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Gastro-Test: Indisch

Bollywood fürn Gaumen

Bewertungen
21.09.2017

Vorhang auf! Wir haben die indische Küche auf den Prüfstand gestellt und können nun mit Gewissheit sagen, hinter welchem Herd die Geschmackspolka mit Kreuzkümmel, Knoblauch, Ingwer, Safran und Co. am besten getanzt wird. 

 

Raj Mahal

 

Geschmack:     ★★★★★

Ambiente:     ★★★★★

Service:     ★★★★ 

 

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Obwohl das kleine aber äußerst feine Restaurant erst seit März geöffnet hat, hat es sich schon jetzt in die Herzen einer wachsenden Fangemeinde gekocht.

Das Angebot ist rein vegetarisch, alle Gerichte gibt’s auf Wunsch auch vegan. Den Fleischfans sei aber an dieser Stelle versprochen: Ihr werdet nichts vermissen. Nach persönlicher und sehr herzlicher Begrüßung durch das Betreiberpärchen fällt es uns dann auch schwer, uns für ein Gericht zu entscheiden – es klingt einfach alles lecker.

 

Wir entscheiden uns schließlich für Paneer, hausgemachten indischen Rahmkäse – einmal in der Version Butter Masala mit Tomatensahnesoße, Honig und Cashewmus für 9,50€ und einmal für die Variante Kadai mit Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer für einen Euro mehr. Bei der Bestellung erfahren wir, dass hier ayurvedisch und original landestypisch gekocht wird, lediglich die Schärfe wurde unserem empfindlicheren Gaumen angepasst.

Auf Empfehlung der Wirtin probieren wir als Vorspeise ein ayurvedisches Würz-Thali für 3€, bestehend aus süßem Mango-Chutney, scharf eingelegten Mixed Pickles und süß-saurer Tamarindensoße. So werden, wie uns unaufdringlich erklärt wird, alle Geschmacksrichtungen bedient – schafft ihr das auch im Alltag, könnt ihr ungeliebten Heißhungerattacken Adé sagen, so das Versprechen.

Wir sind auf jeden Fall begeistert von dem geschmacklichen Knallteppich, der auf unserer Zunge losgeht. Auch die Hauptgerichte sind der Kracher. Lasst euch von den scheinbar kleinen Portionen nicht täuschen, ihr werdet pappsatt und glücklich aus dem Lokal wanken. 

  

Fazit: Definitiv ein Geheimtipp!

 

 

Agra

 

Geschmack:     ★★★★★

Ambiente:     ★★★★

Service:     ★★★★ 

 

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Freundlich werden wir im Agra empfangen und nur Augenblicke später hält uns der Service auch schon die Speisekarten vor die Nase. Diese klärt auf, dass wir grundsätzlich zwischen drei Schärfegraden wählen können, was unserem europäischen Gaumen sehr zupasskommt. Wer sich unsicher ist, was er verkraftet, kann mit einer hausgemachten Soße selber schärfen.

Unsere Wahl fällt auf ein Sheekebab, also eingelegtes Lammhackfleisch mit Paprika, Zwiebeln, Ingwer und Knoblauch für 12,90€ und Mutton Murgh Masala bestehend aus eingelegtem Hähnchen und Lammfleisch mit selbiger Gemüsebeilage für 13,90€. Nach einer etwas längeren Wartezeit stehen die Tandoori-Gerichte in opulenten Portionsgrößen schließlich dampfend vor uns und überzeugen mit dem ersten Bissen.

Die Würzung ist intensiv und bringt das Fleisch – welches übrigens unglaublich saftig daherkommt – hervorragend zur Geltung. Lecker!

 

Fazit: Checkt unbedingt auch die Mittagskarte! Hier finden sich kulinarische Schnäppchen fürs Lunch.

 

 

Kamasutra

 

Geschmack:     ★★★

Ambiente:     ★★★★

Service:     ★★★ 

 

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Die Bodenbacher Straße mag nicht das pulsierende Zentrum der Stadt sein, für einen Besuch im Kamasutra kann man den Weg aber durchaus auf sich nehmen.

Wir platzieren uns auf der Terrasse des an der Ecke Liebstädter/Bodenbacher Straße gelegenen Restaurants und haben die Qual der Wahl aus dem äußerst umfangreichen Speisenangebot.

 

Allerdings müssen wir angesichts der Preise kurz schlucken: Das gewählte Tikka Tandoori, bestehend aus Lamm mit Joghurt, Safran und „indischer Soße“ – wobei unklar bleibt, woraus diese nun genau besteht – schlägt mit 16€ zu Buche, während das im Gusseisentopf zubereitete Lammfleisch mit Tomaten, Zwiebeln, Ingwer und Paprika namens Karahi Mutton 18€ kostet.

Das kleine Entsetzen schlägt jedoch schnell in große Begeisterung um, denn ab 17 Uhr gibt es alle Hauptspeisen schon für schlappe 9,99€! Überschwänglich vor Begeisterung nehmen wir unsere Gerichte entgegen und lehnen dummerweise die angebotene Möglichkeit zum Selberschärfen ab. Denn tatsächlich kommen die Speisen recht fad daher, sodass es am Ende nicht für mehr als ein gut gemeintes „Kann man machen“ reicht.

Allerdings ist das Kamasutra durch die milde Küche ideal geeignet, um kleine Gäste auf sanftem Wege an die indische Küche heranzuführen.

 

Fazit: Ideal für Familien.

 

 

Maharadscha

 

Geschmack:     ★★★★★

Ambiente:     ★★★★

Service:     ★★★★ 

 

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In unmittelbarer Nähe zum Alaunpark befindet sich das Maharadscha, welches sich rühmt, das erste indische Spezialitätenrestaurant der Stadt zu sein. Hier wird die Messlatte gleich mal sehr weit oben angesetzt!

Mit entsprechenden Erwartungen betreten wir das schick-kitschig eingerichtete Lokal und zeigen uns gleich mal sichtlich beeindruckt von der unglaublich umfangreichen Karte, auf welcher sich auch zahlreiche vegetarische Gerichten befinden.

 

So dauert es eine Zeit, bis wir uns endlich für zwei Mahlzeiten, nämlich Huhn in Curry-Sahne-Soße mit Mandeln, Rosinen und Kokosflocken namens Murgh Korma für 8,90€ und den Mix Grillteller befüllt mit unterschiedlich eingelegten Fleischsorten, ergänzt durch Paprika, Zwiebeln, Tomaten und Knoblauch für 14,90€, entschieden haben.

Vorweg gibt es noch eine Portion Mix Pakora für 6,90€, welche jedoch locker mit dem Gegenüber geteilt werden kann. Kaum ist die Vorspeise im Magen, folgt auch prompt der Hauptgang, welcher uns restlos begeistert. Die geschickte Kombination verschiedener Aromen und Gewürze und die damit einhergehende geschmackliche Vielfalt schicken uns auf eine kulinarische Kreuzfahrt. Lediglich bei der Wahl des Schärfegrades werden wir beim nächsten Mal etwas mutiger sein. 

 

Fazit: Erwartungen übertroffen und Messlatte übersprungen.

 

 

Taste of India

 

Geschmack:     ★★★★

Ambiente:     ★★★★

Service:     ★★★★ 

 

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Zentral am Albertplatz gelegen lockt das Taste of India mit Villenambiente und einem umfangreichen indischen und pakistanischen Speisenangebot. Trotz traumhafter Innenansichten und verlockend exotischer Gerüche, die die Nase kitzeln, lassen wir uns lieber auf der Terrasse die Sonne auf selbige scheinen. 

Der Service ist flott und freundlich, wir bekommen erstmal knuspriges Naanbrot zum Snacken und entscheiden uns schließlich für gegrilltes Chicken Tikka auf der heißen Platte für 12,90€ und vegetarische Taj Mahal Kofte für 8,90€. Das Huhn ist super zart und punktet mit einer leckeren Marinade, die mit Paneer gefüllten Kartoffelröllchen in cremiger Soße wissen ebenfalls zu überzeugen. Die Portionen sind ordentlich, die Karte ist verlockend vielfältig und lässt schon beim Lesen den Magen vorfreudig hüpfen. 

 

Vegetarier können aus sechs sehr unterschiedlichen Gerichten wählen, hier wurde eindeutig nachgedacht und nicht random eine Grundzutat zu Tode variiert. Allerdings müsst ihr bei Preisen von 8,90€ aufwärts schon etwas tiefer in die Tasche greifen, wenngleich die Qualität der Speisen das rechtfertigt. Tipp: Sparfüchse kommen beim Ableger auf der Alaunstraße etwas günstiger weg. Hier gibt’s eine eine imbisslastigere, etwas kleinere Auswahl. Wobei hier alle Hauptgerichte bei nur 5,90€ liegen.

 

Fazit: Einfallsreich umfangreich.



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