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Ins glas geschaut: Gonic

Einfach Gin Tonic

04.06.2016

Ein Glas, Gin, Tonic, Eiswürfel und wahlweise ein Schnitz Obst oder Gemüse - mehr braucht es nicht für das Lieblingsgetränk der Queen Mum. Gutes kann so einfach sein. Auch wenn es schöner wäre, entsprechendes zusätzliches Gepäck nicht jedes Mal in einer logistischen Meisterleistung zum Grillen an die Elbe oder in den Park mitschleppen zu müssen. Das dachten sich auch Philipp Schmidt und Barinhaber Norbert Ernst und schufen einen Gin Tonic in der Flasche für alle, die ohne Aufwand einfach nur genießen möchten. 

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Der Klassiker

 

Wie jede Geschichte mit Happy-End fängt auch diese mit einem glücklichen Zufall an. Und zwar in der Magic Bar in Löbtau: “Als ich von Arbeit kam, bin ich zu Norbert in die Bar. Ehrlich gesagt, war ich an diesem Tag ziemlich durch”, erzählt Philipp, der zum damaligen Zeitpunkt an seiner Diplomarbeit schrieb. “Norbert wollte mich aufbauen und sagte: komm, du trinkst jetzt erst mal einen Gin Tonic. Zumindest meinte er das.”

Tatsächlich vollführte Noberts Zunge ein kreativ-akrobatisches Solo und formulierte schlicht Gonic (sprich: Dschonnick). Die Idee war geboren.

Natürlich ist der Gedanke ein Mixgetränk vorgefertigt und in handlicher Verpackung dem Endverbraucher zu reichen, nicht neu. Viele große Marken verkaufen ihre Spirituose als Longdrink oder Cocktail vermixt. Den Unterschied mache die Qualität, meinen die Gonic-Gründer. “Wir bieten nichts an, was wir nicht selber trinken würden. Auch deswegen verwenden wir ausschließlich hochwertige Produkte”, erklärt Norbert Ernst.

Damit die Qualität stimmt, stellen er und Philipp den wirtschaftlichen Vorteil hinten an. “Wenn wir das große Geld verdienen wöllten, müssten wir ganz andere ‚Marken‘ verwenden, als wir es derzeit tun”, meint Philipp. 

Wie kommt die Gurke in den Gin?

 

Von Gonic gibt es drei Geschmacksrichtungen: Der Klassiker, Fipsis- und Nobbes Liebling. Über einen Onlineshop sind sie für jeweils 3,90€ zu haben. Die Abfüllung verläuft im Stile einer Manufaktur in der Magic Bar: Flaschen reinigen, abfüllen, mit Kohlensäure anreichern, wiegen, verkorken und etikettieren - all das zu zweit und per Hand.

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Philipp und Norbert (v.l.n.r.) beim Abfüllen und Verkorken
Hinter den schnittigen Namen der Editionen verbergen sich verschiedene Gin und Tonic Kombinationen, sodass jeweils der Geschmack von Wachholder, Zitrone oder Gurke im Vordergrund steht.

Auf Geschmacksverstärker wird dabei verzichtet. “Leider weiß nicht jeder, wie vielfältig Gin sein kann”, stellt Norbert bedauernd fest. “Deswegen fällt es manchen schwer zu glauben, dass das mit den Aromen wirklich ohne Zusätze funktioniert. Aber es ist so.” Kommunikativ erschwerend kommt hinzu, dass es den beiden verboten ist, über die verwendeten Gins und Tonics zu reden. Die Hersteller bestehen auf ihren Markenrechten, was für Norbert und Philipp Schweigepflicht bedeutet. Halbwegs erfahrenen Gin Tonic-Genießern dürfte es aber nicht allzu schwer fallen des Rätsels Lösung zu erschmecken.

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Auch das Etikett muss aufs Genauste passen

 

Investigatives Trinken ist also erlaubt. Mittlerweile steht eine vierte Gin-Tonic-Kombination in den Startlöchern, welche ein klein wenig aus der Reihe plumpst und das nicht nur wegen der fehlenden Farblosigkeit: Der neue Gonic soll geschmacklich vor allem die weiblichen Gin Tonic-Skeptiker bekehren. Na dann, Prost Mädels!



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