Diwan Dresden Teaser

Gastro-Test: Orientalische Küche in Dresden

Die 5 Speisen aus dem Morgenland

22.12.2015

Goldene Vorhänge aus feinster Seide, duftende Gewürze und sogar Bauchtanzeinlagen beim Abendbrot – einige Restaurants haben es sich zur Aufgabe gemacht, euch mitten in den Orient zu entführen. Auf dem Teller landet hier mehr als nur Kebab und Falafel. Ob arabische, syrische, algerische, libanesische oder sudanesische Küche – diese Gerichte entzünden auf dem Gaumen ein wahres Geschmacksfeuerwerk. Essen wie in tausendundeiner Nacht gibt es auch in Dresden. Wir zeigen euch wo.

 

Diwan

 

Preis/Leistung: 4/5 

Ambiente: 5/5

Service: 4/5

 

Diwan Dresden
Diwan: Unser Platz 1 - für Genießer
Der perfekte Mix aus Orient und Moderne, kein Kitsch, kein Tamtam, einfach nur schön – bei diesem Restaurant hat sich jemand richtig viel Mühe gegeben. Von den prächtigen Teppichen über die indirekt beleuchteten Wände und gemütlichen Sitzecken bis hin zu den verzierten Lampen an der ungewöhnlich hohen Decke stimmt wirklich alles. Beim Betreten fallen uns sofort die vielen Pflanzen ins Auge, zudem weht ein Hauch von Orientbazar um unsere Nasen. Wir können es kaum erwarten, das Essen zu probieren. Auf der Speisekarte stehen vor allem syrische Gerichte. Nach dem wohl leckersten Halloumi der Neustadt gibt es Shakriya als Hauptgang. Eine gute Entscheidung. Das gekochte Rinderfleisch zerfällt im Mund und die Joghurtsoße ist einfach himmlisch. Der gute Service geht weit über die nette Bedienung hinaus. Auf Wunsch gibt es Bauchtanz und sogar eine Märchenstunde im Beduinenzelt!

 

Fazit: Fantastischer Laden mit köstlichstem Essen - willkommen im Orient!

 

 

Ali Baba

 

Preis/Leistung: 3/5 

Ambiente: 4/5

Service: 3/5

 

Ali Baba Dresden
Ali Baba: für Fleisch-Fans
In Sachen Dekoration hat das Ali Baba sämtliche Register gezogen. Überall glänzt und glitzert es, an den Wänden hängen Schwerter und wohin man auch schaut, erblickt das Auge verspielte Muster und Ornamente. Sogar der Kerzenständer wird von kleinen goldenen Kamelen getragen. Die Besitzer hatten auch genug Zeit, ihre Inneneinrichtung zu perfektionieren. Das Ali Baba war laut eigener Aussage das erste orientalische Restaurant in Ostdeutschland und eröffnete schon 1992, damals noch an der Pfotenhauer Straße. Im Kellergewölbe wird das orientalische Gemütlichkeitskonzept mit schwarz-roten Sitzkissen eine Etage tiefer gelegt. Hier könnt ihr entspannt eine Wasserpfeife rauchen und im Schneidersitz den Tag ausklingen lassen. Abzug in Sachen Ambiente gibt es dafür bei der Beschallung. Arabische Popmusik mag Geschmackssache sein, Lautstärke hingegen nicht. Aber jetzt zum Essen: Die Küche hat sich auf syrisch/libanesische Leckereien spezialisiert. Die Auswahl ist riesig, mehr als 100 Gerichte stehen auf der Speisekarte. Weil wir uns nicht entscheiden können, wird es arabischer Käse als Vorspeise (5€) und der Ali Baba Teller – von allem ein bisschen und vor allem viel Fleisch. Die Platte samt Salat schlägt mit 15€ zu Buche und ist – vielleicht auch wegen der Vorspeise – unmöglich aufzuessen. Doch bei dem Preis hätten wir geschmacklich etwas mehr erwartet. 

 

Fazit: Große Portionen, optisch klasse, nur etwas zu laut.

 

 

Ibras Bistro

 

Preis/Leistung: 5/5 

Ambiente: 3/5

Service: 3/5

 

Ibras Bistro Dresden
Ibras Bistro: für Sparfüchse
Nach rund einem Jahr ist das Ibras in der Neustadt schon lange kein Geheimtipp mehr. Das liegt vor allem am unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnis des sudanesischen Bistros. Für ein Köfte-Sandwich im Pitabrot bezahlt ihr schlappe 4€, Tee kostet gerade mal 1€. Auch bei den gemischten Platten mit einer bunten Auswahl an Falafel, Halloumi und Co. wird der Geldbeutel geschont. Unser veganer, prall gefüllter Sudan-Teller ist mit 6€ fast geschenkt. Die Zutaten sind frisch und knackig, sämtliche Dips selbst gemacht und alles in allem einfach super lecker. Solltet ihr großen Hunger haben, könnt ihr euch für den schmalen Taler noch eine ausgefallene Beilage wie Cassava-Chips aus Maniol-Wurzeln dazu bestellen. Die Einrichtung ist hell, schlicht und wirkt einladend. Durch große Fenster könnt ihr zudem beim Essen das bunte Treiben auf der Louisenstraße beobachten. Die Bedienung und Köche wirken schon fast schüchtern. Nett sind die Jungs aber allemal. Man konzentriert sich eben auf den Kern der Sache. Leckeres, sudanesiches Essen.

 

Fazit: Top für Vegetarier und alle, die eine Alternative zum Döner brauchen.

 

 

Meg Orient

 

Preis/Leistung: 5/5 

Ambiente: 2/5

Service: 3/5

 

Meg Orient Dresden
Meg Orient: für Fast-Food-Fans
Das Meg Orient ist spartanisch eingerichtet: eine große Frischetheke nimmt den halben Raum ein, der Rest wird von hellen Holzmöbeln ausgefüllt. Orientalisches Flair kommt nicht auf, aber für einen kurzen Zwischenstopp zum Abschalten und Hunger stillen reicht´s. Über der Speisekarte prangt „Oriental Fastfood“. Das trifft es ganz gut: Auf euren Tellern landen hauptsächlich algerische Spezialitäten. Neben Couscous mit oder ohne Fleisch stehen Tajinen, landestypischen Suppen und ständig wechselnde Kleinigkeiten zur Auswahl. Ergänzt wird das Angebot durch Grill-Hähnchen, Pommes und Döner. Die Größe des Bistros passt übrigens zu seinen Preisen. Gerade mal 5€ kostet euch z.B. Couscous mit Hähnchenfleisch, die vegetarische Variante sogar nur 3,50€. Serviert in einem Keramiktopf mit spitzem Deckel schmeckt das Essen gleich doppelt so gut. Der Besitzer, ein stets lächelnder Mann aus Algerien, ist Koch und Bedienung in einem und fragt immer wieder nach, ob wir noch etwas möchten. Nein, danke. Wir sind zufrieden!

 

Fazit: In der nächsten Mittagspause einfach mal ausprobieren! 

 

 

Sindbad

 

Preis/Leistung: 3/5 

Ambiente: 4/5

Service: 5/5

 

Sindbad Dresden
Sindbad: für Kulturliebhaber
Mit einem breiten Lächeln werden wir vom Chef persönlich begrüßt und an unseren Tisch gebracht - klasse! Sein Laden ist ein Mix aus europäischen Möbeln und orientalischer Deko. Einen Extra-Punkt gibt es jetzt schon mal für den kleinen Raucherraum mit Sitzkissen und tiefen Tischen. Serviert werden im Sindbad fast ausschließlich libanesische Gerichte, das heißt viel frisches Gemüse und exotische Gewürze. Aufgrund von Entscheidungsschwierigkeiten wird es eine gemischte Platte mit dem Namen des Hauses für 15€. Das Essen ist in Ordnung, reißt uns aber  nicht vom Hocker. Satt macht die große Portion auf jeden Fall. Als wir fast fertig gegessen haben, wird plötzlich das Licht gedimmt und die Musik aufgedreht. Eine Bauchtänzerin springt durch die Tür und schwingt ihre Hüften für die Gäste. Coole Nummer. Auch hier wieder ein Pluspunkt. Wie uns die Bedienung verrät, wird bei genügend Reservierungen der Showact gebucht. Vorbestellen lohnt sich also gleich doppelt! 

 

Fazit: Hier ist der Kunde König – und so fühlt man sich auch. 

 



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