Artikelbild für Eine Liebeserklärung an Dresden

Eine Liebeserklärung an Dresden

Autorenvorstellung

20.03.2017
Autor: Kaddi Cutz

Artikelbild für Eine Liebeserklärung an Dresden
Mario Sempf
Von Skandinavien direkt in die Zeitung

Schon in jungen Jahren hatten es Mario Sempf die unwirklichsten Orte der Welt angetan und so wandelte er nicht nur literarisch auf den Spuren von Amundsen, Nansen, Shackleton und Knut Rasmussen. Auch seine eigenen Bike- und Fußtouren führten ihn in den nächsten Jahren in Richtung Skandinavien – hauptsache kalt, hart und grausam – wo er dann allabendlich in irgendeiner notdürftigen Unterkunft mit klammen Fingern seine Reisetagebücher füllte. „Bei all den verfassten Berichten war mir immer der Bezug zu Kultur, Geschichte und den Menschen wichtig. Im Norden landet man ganz schnell bei Trollen, geheimnisvollen Druiden, mordlustigen Wikingern, kurzum: bei kraftstrotzenden Mythen. Eine Fundgrube für jeden Geschichtensammler! "Von unrasierten Elchjägern wurde ich morgens am Zelt überrascht oder von riesigen Rentieren durchs grönländische Polargestrüpp gejagt. Da gingen die Geschichten ganz leicht von der Hand! Manchmal wollten Zeitungen sogar diese Berichte haben, da grinste ich dann wochenlang“, gerät der Autor ins Schwärmen. Finanziert hat er sich diese Reisen durch seine langjährige Arbeit für verschiedene Jugendverbände, hier erlernte er das Klettern, Paddeln und versuchte sich im Gleitschirmfliegen. Irgendwann kam er auf die Idee, Seifenkisten in Form von Wikingerschiffen zu bauen und mittelalterliche Schleudern, Seilereien und Armbrüste nachzubilden und schloss sich dem Verband der experimentellen Archäologen an, einer Gruppe abenteuerdurstiger Menschen, die die damalige Lebensweise rekonstruieren. 
 

Mit Hängen und Würgen

Die Leidenschaft für das Thema Strafgerichtsbarkeit war geboren, als er mit seinem Bruder Maik 2012 ins acht Meter tiefe und stockfinstere Verlies der Burg Lauenstein hinabstieg, um einen historischen Fall aus dem Mittelalter zu rekonstruieren; versehen mit Strohballen und einem Würfelbecher gegen die Langeweile. Aus dem „Angstloch“ gab es für niemanden ein Entrinnen – zumindest nicht lebendig. Mario Sempf gelang das natürlich und fortan wälzte er Chroniken, stapfte auf der Suche nach alten Galgenfundamenten durch unwegsames Unterholz und veröffentlichte die zwei Geschichtenbände „Dresden zum Gruseln“ im Alwis-Verlag, über 100 Anekdoten über Dresdens düstere Vergangenheit mit Raubgesindel und Hexen, die auf Scheiterhaufen im Feuer loderten. Seinen Hunger nach unfassbaren, eindringlichen Geschichten ist jedoch noch lange nicht gestillt, weshalb Anfang März „Mit Hängen und Würgen“ im Dresdner Buchverlag erscheint und düstere Einblicke in das grausige Tun eines Scharfrichters im Dresdner Mittelalter gewährt. 
„Ich denke, ich habe ein vollkommen neues Kapitel in der langen aufregenden Historie Dresdens aufgeschlagen, eines, das bislang niemand so richtig auf der Rechnung hatte. Und auch wenn es etwas düster daher kommt, so ist es doch meine eigenwillige Liebeserklärung an eine phantastische Stadt!“
 
Mehr Infos bekommt Ihr unter: www.vom-haengen-und-wuergen.blogspot.de


Diese Artikel könnten Dir gefallen:


Kommentare
› Schreibe einen Kommentar
    • Bisher keine Kommentare.
  • Bitte registriere dich bei uns oder log dich ein um Kommentare zu schreiben oder Bewertungen abzugeben.

Teilen auf

auf:

Urbanite verwendet Cookies

Um die Webseite optimal gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Hier geht’s zu unseren Datenschutzerklärungen.

Ich stimme der Verwendung von Cookies zu