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Gastro-Test: Tschechisch

Böhmisch für'n Bauch

14.05.2017

Die Böhmen sind den Sachsen so nah. Geografisch wie auch kulinarisch, denn in der Stadt gibt es so einige Fans der lecker, deftigen Küche. Wir haben getestet, wo die Knödel besonders fluffig sind.

 

Hurvinek Restaurace

 

Preis/Leistung:★★★★★ 

Ambiente:★★★★★ 

Service:★★★★

 

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Spejbl und Hurvinek sind Vater und Sohn, zwei Prager Marionetten und berühmt für ihren Charme und den feinsinnigen Humor ihrer Dialoge. Im gleichnamigen Restaurant sieht man die beiden überall: als Puppen an der Wand, auf den Biergläsern und sogar darin – das „Hurvinek Lager“ ist für 3,60€ zu haben. 

 

Die liebevoll gestaltete Speisekarte kommentiert das Duo mit lustigen Sprüchen. Bei den Suppen „Das hat der Vatii gern!“ und diversen Kleinigkeiten zum Bier ist der landestypische Knoblauch allgegenwärtig. Trotzdem sind die Gerichte abwechslungsreich und die Preise mit durchschnittlich 6€ für eine Vorspeise durchaus in Ordnung. Die Hauptspeisen sind traditionelle, tschechische Küche – „sooo alt wie der Vatiii. Ha Ha!“ Zur Auswahl steht vom Schweineschnitzel bis zum gebackenen Käse „leckeritsch Vegetaritsch“ alles, was das Herz begehrt.

 

Auch wer die legendären Figuren nicht aus der Kindheit kennt, fühlt sich im urigen Ambiente sofort wohl. Die großen Holztische laden zu gemütlichen Treffen in großer Runde und locken auch viele Stammgäste, die hier ihr Mittagessen genießen – viele Tische sind auch unter der Woche reserviert. Das freundliche Personal ist aufmerksam und schnell, zügig steht das Essen auf dem Tisch. Der Klassiker Rindergulasch mit Knödeln für 12,50€ ist perfekt gelungen, das zarte, saftige Fleisch zergeht im Mund. Der Lachs auf Blattspinat liegt bei 12,70€ und überzeugt ebenfalls, für einen Nachtisch waren wir leider zu satt, auch wenn die Palatschinken auf den Nachbartischen sehr verführerisch aussahen. Dann eben beim nächsten Mal!

 

Fazit: Sehr gute, tschechische Hausmannskost. Hingehen!

 

Altmarktkeller

 

Preis/Leistung:★★★ 

Ambiente:★★★★★ 

Service:★★★★

 

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Der Altmarktkeller lockt mit seiner unschlagbaren Lage mitten im Herzen der Stadt. Auf der gemütlichen Terrasse verfolgt man das Treiben der Altstadt rund um den großen Innenstadt-Platz namens Altmarkt, im eigentlichen Restaurant eine Etage tiefer geht es gepflegt-rustikal und ausgesprochen gemütlich zu.

 

Der Blick in die Speisekarte offenbart: Der Altmarktkeller bietet böhmische Küche auf gehobenem Niveau. Das gilt auch für die Preise. Das raffinierte Spargelrisotto ist ausgesprochen lecker, ansprechend garniert und damit seine 12,90€ wert. Die 16,50€ für ein normal großes Braumeisterschnitzel sind hingegen eine Menge Geld – vor allem, weil es leider nicht richtig durch ist. Der Hinweis an den Service entlockt der überfordert wirkenden Bedienung keine wirkliche Lösungsidee - schade!

 

Aufgrund der guten Lage und der Touristenströme ist der Altmarktkeller immer gut besucht und die individuelle Betreuung der Gäste nicht ganz so umfangreich wie bei anderen Lokalen. Wir nehmen das zur Kenntnis, haben die Speisen genossen und können besonders die Atmosphäre loben. Tipp: Die ab dem März gültige Frühlingskarte verwöhnt mit Leckereien wie Flammkuchen und dem sehr empfehlenswerten Spargelrisotto.

 

Fazit: Für Gäste aus nah und fern.

 

Praha Restaurace

Preis/Leistung:★★★★★  

Ambiente:★★★ 

Service:★★★★

 

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Statt sich auf nach Süden Richtung Böhmen und Tschechei zu machen, braucht ihr einfach nur in die Linie 8 nach Hellerau steigen und in den Norden der Stadt fahren. Unweit von Gartenstadt und Festspielhaus findet ihr das Restaurant Prag. In einer unscheinbaren Doppelhaushälfte ist das kleine Restaurant einfach, aber liebevoll eingerichtet.

 

 

Vor dem „Prag“ gibt es einen kleinen Biergarten, der im Sommer auf leckeres tschechisches Bier einlädt. Direkt neben dem Restaurant liegt das kleine Hotel „Fliegerhorst“. Also nicht verwundert umkehren, sondern unbedingt hineingehen ins kleine „Prag“. Der Service ist nämlich äußerst freundlich und umtriebig, bringt uns zügig die Karte und das erste Bierchen frisch gezapft in wenigen Augenblicken an den Tisch.

 

Die Speisenkarte ist durch und durch mit tschechischen Gerichten bestückt. Empfehlenswert ist der Kassler in einem großen Kartoffelpuffer auf Sauerkraut und die Spezialität „Knedlíky s vejci“, in einem Omelett geröstete böhmische Knödel für 7,90€ und für 1€ mehr gibt es Prager Schinken und Edammer Käse obendrauf. Hier könnt ihr richtig authentisch böhmisch genießen, auch wenn das Ambiente mit den Speisen nicht mithält. 

Tipp: Unbedingt reservieren, das Restaurant ist ein wahrer Geheimtipp.

 

Fazit: Sehr authentisch.

 

Wenzel Prager Bierstuben

Preis/Leistung:★★★  

Ambiente:★★★ 

Service:★★★

 

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Die Wenzel Prager Bierstuben in der noblen Königstraße sind ausgewachsene Hallen. In fünf unterschiedlichen Sitzbereichen, vom gemütlichen Herrenzimmer bis zum ausladenden, glasüberwölbten Innenhof finden insgesamt 350 Gäste Platz. Und die wollen verköstigt werden!

 

Die Bierkarte beeindruckt mit insgesamt 13 Sorten tschechischem Hopfenbräu, dazu kommt der Spezialausschank mit extra für die Bierstuben gebrautem Bio-Craft-Beer. Kulinarisch sind die Prager Bierstuben Mittelklasse, sowohl geschmacklich als auch preislich. Die Speisekarte bietet alle Spezialitäten der tschechisch-böhmischen Küche, die Portionen sind groß, aber lieblos angerichtet und nur durchschnittlich gewürzt.

 

Der Klassiker Prager Schinken mit Wacholder und Koriander ist mit 13,20€ nicht zu teuer, für eine Knoblauchsuppe als Vorspeise legt man 4,50€ auf den Tisch. Gemüsefreunde freuen sich über fleischfreies Kartoffelgulasch und vegetarisches Bauernfrühstück. Auch an die kleinen Gäste ist gedacht: Ein separater Kinderbereich mit Spielzeug und eigener Kinderkarte garantiert einen entspannten Restaurantbesuch für die ganze Familie.

Tipp: Die Bierstuben bieten vier unterschiedliche Klassiker der tschechisch-böhmischen Küche für je 8,90€ an. 

  

Fazit: Kann man machen ...



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