Öffentliche Abschlussprüfung Palucca-Absolventen

Öffentliche Abschlussprüfung Palucca-Absolventen

Professionelle Verrenkung und klassische Eleganz

10.06.2016

Sie sind jung, kreativ und jeder hat seinen individuellen Stil. Wenn 15 Absolventen der Palucca-Hochschule ihre Abschlussarbeiten präsentieren, die unterschiedlicher nicht sein könnten, bekommt das Publikum ein Programm der besonderen Art geboten. Daher war es für die Absolventen des Bachelorstudiengangs Tanz gar nicht so leicht, eine gemeinsame Überschrift zu finden, unter der sie ihre öffentlichen Abschlussprüfungen präsentieren sollten. Der Jahrgang entschied sich daher in diesem Jahr für “Titel?” als Frage an das Publikum und begeisterte dieses zur gestrigen Premiere im Festspielhaus Hellerau mit ihren Darstellungen.

Öffentliche Abschlussprüfung Palucca-Absolventen
DUON Choreografie und Tanz: Michael Ostenrath

So zeigten die jungen Tänzer und Tänzerinnen, was sie in den letzten drei Jahren harter Tanzausbildung und Studium gelernt haben. Ob klassische Ballett-Elemente oder moderne Extravaganz, die 15 Absolventen glänzten durch Eleganz und Professionalität. Akrobatische Meisterleistungen, Hebefiguren und Verrenkungen, die für normale Menschen unmöglich erscheinen, zeugten von absoluter Körperbeherrschung und langwierigem Training.

Abstrakt und Klassisch zugleich

Federico Longo und seine Partnerin eröffneten das Programm mit animalischen, beinahe exorzistisch anmutenden Tanzelementen unter dem Titel “Reunited” . Sie gaben dem Publikum damit einen Vorgeschmack auf das, was da folgen würde. Mit Klassischer Anmut überzeugte anschließend auch Isabella Taufkirch mit ihrem Tanzpartner das Publikum und hoffentlich auch die Jury, die an diesem Abend im Publikum saß. Kurz vor der Pause präsentierte Michael Ostenrath, mit dem urbanite zuvor über seine Prüfung sprach, seine Chorgeografie “Duon”. In hautenge, transparente Kostüme gekleidet und mit abstrakt anmutender Darstellung wurde seine Thematik von Körperwert und -ideal in der heutigen Gesellschaft schnell für den Zuschauer deutlich.

Adé Klischee

Nach der Pause wurde das Programm von zwei weiblich besetzten Duetten fortgeführt, die einerseits zeigten: Frauen brauchen keine Männer für elegante Hebefiguren. Während die Choreografie von Benjamin Kintopp andererseits bewies, dass auch zwei tanzende Männer wirklich anmutig und schön anzusehen sind. Er und sein Tanzpartner erzählten mit “How to Human” zu modernem Elektro die Evolutiongeschichte. Ein wirklich ungewöhnliches Solo, nur mit Sprechtext unterlegt, präsentierte Luke Hayward, der sich dabei hauptsächlich auf einem Hocker sitzend zu einer monotonen Stimme bewegte.

 

Ihr interessiert euch für Tanz und wollt wissen, was die restlichen Absolventen vorbereitet haben? Dann habt ihr sowohl am 10. Juni, als auch am 11. Juni noch einmal die Möglichkeit euch in Hellerau von der Abschlussklasse auf höchstem tänzerischen Niveau verzaubern zu lassen, nicht entgehen lassen! Tickets gibt es hier oder an der Abendkasse.



Diese Artikel könnten Dir gefallen:


Kommentare
› Schreibe einen Kommentar
    • Bisher keine Kommentare.
  • Bitte registriere dich bei uns oder log dich ein um Kommentare zu schreiben oder Bewertungen abzugeben.

Teilen auf

auf: