Interview: Philipp Dittberner

Interview: Philipp Dittberner

Ausnahmezustand

18.04.2016

Am 21. April spielt Philipp Dittberner im Alten Schlachthof. Wir sprachen vorab mit dem Sänger über die Bedeutung von Ohropax, Smartphones und natürlich die Wolke 4. 

Interview: Philipp Dittberner
Nicht nur auf Wolke 4 unterwegs: Philipp Dittberner

Hi Philipp, wie läuft die Tour?

Sehr gut. Es gibt viel zu tun und der Tourplan ist auch wirklich voll. Aber für mich ist ein Monat nichts zu tun zu haben auch viel zu lange. Von daher ist das schon gut so. Im Vergleich zum letzten Jahr ist das Team größer, genauso wie die Tour, und die Show ist an sich eigener und individueller auf die Musik angepasst. Wir haben jetzt auch einen richtigen Nightliner. Letztes Jahr bin ich ja zum Teil selbst noch mit dem Tourbus rumgefahren. Jetzt ist alles etwas schöner und natürlich dadurch auch entspannter.

 

Übernachten im Nightliner … Hast du Angst vor schlaflosen und durchschnarchten Nächten?

Tatsächlich habe ich eine Menge Geld in der Apotheke gelassen, um mich mit allem auszustatten. Von Schaumstoffohropax und Baldrian für den Schlaf bis zu Halsbonbons für die Stimme habe ich alles gekauft.

 

Beschäftigst du dich gedanklich schon mit einem neuen Album oder bleibt dir dafür keine Zeit?

Ich glaube man beschäftigt sich die ganze Zeit damit, Musik zu machen, wenn es auch nicht konkret ums Songschreiben geht. Aber für mich ist so eine Tour auch noch längst keine Normalität. Es ist ein Ausnahmezustand. Positiv gesehen natürlich. Da komme ich nicht dazu, Songs zu schreiben. Ich hoffe, dass ich irgendwann mal an den Punkt komme, wo ich auch im Tourbus sitzen und unterwegs einen Song schreiben kann. Aber im Moment ist alles noch aufregend und neu, schließlich ist es erst die zweite große Tour … Da ist das noch nicht drin.

 

Fürchtest du, dass dir durch den Touralltag und den damit verbundenen Stress die Ruhe und Inspiration für neue Songs verloren gehen könnte?

Nein, gar nicht. Das ist ja auch eine Erfahrung, die mich inspirieren und ich später musikalisch verarbeiten kann. Tatsächlich habe ich auch schon ein paar Ideen, wie ich weitermachen will. Mein Smartphone hält als spontaner Ideenspeicher her. Es ist jetzt schon voll daovn. So ähnlich habe ich auch schon mein erstes Album aufgenommen.

 

Was ist dir bei einem Song wichtiger, Melodie oder Text?

Schwierig. Ich denke es kommt auf den Song an. Schön ist es natürlich, wenn alles vereint ist. Aber im Grunde denke ich, funktioniert es auch, wenn nur eines hervorsticht, also ein flacher Text mit guter Musik oder andersherum … Ich selbst arbeite eher textorientiert. Der Songtext ist mir schon sehr wichtig.

 

Manche wissen erst bei dem Satz „der mit der Wolke 4”, wer Philipp Dittberner ist. Stört dich das?

Natürlich nicht … Ich denke, das hat auch mit dem Namen zu tun. Am Anfang haben wir darüber gesprochen, ob ein Künstlername eine gute Idee ist, uns aber dagegen entschieden. Ich glaube, man muss einfach eine längere Zeit weitermachen und zeigen, dass man Bock hat, dann erinnern sich die Leute auch. Aber grundsätzlich stört mich das mit dem Namen nicht. Die, die es interessiert, kommen ja zu meinen Konzerten. 

 

Infos: 21. April, Alter Schlachthof, Tickets ab 24,20€



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