Filmkritik: Tribute von Panem – Mockingjay Teil 2

Filmkritik: Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 2

Das Finale der Hunger-Games-Reihe

18.11.2015

Ab dem 19. November 2015 könnt ihr den vierten Teil der Panem-Reihe in den Kinos schauen. Mockingjay Teil 2 basiert wie der erste Teil auf dem dritten Band der Panem-Trilogie von Suzanne Collins. Wir haben den Film vorab gesichtet!

Kinoplakat "Tribute von Panem – Mokingjay Teil 2": ab 19. November 2015 im Kino
Kinoplakat
 


Facts

Originaltitel: The Hunger Games – Mockingjay Part 2

Bundesstart Deutschland: 19. November 2015

Abenteuer, Action, Drama – US 2015

137 Minuten, freigegeben ab 12 Jahren

Regie: Francis Lawrence

Cast: Jennifer Lawrence, Josh Hutcherson, Liam Hemsworth, Woody Harrelson, Sam Claflin, Natalie Dormer, Donald Sutherland u.w.

 

 

 

 

 

Was bisher geschah ...

Filmkritik: Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 2
Die "Ernte" der Tribute (aus "Die Tribute von Panem – The Hunger Games")
Die Nation Panem besteht aus dem regierenden Kapitol und 12 umliegenden Distrikten, die jeweils auf die Herstellung bestimmter Produkte spezialisiert sind. So kontrolliert das Kapitol die Distrikte, da keines autark arbeiten kann. Ursprünglich gab es 13 Distrikte, doch das Distrikt 13 ist nunmehr zu einem Mythos geworden, da es laut der Regierung vollständig vernichtet wurde. 

Jährlich werden aus jedem der verbleibenden 12 Distrikte ein Mädchen und ein Junge zwischen 12 und 18 Jahren als sogenannte Tribute ausgelost, die so lange in einer Freilichtarena gegeneinander kämpfen müssen, bis nur noch ein Überlebender als Sieger hervorgeht. Veranstaltet werden die Hungerspiele zum Vergnügen des dekadenten Kapitols als Highlight des ganzen Jahres. 

Die damals noch 16-jährige Katniss Everdeen aus Distrikt 12 nimmt bei den 74. Hungerspielen den Platz ihrer jüngeren Schwester ein. Gemeinsam mit dem männlichen Tribut Peeta Mellark tritt sie gegen die 22 Tribute der anderen Distrikte an. Um zu überleben, werden die beiden in eine gespielte Liebesgeschichte verstrickt und gehen durch eine List als gemeinsame Sieger aus der Arena.

Filmkritik: Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 2
Die Tour der Sieger (aus "Die Tribute von Panem – Catching Fire")
Durch dieses erstmalige Ereignis, dass den obersten Spielemacher und auch Kapitol-Präsident Snow wenig erfreut, beginnen erste Rebellionen in den Distrikten. Auf der Tour der Sieger durch alle Distrikte müssen Katniss und Peeta an ihrer Liebesgeschichte festhalten und sich feiern lassen, obwohl sie sich ganz und gar nicht als Sieger fühlen. Diese Tort(o)ur führt jedoch dazu, dass die beiden sich tatsächlich allmählich annähern. Als kleinen Racheakt müssen bei den 75. Hungerspielen zwei der ehemaligen Sieger erneut antreten – Katniss und Peeta verschlägt es wieder in die Arena. Auf der erschwerlichen Suche nach Verbündeten verbrüdern sie sich unwissentlich mit einer Widerstandsgruppe gegen das Kapitol, wodurch es Katniss am Ende von „Catching Fire“ gelingt, die Arena zu zerstören.

 

Rückschlag der Rebellen

Filmkritik: Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 2
Distrikt-13-Präsidentin Coin
Zu Beginn von Mockingjay Teil 1 findet sich Katniss in dem verloren geglaubten Distrikt 13 wieder. Sie erfährt, dass Distrikt 12 zerstört wurde und wird fortan der Spotttölpel, das Gesicht der foranschreitenden Revolution gegen das Kapitol. Peeta hingegen wurde vom Kapitol gefangen genommen und macht durch ein verabreichtes Nervengift eine sichtliche Wendung durch. Dennoch warnt er die Rebellen vor einem geplanten Bombenangriff des Kapitols auf Distrikt 13. Die Präsidentin schickt ein Rettungskommando, um die gefangen genommenen Tribute aus dem Kapitol zu retten – was auch gelingt, da Snow sie gehen lässt. Zum Ende sehen sich Katniss und Peeta endlich wieder, doch er stürzt sich auf sie und will sie erwürgen.

 

Das bringt uns zum letzten Teil der Panem-Reihe. Katniss ist geschockt von Peetas Angriff und erkennt, dass Peeta im Kapitol psychisch so stark manipuliert wurde, dass er Katniss als Bedrohung wahrnimmt. Peetas Wandlung macht im Hinblick auf das, was die beiden schon zusammen durchgestanden haben, sehr betroffen, da er nicht mehr unterscheiden kann, was wahr ist und was ihm „eingepflanzt“ wurde. Katniss will sich nach einiger Regenerationszeit an Präsident Snow rächen und ihn höchstpersönlich umbringen. Es ist eine tolle Entwicklung, wie sich die einst bekämpfenden Distrikte nach und nach gegen das Kapitol zusammenschließen, um einen gemeinsamen Plan zu entwickeln. Doch weiterhin bleibt immer in der Schwebe, wer die richtigen Absichten hat und wem eigentlich zu trauen ist. 

 

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Team 451
Katniss und ihr „Team 451“, das hinter den kämpfenden Gruppen zum Kapitol unterwegs ist, soll hauptsächlich weiterhin Propagandaspots drehen. Doch das schützt sie nicht, denn das ganze Kapitol wird im letzten Teil zur Arena und die Distrikte zu einem gemeinsamem Tribute-Volk. Die Spielemacher haben aller paar Meter Fallen in Form von unsichtbaren Kapseln erschaffen, um die Angreifer auf ziemlich brutale Weise loszuwerden. Davon hätte noch mehr kommen können, da der Zuschauer in den letzten Teilen mit immer wieder neuen, schockierenden, aber zugegebenermaßen äußerst kreativen Herausforderungen in der Arena überrascht wurde. Daran wurde im letzten Teil doch gespart, da man ja auf größerer Mission zum Kapitol war – der Krieg in Panem steht im Vordergrund.

 

Finale

Filmkritik: Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 2
Revolution in Panem
Definitiv fühlt sich keine der 137 Minuten Film zu lang an. Teil 2 bietet außerdem wieder einen besseren Spannungsbogen als Mockingjay Teil 1. In einigen Kritiken heißt es zwar, dass das Finale zum Einen durch verschiedene Zwischenstorys in die Länge gezogen und zum Ende hin doch gehetzt wirkt, aber dem in der Geschichte stehenden Tribute-Schauer dürfte es nicht so gehen. Die Wiederannährung von Katniss und Peeta, die sicherlich jedem am Herzen liegt, braucht ihre Zeit und das Zuspitzen beim Erreichen des Kapitols musste vorangehen. Viele Momente überraschen im Film, seien es rigorose Verluste von Menschen oder Tatsachenwendungen und Verdrehungen, mit denen man nicht rechnen konnte. Ab einem bestimmten Punkt im Film, wenn auch eher zum Ende hin, weiß man zwar, was passieren wird, doch ist es unbestreitbar eindrucksvoll dargestellt. Deswegen fühlt sich das Ende der Geschichte, obwohl es äußerst hell, fast unwirklich und befremdlich nach Happy End wirkt, eben doch nicht so happy-endig an.

 

Eine Art Rückblick des Geschehenen und der aufgeladenen Emotionen, vor allem jedoch die Geschichte der beiden Hauptprotagonisten, darf man in Teil 2 nicht erwarten, weswegen der Film nicht für Tribute-Neulinge geeignet ist. Habt Geduld und genießt einen Teil nach dem anderen.


Aber wie so oft sei empfohlen: Wer die Bücher kennt, wird die Filme nicht lieben – also entscheidet euch für eines von beidem.



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