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Hinter den Kulissen: Maskenbildner der Semperoper

Maskenbildnerei in der Semperoper

23.11.2015
Autor: urbanite 

Wer meint ein Maskenbildner sein zu können, nur weil er sich selbst gut schminken kann, liegt ziemlich falsch. Maskenbildner gestalten in Zusammenarbeit mit Regie, Kostüm- oder Bühnenbild bildnerische Konzepte für Bühnen bzw. Fernsehproduktionen und setzen sie um. Sie schminken und frisieren Darsteller, betreuen deren Maske während der Vorstellungen oder basteln an Accessoires. 

 

Maskenbildnerei Semperoper Dresden
Die Maskenbildner der Semperoper bei der Arbeit
Zum Beruf des Maskenbildners gehört viel mehr, als nur den Pinsel schwingen zu können. Ich treffe mich kurz vor Beginn des Stücks „Der Fliegende Holländer“ mit Dietmar Zühlsdorf, dem Chefmaskenbildner der Semperoper in Dresden. 40 Jahre Tätigkeit als Maskenbildner haben emanzipierte, erfahrene Spuren hinterlassen. Er gibt mir einen ausführlichen Einblick in die Arbeit eines Maskenbildners.

 

Übung macht den Meister


Hättet ihr zum Beispiel gewusst, dass das Arbeitsleben eines Maskenbildners viel Routine verlangt? Oft müssen Arbeitsschritte hunderte Male wiederholt werden. So müssen beim Fliegenden Holländer 90 Matrosen mit ein und dem selben Make-Up versehen werden. Auch während der Vorstellung wird nicht Pause gemacht, sondern Masken, Pinsel und Farbpaletten gereinigt. Der Schminktisch wird quasi in die Ausgangsposition

Maskenbildnerei Semperoper Dresden
Eine Auswahl verschiedener Perücken
gebracht. Doch auch nach der Vorstellung und dem Abschminken hat ein Maskenbildner noch keinen Feierabend. Perücken werden gekämmt, gesteckt, gepflegt, künstliche Körperteile wie Nase, Ohr und Hand aus Knete oder Latex, müssen gereinigt und verstaut werden.

 

Die Arbeit immer im Focus


Während die Darsteller längst im Feierabend sind, besprechen die Maskenbildner weitere Projekte, basteln an Masken und Requisiten. Bei der Auswahl der Schminke greift die Semperoper zu herkömmlicher Theaterschminke, erzählt mir Herr Zühlsdorf. „Den Unterschied sieht man sowieso nicht. Warum also mehr Geld ausgeben?“, meint er.

 

Infos: www.semperoper.de

 



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