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Gastro-Test: Suppen

Wo löffelt's sich am besten?

21.11.2016

Fakt ist, es wird kalt. Und wenn die Nase läuft und die Finger- und Fußspitzen, obwohl ihr mehrere Kleidungsschichten tragt, nicht wärmer werden, dann – das wusste Oma schon – hilft eine heiße Suppe! Wir haben in der Stadt verschiedene Schüsseln ausgelöffelt und verraten euch, wo es am meisten Spaß gemacht hat. 

 

 

Suppenbar

 

Geschmack: ★★★★★

Ambiente: ★★★★

Service: ★★★★★

 

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Die Suppenbar in der Neustadt befüllt die Schlüsseln auch über den Mittagstisch hinaus. Das nutzen wir gleich mal aus und wählen Suppe zum Abendbrot. An der Rothenburger Straße gelegen und kaum zu verfehlen, finden auch waschechte Workaholics an den Stehtischen fünf Minuten Ruhe zum Suppe löffeln und Zeitung lesen. Wer etwas mehr Zeit mitbringt und die Nahrungsaufnahme zelebrieren möchte, kann sich an einen der kleinen Tische setzen und in Ruhe schlürfen. Wir haben Feierabend und entscheiden uns natürlich fürs Sitzen, dazu einen Hirtentopf “Napoli” mit Hackfleisch, Tomaten, Zucchini, Paprika, Nudeln und Zwiebeln und eine Fabada Asturina, also einen spanischen Herbsteintopf mit Schweinefleisch, Chorizo, weißen Bohnen, Salbei, Kürbis, Tomaten, Zwiebeln und Möhren – jeweils in der großen Variante für glatte 5€. Wir hätten nicht erwartet, dass uns ein schlichtes Gericht wie Suppe derart vom Hocker reißen kann! Geschmacklich können wir uns nicht entscheiden, wer den größeren Glücksgriff gelandet hat, in beiden Schlüsseln bleibt der Löffel in der ordentlichen Portion beinahe selbstständig stehen, so viel Einlage schwimmt darin. Als wir die Suppenbar hinter uns lassen und in Richtung heimische Möbel rollen, entscheiden wir schließlich ganz salomonisch, dass es an diesem Abend nur Gewinner gibt.
 

Fazit: Einfach fabelhaft. Ein ganz neues Suppenniveau! 

 

 

Löffelbar

 

Geschmack: ★★★★

Ambiente: ★★★

Service: ★★★

 

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Obwohl in den Kunsthandwerkerpassagen ein wenig versteckt und von der Hauptstraße nicht auf den ersten Blick zu erkennen, ist sie trotzdem kaum zu verfehlen. Eine überdimensionierte Plastik eines güldenen Löffels weist hungrige Mäuler und leere Mägen wenig dezent auf die Existenz der Löffelbar hin. Ein ebenso netter Eyecatcher ist der kleine aber sehr fein anmutende Außenbereich, in dem sich im Sommer die Mittagspause sicher ausgiebig in die Länge ziehen lässt. Unterdessen treibt uns das schlechte Wetter und die Vorfreude auf eine heiße Suppe in das bereits schon gut besuchte Innere. Wir bestellen ein mittleres Hot Texas Chili für 4,50 € und einen ebenso großen indischen Dal für 4,30 €. Bei letzterem handelt es sich um eine rundum leckere Linsensuppe mit Kokosmilch, Tomaten, Curry, frischem Ingwer, Kurkuma und ein paar roten Chilis. Lecker, aber der indische Touch hätte sich geschmacklich ruhig noch etwas aufdrängen können. Im Chili ist, was halt in ein Chili gehört und es ist rundum gelungen. Besonders loben möchten wir das ideal ausgewogene Verhältnis aller Zutaten und die gut abgestimmte Schärfe.

 

Fazit: Super Preis für lecker Essen. 

 

 

Soupcafé

 

Geschmack: ★★★

Ambiente:  ★★★

Service: ★★★

 

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Oberhalb der Neustadt, am Rande des preußischen Viertels findet ihr direkt an der Waldschlösschenstraße eine kleine, feine Suppen-Küche. Das gemütlich und modern eingerichtete Ladenlokal hat ausreichend Sitzplätze und so lässt es sich hier gut die Mittagspause verbringen, allerdings nur von 11 bis 14 Uhr – länger hat das Soupcafé nicht geöffnet. Zeitig kommen, lohnt sich, denn es kann passieren, dass bis 13:30 Uhr alles ausgelöffelt wurde. Schade, aber auch nachvollziehbar, denn die fünf bis sechs verschiedenen Suppen sind doch recht lecker. Wöchentliche Mittags-Specials und die wechselnden Tagessuppen ergänzen das regelmäßige Suppenprogramm. Unser für 4,30 € getester Klassischer Hackfleisch Käsetopf mittlerer Größe mit fein gewürztem Schweinehack, Kartoffelwürfeln, Paprikastücken und gehacktem Lauch, die in einer Käsesoße schwimmen, überzeugt. Viel Hackfleisch freut den hungrigen Fleischliebhaber, allerdings stört der wenige Lauch etwas die Ausgewogenheit der Suppe. Leider gab es für uns auch weder Dessert noch Kaffee. Das eine war schon wieder alle, bei dem anderen die Maschine kaputt.

 

Fazit: Rundum gelungene Suppen. 

 

 

 

 

Souperb

 

Geschmack: ★★★★

Ambiente: ★★★

Service: ★★★★

 

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Einen Katzensprung vom Neumarkt entfernt, finden viele Mittagshungrige den Weg in die schick eingerichtete Suppenbar. Wer mit Suppe so gar nichts anfangen kann, wird trotzdem satt, denn im Souperb werden auch täglich wechselnd zwei Hauptgerichte gereicht, die mit Suppe nichts am Hut haben. Die exquisite Adresse schlägt sich positiverweise nicht auf die Preise der Suppen und anderen Hauptspeisen nieder. Mit Beträgen zwischen 3,50 € und 7 € liegt das Souperb preislich im guten Mittagstischmittelfeld. 

Wir wollen etwas löffeln und entscheiden uns für eine große Süsskartoffel-Blattspinatsuppe mit geröstetem Sesam und eine ebenfalls große Herbst-Gemüsecreme-Suppe mit Hackbällchen und Kräuterrahm für jeweils 4,80€. Geschmacklich ist es in beiden Schüsseln eine gelungene Sache. Der Sesam gibt der Suppe eine herrlich unaufdringliche Würze, die für den letzten Feinschliff sorgt, während die herbstliche Suppe durch die geschmacksintensiven Hackbällchen einen tollen Gesamteindruck schafft. Der Kräuterrahm rundet die Zusammenstellung perfekt ab. Ein echter Genuss für die kalte Jahreszeit.  

 

Fazit: Der Name ist hier Programm. 

 

Suppen

 

Geschmack: ★★★★

Ambiente: ★★★

Service: ★★★★

 

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Ganz in der Nähe vom Fetscherplatz befindet sich das kleine Suppen-Etablissement. Die Gerichte gibt es in drei Größen: Klein, Mittel und Groß – für jeden Hunger ist also vorgesorgt. Wer Lust auf die deftigen Suppen hat, sollte aber nicht zu spät kommen. Die sympathische Besitzerin schenkt solange aus, bis die Suppenkelle den Boden des Topfes erreicht hat. Nachschub gibt es nicht, daher kann man auch schon mal mit leeren Magen das Restaurant wieder verlassen oder steht gleich ganz vor verschlossener Tür. Durch die zeitweise vielen Gäste ist das auch nicht unwahrscheinlich. Wir haben die Auswahl zwischen sechs verschiedenen Suppen. Klassiker wie Kartoffelsuppe sind dabei, aber auch ungewöhnlichere Kombinationen. Der mittlere Chili-Sauerkraut Topf für 4,30 € soll es dann schließlich sein. Wirklich scharf ist die heiße Mahlzeit nicht, dafür erinnert der Geschmack an die guten, alten Tage als Mutter, aus dem was noch da war, eine leckere Suppe zauberte. Optisch wird es dadurch leider ziemlich langweilig, aber geschmacklich und vor allem preislich sehr solide, wenn auch wenig spannend. Kann man wieder mal machen.

 

Fazit: Ordentliche Hausmannskost. 



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