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Für euch ausprobiert: Yoga

Im aufschauenden Hund die Sonne begrüßt

24.10.2016
Für jede Lebenssituation scheint es eine passende Form des Yoga zu geben. Die einen werben mit Detox, andere versprechen schnellen Abnehmerfolg und gesteigerte Selbstheilung. Aber Yoga ist doch sicher mehr als ein Werbegag, oder? urbanite hat die Matte ausgerollt und sich für Schwan, Katze und Kuh verbogen.  
 
Ich treffe Sebastian Seelig im BetterLife auf der August Bebel Straße. Hätten wir uns außerhalb seines Studios getroffen, wäre ich glatt an ihm vorbeigelaufen. Mit Tattoos an Armen, Beinen und Undercut-Frisur sieht er nicht gerade aus, wie ein typischer Yoga Lehrer, falls es sowas überhaupt gibt. Der gelernte Physiotherapeut und studierte Sportmediziner unterrichtet seit über 15 Jahren Yoga. Mit der Eröffnung einer eigenen Einrichtung hat er sich einen lang gehegten Traum erfüllt. “Mein Fokus lag schon recht zeitig auf der Prävention. Ich arbeite gern vorher mit den Leuten, damit es gar nicht erst zu Problemstellen kommt, die repariert werden müssen. Ein Physiotherapeut muss sich die meiste Zeit damit beschäftigen, Schäden zu beheben. Mir ist beides wichtig: das Gefühl für den eigenen Körper zu stärken, eine Hilfe zu sein und Ideen zu geben, wie man langfristig etwas für sich und seinen Körper tun kann.” Im Rahmen seines ganzheitlichen Ansatzes, bietet Sebastian alles an, was zur Prävention beiträgt: Physiotherapie, Sport, Fitness, Ernährungsberatung und eben Yoga.
 

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Sebastians Motto: "Focus your head and let flow your body"
Das Atmen nicht vergessen

Wer modische Schicki-Micki Variationen des Yoga sucht, ist hier allerdings an der falschen Adresse. Im BetterLife wird auf die traditionellen Formen Hatha- und Kundalini-Yoga gesetzt. Ersteres bezieht sich besonders auf die Physis, während im Kundalini-Yoga dynamische Bewegungsabläufe zu finden sind. 
 
Ich entscheide mich für Hatha-Yoga und erwarte eigentlich ein ruhiges und seichtes Programm. Ruhig ist es tatsächlich. Jeder konzentriert sich auf seine Atmung. Ein - aus - ein - aus, immer im Rhythmus der Bewegungen. Die Stille wird nur von Sebastian unterbrochen, wenn er mit ruhiger Stimme die nächste Übung erklärt, Haltungen korrigiert und Tipps gibt. Aber so seicht, wie gedacht, wird es dann doch nicht für mich. Die 40-Stunden-BürostuhI-Woche fordert ihren Tribut. Ich bin verspannt, ungelenk und obendrein kaum gedehnt und gehörig verkürzt. Beim Formen von Krieger, Schulterstand, Sonnengruß und Co. vergesse ich hin und wieder schon mal das tiefe, entspannte Atmen. Blutiger Anfänger eben. Doch mit der Zeit komme ich immer besser zurecht, auch wenn mir das, auf An- und Entspannung abgestimmte Atmen immer noch nicht leicht fällt. Letztlich sei es kein Hexenwerk, versichert Sebastian. “Natürlich sind manche dem Ganzen offener gegenüber als andere. Aber grundsätzlich schließt Yoga Niemanden aus. Es ist für körperlich schwer arbeitende Menschen genauso geeignet, wie für Leute, die wenig Bewegung in ihrem Berufsalltag haben. Gleichzeitig hilft es, den Kopf zu entspannen und die Konzentration und das Körpergefühl zu stärken.“
Nach den 90 Minuten kann ich erahnen, wo der Muskelkater morgen sein wird. Aber ich merke auch, dass ich mich überraschend entspannt und relaxed fühle. Ich glaub ich komme wieder. 
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