Diversity Days Dresden

Es lebe die Vielfalt! Diversity Days 2017

Barrierefrei und ohne Schubladendenken

27.10.2017
Autor: Kaddi Cutz

Eindimensional kann jeder – verschiedene Blickwinkel bieten verschiedene Perspektiven.

Oder kurz: Vielfalt fetzt! Das haben sich auch die Diversity Tage auf die Fahne geschrieben, die vom 6. bis 10. November bereits zum vierten mal über die Bühne gehen und mit einem bunten Programm aufwarten.

 

 

Diversity Days Dresden
Auch dieses Jahr wird es farbenfroh!

Bereits in den vergangenen Jahren drehte sich alles um vielschichtige Themen. Kulturelle Vielfalt, Inklusion von Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen und Familienfreundlichkeit standen auf dem Programm.

 

In diesem Jahr dreht sich alles um eine weitere Kerndimension des Themenkomplexes Diversity: Geschlechterdiversität. Das ist ein Thema nur für Emanzen? Nö. Da liegt ihr völlig daneben. Wie sehr die gängigen Geschlechterkategorien „Frau“ und „Mann“ bei näherer Betrachtung eigentlich auseinander klaffen, wird sich spätestens zum Auftakt der Diversity Days eindrucksvoll zeigen. Im Rahmen eines „All inclusive“-Poetry Slams wird die gesamte Bandbreite geschlechtlicher Identität ein ganz neues Gesicht erhalten und zu neuen Interpretationen inspirieren. Schubladen sind cool – wenn man Sockenpaare einsortieren will. Ansonsten eher nicht so. Wie verschieden dieses Thema beackert werden kann, werden die wortwitzigen und pointierten Beiträge vortrefflich illustrieren. Zumindest einen Teil dieser Bandbreite zu zeigen und die eigenen Vorstellungen von Geschlecht zu hinterfragen und zu reflektieren, ist ein zentrales Anliegen der Diversitätstage.

 

Zwischen den Schubladen

 

Dabei wirft jeden Tag ein anderes Veranstaltungsformat ein neues Licht auf das Thema. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion werden am 7. November renommierte Wissenschaftler ihre Sicht präsentieren und neuen Diskussionsstoff einbringen. Unter dem Motto „Shorts im Que(e)rschnitt“ findet am 8. November die dritte Auflage der Kurzfilmnacht KLARSICHT_STREIFEN im Programmkino Ost statt – hier ist der Wortwitz schon inkludiert. Wie der Name schon verrät, werden queere und diverse Geschlechtsidentitäten diesmal den Mittelpunkt der medialen Präsentation bilden. Wie sehr Susanne Seiferts Händchen für thematisch passende Kurzfilme ausgeprägt ist, ließ sich bereits bei erfolgreichen Fusionsformaten wie der „Mixed Media Poetry Night“ im September erleben.

Keinesfalls verpassen solltet ihr außerdem die Fotoausstellung „Non-Binary Identity“ – diese zeigt einen Teil der Lebensrealitäten von Menschen, deren Geschlechtsidentiäten fernab des binären Frau/Mann-Schemas liegen. Der künstlerische und dennoch lebensnahe Zugang zu diesem Themenkomplex wird wiederum einen neuen Blick „zwischen die Schubladen“ ermöglichen.

 

Barrierefreiheit nicht zu vergessen

 

Ihren Abschluss finden die diesjährigen Diversity Days am 10. November mit der Lesung „Weggehen und Ankommen“ und setzen einen letzten Akzent auf sexuelle Minderheiten. Insbesondere wird dabei ein wesentlicher Verflechtungszusammenhang zwischen der ethnischen Herkunft und der sexuellen Orientierung bzw. der geschlechtlichen Identität von Personen beleuchtet. Und weil „Inklusion“ nicht nur das Thema der vorletzten Diversity Days war, sondern als gelebte und lebbare Praxis verstanden wird, ist eine möglichst barrierefreie Veranstaltungsdurchführung ein besonderes Anliegen der Stabsstelle Diversity Management. Bei allen Programmpunkten stehen deshalb auch Gebärden- oder Schriftdolmetscher zur Verfügung.

 

 



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