Friendship unter Studenten

Friendship unter Studenten

Buddys über alle Grenzen

21.03.2016

 

Die TU Dresden arbeitet zur Zeit mit rund 150 Hochschulen aus über 60 Staaten zusammen und kooperiert mit vielen internationalen Partneruniversitäten. Diese stehen den Studenten für Auslandsaufenthalte zur Verfügung. Oft werden die zahlreichen Vorteile betont, die ein Auslandssemester oder ein Auslandsjahr mit sich bringen: Ihr könnt eure Fremdsprachenkenntnisse verbessern und neue Kontakte, vielleicht sogar lebenslange Freundschaften knüpfen. Darüber hinaus gibt es neue Länder und fremde Kulturen zu entdecken. Außerdem werden eure Selbstständigkeit und Unabhängigkeit, also die gesamte Persönlichkeitsentwicklung gefördert. Abgesehen davon steigern Auslandsaufenthalte eure späteren Berufs- und Karrierechancen. Diesen ganzen Vorteilen stehen jedoch auch einige Ängste gegenüber. Die Angst vor Heimweh, vor der neuen Sprache und davor, erst mal auf sich allein gestellt zu sein. Man war doch gerade froh gewesen, das eigene Unisystem verstanden zu haben, wie soll man das jetzt auch noch in einer neuen Stadt und in einem neuen Land schaffen? Angst und Zweifel machen sich breit und halten einige vielleicht sogar ganz davon ab, sich auf das Abenteuer Ausland einzulassen. Schade! Und genau so wird es nicht nur vielen Studenten in Deutschland, sondern Studenten auf der ganzen Welt gehen. 

 

Die internationale Studienorganisation AEGEE kümmert sich deshalb darum, euch solche Ängste zu nehmen. AEGEE steht für „Association des Etats Généraux des Etudiants de l‘Europe“, wurde 1985 in Paris gegründet und ist die größte interdisziplinäre Studienorganisation in Europa. Bereits in über 40 Ländern und 200 Städten hat sich das Netzwerk des Europäischen Studentenforums verbreitet, so auch bis nach Dresden.

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Buddys bei der international Night in Dresden
 

 

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AEGGE-Mitglied Nadja
Nadja Baumert (18), die an der TU Internationale Beziehung studiert, ist seit fast 1 ½ Jahren bei AEGEE Dresden. Doch wie kam die Organisation überhaupt hierher? „Jorge brachte das Konzept mit nach Dresden“, erzählt Nadja, „er kommt ursprünglich aus Spanien und dort war AEGEE schon ziemlich populär. Als er nach Deutschland zog, vermisste er es, deshalb holte er es einfach mit hierher“. Mit Jorge Sánchez Hernández und zwei weiteren Studenten wurde AEGEE Dresden im März 2014 gegründet, mittlerweile sind es schon 25 Helfer, die mit anpacken. Ein Programm, das besonders unterstützt wird, ist das „Buddy-Programm“. Und so funktioniert es: Lokale sowie internationale Studenten können sich online als „Buddy“ bewerben. Dazu müssen sie einfach einen Fragebogen ausfüllen, mit dem man dann nach gemeinsamen Interessen und der gewünschten Sprache sucht. „Das Gesamtpaket muss einfach passen“, erklärt Nadja, „dann werden die Buddys gematcht“. Dafür bekommen die Buddys die Emailadresse und den Namen des anderen weitergeleitet, sodass sie miteinander in Kontakt treten können. Und wie läuft es dann weiter? „Wir bieten ihnen Gelegenheiten für gemeinsame Treffen und Unternehmungen, aber ansonsten ist alles ziemlich frei. Die Initiative soll schon von den Buddys selber ausgehen“, so Nadja. Die Konstellation ist auch nicht nur auf zwei Buddys beschränkt. Ein lokaler Student kann sich für bis zu drei internationale Buddys bewerben. Im Wintersemester 2014/15 wurde zum ersten Mal das Buddy-Programm angeboten. Trotz dass es immer mehr internationale als lokale Bewerber gab, konnten von den 114 lokalen Studenten, die sich beworben haben, 112 erfolgreich vermittelt werden. Von den 218 internationalen Studenten waren es immerhin 183.

 

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Keine Berührungsängste beim Buddy-Programm
Falls ihr euch nun fragt, was ein Buddy so tut: Ganz einfach, er ist ein Kumpel. Er hilft, das äußerst komplizierte Unisystem zu verstehen. Aber auch über den Unialltag hinaus zeigt er die Stadt, die Szene und die coolen Ecken. Ihr könnt zusammen feiern, zusammen Sport machen oder euch zum Lernen treffen. Bei AEGEE ist es ebenfalls ganz egal, ob ihr durch Erasmus oder ein anderes Programm nach Dresden gekommen seid. „Wir wollen einfach Leute aus der ganzen Welt zusammenbringen“, verkündet Nadja. Im März könnt ihr euch selbst als Buddy bewerben und internationale Kontakte knüpfen. Wenn ihr ein Auslandssemester macht, wäre es ja auch toll, einen guten Buddy an eurer Seite zu haben.



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