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Sechzig Minuten im Superfly

Von luftigen Höhen und weichen Fällen

06.09.2017

Seit August hat Dresdens erster Trampolinpark geöffnet. Bis zu 100 Besucher können hier zeitgleich abheben. Aber können die schnittigen Werbevideos mit der Realität mithalten? Wir haben es ausprobiert.

 

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Die Moral vorweg: Manche Regionen des menschlichen Körpers – nehmen wir exemplarisch das Gesicht – reagieren empfindlich auf Kontakt mit anderen – zum Beispiel einem Knie. Und wenn wir einen bedeutenden, pädagogischen Rat für euch haben, dann diesen: Probiert keine Kunststücke, die ihr nur so lala beherrscht. Gelingt es nämlich nicht, tut das weh. Und blutet. Manchmal. Glücklicherweise haben sich die übrigen urbanite-Tester das Safety-Video bis zu Ende angesehen und konnten das Superfly sachgerecht auf Spaßgehalt überprüfen.  

 

Bereits vom Eingangsbereich aus lässt sich ein Teil der 2.500m² großen Fläche einsehen. Das macht Bock aufs Loslegen. Schnell noch die Antirutsch-Socken übergeworfen und schon sind wir bereit:

Wir starten erst einmal gemächlich auf dem Main-Court, der aus mehreren zusammenhängenden Trampolinen besteht, während einige auch im steiler werdenden Winkel ein Stück die Wand hinaufführen. Hier kann sich erst einmal freudig warm gehüpft und Mut für die nächsten Herausforderungen getankt werden.   

 

Obwohl uns bereits nach wenigen Minuten vermeintlich simpler Hüpferei spürbar die Puste ausgeht, holen wir noch einmal tief Luft und widmen uns dem Basketball-Court, Zeit mal einen ordentlichen Dunk hinzulegen, der Michael Jordan alle Ehre macht. Wie schwer kann das auf federndem Grund schon sein? Doch leider reicht auch unser größtes Längenmaß mit 1,83m nicht aus, um den Ring zu erreichen. Schade.

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Dann versuchen wir uns eben paarweise auf dem Schwebebalken. Nach den Spielregeln von „der Boden ist Lava“ gilt es nun ausgestattet mit einer übergroßen Schaumstoffstange den Gegner in die Schaumstoffwürfel-Lava zu boxen. Das klingt einfacher als es ist, endet für uns oft in einem Unentschieden, ist aber ein Wahnsinnsspaß.

 

 

Generell macht es gewaltig Laune sich jauchzend in die verschiedenen Becken vollgestopft mit roten und schwarzen Schaumstoffquadern hinein zu katapultieren, vor dem Eintauchen noch einige Lufttritte á la Bruce Lee zu verteilen oder einfach nur ganz gesittet in das Schaumstoffmeer einzutauchen. Das geht von normalen Trampolinflächen, wahlweise kann man sich aber auch von einem Trapez aus luftiger Höhe hineinschwingen. Allerdings: rein ist leichter als raus. Letzteres ist ein Kampf für sich und erinnert an Münchhausen, der sich an seinen Haaren aus dem Sumpf zog. 

 

 

Gehörig Überwindung kostet uns dann noch der Sprung aus drei Meter Höhe, den ein Luftkissen abfängt. Lediglich auf eine steile Rutschpartie, die auf gleichem Untergrund endet verzichten wir. Dafür können wir mit Stolz behaupten den Ninja Parcours bezwungen zu haben. Die Zeit, die wir dafür benötigten haben wir lieber gar nicht erst gestoppt. Wer hier nicht auf ausreichend Armkraft zum Hangeln, Festhalten und Umklammern hat, für den wird es ein eher ernüchterndes Erlebnis.

 

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Fazit: Nach einer reichlichen Stunde sind wir bis obenhin mit Endorphinen vollgestopft, aber auch wahnsinnig erschöpft. Muskeln, die morgen verkatert sein werden: alle. Mit einer einstündigen Nutzung seid ihr sehr gut dabei, sofern die Halle nicht komplett ausgelastet ist. Nach Ablauf der sechzig Minuten seid ihr nämlich nicht nur körperlich platt, sondern habt alle Geräte auch mehrfach ausprobiert.

Ein mittelschweres Manko bemerken wir allerdings erst, als wir in die Umkleiden zurückkehren: Es gibt keine Duschen. Wer nach seinem Besuch im Superfly also noch was vorhat, sollte unbedingt noch einen heimischen Zwischenstopp unter der Brause einplanen.



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Kommentare
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    • SinaS2309 geschrieben am

      Einfach mal abheben... Sehr spaßig 😊

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