trockenem Geschichtsstoff zu verkommen. Die Stiftung friedliche Revolution möchte mit ihrem Wirken verhindern, dass die DDR-Geschichte reif fürs Museum wird und sie stattdessen lebendig werden lassen.

 

Dazu hat die Stiftung jenen Veranstaltungspavillon auf dem Theaterplatz als Format gewählt. In lockerer Form und zwangloser Atmosphäre soll der Zugang zu politischer Kommunikation und gesellschaftlichen Debatten erleichtert und die Menschen zu einem Dialog angestoßen werden. „Alles ohne jemanden zu belehren“, versichert der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Prof. Dr. Rainer Vor. „Wir möchten einen regen Austausch erreichen, informieren und im weitesten Sinne auch politisch bilden.“ Motivieren zur Mitbestimmung lautet das Credo. Dabei werden historische Ereignisse mit aktuellen Themen verknüpft und aktuelle Herausforderungen mit einem Blick zurück in die Vergangenheit betrachtet.  

Die Veranstaltungsreihe fand mit unterschiedlichen Schwerpunkten, aber immer dem Bezug zur DDR schon in den Jahren 2014 und 2015 in Leipzig statt. die positiven Erfahrungen und die günstige Gelegenheit, dass die Feierlichkeiten zum 3. Oktober in diesem Jahr eben in der Landeshauptstadt stattfinden, führten zum Umzug des Formats nach Dresden.

 

Ein Programm für jeden

Beim diesjährigen Frei_Raum-Programm wurde vor allem auf vielfältige Inhalte Wert gelegt. „Dadurch wirkt das Programm auf den ersten Blick vielleicht etwas durcheinander“, so Gesine Oltmann, ebenfalls Vorständin der Stiftung friedliche Revolution. „Aber wir wollen auch alle Generationen ansprechen.“ Politische Bildung sei längst kein Thema mehr, welches nur für Jugendliche relevant ist, sondern auch durchaus höhere Altersklassen betrifft. Für alle Veranstaltungen hat sich die Stiftung starke Dresdner Partner mit ins Boot geholt und wird unter anderem auch durch die Kampagne "so geht sächsisch" untersützt.

 

Aber was erwartet euch konkret? Täglich ab 14 Uhr finden Filmvorführungen statt. Von Spielfilmen über Dokumentation und Infoprogrammen ist alles dabei. Sogar einst verbotene DEFA-Filme könnt ihr euch anschauen. Ab 19 Uhr wird das Programm um Podiumsdiskussionen, Lesungen und sogar Poetry Slams, Konzerte und Cooking Action erweitert. Vormittags gibt es auch Module, die eigens für Schulklassen entwickelt wurden. Und auch für all jene, die nur mal gucken wollen, ist was dabei: Die Ausstellung „Where the children sleep“ vom schwedischen Pressefotografen Magnus Wennman umrahmt buchstäblich die Veranstaltungsfläche.

 

Auch wenn er vor allem aufgrund seiner zentralen Lage und der Nähe zu den Feierlichkeiten am 3. Oktober als Standort auserkoren wurden, ist der Theaterplatz für Christianne Mennicke-Schwarz vom Kunsthaus Dresden der ideale Veranstaltungsort für den gesellschaftspolitischen Dialog. „In den letzten anderthalb Jahren ist so viel am und um den Theaterplatz passiert, dass man die Gelegenheit wahrnehmen muss, darüber zu reden.“ Dabei gehe es stets um den Dialog und die konstruktive Debatte. Schließlich sei die Gesellschaft im Fluss und Veränderungen gehören besprochen.

 

 



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