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Söhne Mannheims im Interview über das richtige Maß an Mannheimigkeit

The Sons are back!

27.04.2017
Autor: Kaddi Cutz

Seit über 20 Jahren stehen sie in wechselnden Formationen gemeinsam auf den Bühnen des Landes - im Sommer machen die Söhne Mannheims mit ihrem neuen Album und in Komplett-Besetzung auch in der Jungen Garde Station und bringen „MannHeim zu Dir“.  Was es mit diesem Tour-Titel auf sich hat, was aktuell hinter den Kulissen der Band passiert und von welchem Fußball-Vereins Sachsen die meiste Gefahr ausgeht, hat uns vorab Gitarrist Andreas Bayless verraten.

 Söhne Mannheims im Interview über das richtige Maß an Mannheimigkeit

Wie ist es denn, nach so langer Zeit endlich wieder in der Komplett-Formation auf der Bühne zu stehen?

Das ist großartig! Wir freuen uns alle riesig. Gerade heute hatten wir vormittags noch einen gemeinsamen Video-Dreh zur neuen Single, da waren wir endlich mal wieder alle zusammen. Die Vorbereitungen laufen gut und es passiert auch viel hinter den Kulissen. In Dresden werden wir ja in der Jungen Garde spielen, die wir schon kennen und sehr mögen – da gibt es dann zweieinhalb Stunden voll auf die Mütze! (lacht). Es wird viel vom neuen Album „MannHeim“ geben, das spiegelt sich auch im Namen der Tour wieder. Da wird’s dann auch Zeit, das umzusetzen und auf die Bühne zu bringen.

 

Was an „MannHeimigkeit“ verteilt Ihr denn während der Tour in der Republik?

Wir sind einfach geballte Manneskraft, wie sollte es auch anders sein bei 15 oder 16 Mann auf der Bühne! Auch wenn es uns jetzt schon über 20 Jahre gibt, ich glaube, so richtig neu erfunden haben wir uns nicht. Daher sollten die Fans schon wissen, was da auf sie zukommt.

 

„MannHeim kommt zu dir“ ist ja aber schon eine Ansage  - brauchen wir alle mehr Mannheim? Oder vielleicht auch Dresden im Speziellen?

Wir brauchen mehr Vielschichtigkeit und Toleranz, egal ob in Mannheim oder Dresden.

 

Wie würdest du denn Mannheim in einem Satz beschreiben?

Da bin ich jetzt echt der Falsche, ich wohne ja in Heidelberg (lacht).

 

Ok, dann erzähl mir lieber was zum heutigen Video-Dreh. Was wird denn die erste Single und was passiert im Video?

Die erste Single heißt „Guten Morgen“ und erscheint am 31. März. Dafür haben wir jetzt gerade die Schluss-Szene gedreht, in der sich auflöst, wo der Held der Geschichte am Ende landet. Wenn er die Adresse verfolgt, auf die er am Anfang schaut und wo man nicht weiß, wohin die Reise geht. Das hat großen Spaß gemacht. Wir haben einen grandiosen Regisseur und waren auch nach drei Stunden und drei Einstellungen soweit durch und nun stehen noch zwei weitere Drehtage für den Rest an.

Wir freuen uns auch schon wahnsinnig auf das Album, das wird ein bisschen back to the roots, also wie beim ersten Album: viel programmiert und Dinge einzeln eingespielt. Da haben wir gegenüber der letzten Platte, wo wir viel gemeinsam und auch live eingespielt haben, jetzt wieder einen Schritt zurück gemacht. Das jetzt live umzusetzen, ist für uns selber auch eine große Herausforderung, denn die Band hat schon immer live anders geklungen als auf Platte, und da ist jetzt richtig was los hinter den Kulissen.

 

 

 

Hast du einen Lieblingssong auf dem aktuellen Album?

Ich mag besonders alle die, an denen ich ein bisschen mitgearbeitet habe. Nee, auf meinem Lieblingssong spiel ich tatsächlich nicht mal drauf, der heißt „Marionetten“. Ich mag die Message sehr und auch musikalisch, der hat einfach einen Supersound, der greift mich richtig, der Song.

 

Gerade bei so vielen Leuten ist das doch bestimmt ein gigantischer logistischer Aufwand, das auch mal komplett ordentlich durchzuproben, gerade weil Ihr ja auch gar nicht alle in Mannheim wohnt sondern quer durch die Republik verstreut seid und alle auch noch irgendwelche Seitenprojekte am Start habt. Wie kriegt Ihr das hin?

Das ist es in der Tat, aber machbar! Es proben immer kleinere Einheiten für sich und am Ende kommen alle zusammen und wir haben Produktionsproben. Da gibt es dann verschiedene Absprachen und Abstimmungen unter Sektionen, wie „Sänger gegen Band“ oder „Bandrhythmusgruppe gegen Solo“. Das wird vorher alles in Kleinstarbeit abgestimmt, so sind insgesamt weniger Termine notwendig. Und die stimmen wir, ganz modern, über doodle-Kalender ab, da trägt sich jeder ein und wir erstellen eine Proben-Matrix. Und vor der großen Tour ist dann immer mindestens eine Woche Produktionsprobe angesagt.

 

Wer hat denn den Hut auf bei Euch? Da muss ja wahrscheinlich schon jemand immer so ein bisschen dahinter sein, damit das auch läuft...

Auch das ist sehr verteilt. Xavier ist so der tragende Kopf hinter der ganzen Sache, dann gibt es noch den Michel Herberger, der wie ein Pate die schützende Hand über alles hält. Das Album hat Billy Davis produziert, der hat da auch ein großes Sagen. Unser musikalischer Leiter ist Edward McLean, der Bassist. Ich kümmere mich um die Logistik...da ist jeder so der Chef seines Bereiches. So kommt am Ende alles gut zusammen.

 

Wie schreibt man in einer solchen Konstellation Musik, wie funktioniert das bei so vielen Leuten?

Ganz unterschiedlich. Manche sind Einzelgänger und schrauben erstmal allein an Songs, geben die aber ab, wenn jemand anders eine Idee dazu hat und dann wächst das. Oder manchmal entsteht was im Probenraum im Kollektiv aus einer Situation heraus.

 

Ist es da nicht schwierig, den Zuhörern eine gemeinsame Message zu übermitteln?

Es wird schon durchaus auch mal sehr kontrovers diskutiert, da darf es auch schon mal Reibung geben, auch dadurch entsteht ja was. Aber dass es bis zur Verbissenheit geht, sowas gibt’s nicht. Es geht ja immer um etwas Konstruktives und Kreatives, da kann man sich dann schon auch irgendwie am Ende einigen, da sind wir sehr demokratisch und auch diplomatisch.

 

Fällt es Euch leicht, gute Ideen dann zugunsten des Großen Ganzen auch mal ziehen zu lassen?

Zu den Söhnen geht man mit einem anderen Feeling als zu anderen Bands, da bleibt auch ein bisschen vom eigenen Ego auch einfach draußen. Da geht es schon um eine gemeinsame Sache, die wir seit laaaanger Zeit zusammen durchziehen. Da ist man dann schon anders programmiert als bei anderen Bands. Wenn bei so einem großen Haufen jeder sein individuelles Ding durchdrücken wollen würde, das würde ja komplett im Chaos enden. Wir sind quasi ein kleiner Ausschnitt der Gesellschaft.

 

Was machst du denn noch neben den Söhnen?

Ich spiele auch noch Gitarre bei der Ost-Kombo „Die Zöllner“ seit neun Jahren, ich bin quasi ein Ehren-Ossi und kenne mich bei Euch da drüben ganz gut aus.

 

Hast du eine Lieblingsstadt im Osten?

Wenn ich das jetzt sage, dann sind die Dresdner aber sauer.

 

Ok, es ist Leipzig?

(lacht) Ok, dann sage ich Mäuselwitz. Die haben auch einen Fußballverein, ich mag das sehr, das klingt nach einem extrem gefährlichen Gegner.

 

 Info: Am 1. Juli 2017 spielen Söhne Mannheims in der Jungen Garde. Bei uns könnt ihr Tickets für das Konzert gewinnen!

 

Wichtige Hinweise des Veranstalters zur Sicherheit 

 

Hinweise zur Sicherheit
„Die Anschläge der jüngsten Zeit und die latente Gefährdung machen verstärkte Sicherheitsmaßnahmen bei allen Konzerten erforderlich. Insbesondere Open Air-Veranstaltungen und Events in Arenen und Hallen unterliegen ausnahmslos verschärften Kontrollen.

Sämtliche Besucher werden Bodychecks unterzogen. Taschen, Rucksäcke und größeren Handtaschen sowie Helme und Behältnisse aller Art sind verboten. Die Zuschauer werden ausdrücklich gebeten, auf deren Mitbringen zu verzichten, und sich ausschließlich auf wirklich notwendige Utensilien wie Handys, Schlüsselbund und Portemonnaies sowie Medikamente oder Kosmetika in Gürteltaschen oder 'kleineren' Kosmetiktäschchen zu beschränken. Die Einhaltung dieser Regeln und Hinweise sowie ein rechtzeitiges Eintreffen helfen dabei, den Einlass so zügig wie möglich zu organisieren.

Alle Besucher werden gleichzeitig um erhöhte Wachsamkeit angehalten und gebeten, Verdächtiges sofort der Polizei oder den Ordnern zu melden, ohne sich selbst zu gefährden. Natürlich unterstützt die Polizei durch ihre Präsenz, Beobachtung des Geländes und weitere Sicherheitsmaßnahmen.“

Einlass: ca. 17:30 Uhr, Beginn: ca. 19 Uhr

 



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