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Spielerezension: Alone with you

Neu im Handel

26.03.2017

 Spielerezension: Alone with you

Videospiele können mehr als plumpe Action und brutale Gewalt. Schon Titel wie „Heavy Rain“ oder „Life is Strange“ zeigten, dass durchdachte Stories und Charaktere genauso fesseln wie Explosionen und Blutfontänen. Der Indie-Entwickler Benjamin Rivers ist bekannt für seine atmosphärischen Adventure Games. Wir haben einen Blick in sein neuestes Werk riskiert.
 
Ohne große Vorworte werdet ihr auf einen fremden, scheinbar bewohnten Planeten geworfen. Ihr wisst nicht wer, wo oder warum ihr seid. Innerhalb der ersten halben Stunde wird aber schnell klar: Ihr seid allein.
 
Das Einzige, was sich mit euch unterhält, ist eine künstliche Intelligenz. Diese informiert euch darüber, dass ein Terraforming Projekt schiefgelaufen ist, weshalb die meisten Bewohner des Planeten geflohen sind. Einige haben es nicht geschafft und sind entweder einstürzenden Gebäuden oder dem Säureregen zum Opfer gefallen. Gemeinsam mit der künstlichen Intelligenz versucht ihr nun, zurück auf die Erde zu gelangen. Da euch aber das Know-how über die Technologie fehlt, braucht ihr professionelle Hilfe. In einer sogenannten Holo-sim Chamber trefft ihr auf simulierte Hologramme von vier Personen, die einst dafür sorgten, dass das Leben in der Weltraumkolonie problemlos vonstattenging. Mit Hilfe ihres Wissens müsst ihr einen Ausweg aus dem Schlamassel finden. So beginnt eine Geschichte, bei der die Grenzen zwischen Realität und Simulation sowie die der Einsamkeit und Gemeinsamkeit verschwimmen.
 

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Die Story hinter „Alone With You“ ist keine leichte Kost, doch wer sich darauf einlässt, wird nicht enttäuscht.
Story hui! Gameplay pfui!

 

Visual novel heißt das Genre, in das sich „Alone With You“ eingliedert. Man könnte sagen, es ist ein interaktives Buch. Der Fokus liegt auf der Handlung, welche sehr ausschweifend formuliert wird – so ausschweifend, dass ihr zeitweise minutenlang an einem Ort steht und euch durch scharenweise Textboxen kämpft. Hier hätte dem Spiel eine Sprachausgabe gut getan. Wenn euch die Geschichte aber einmal gepackt hat, lässt sie so schnell nicht los. Die Charaktere, denen ihr in der Chamber begegnet, haben Ecken und Kanten, wirken authentisch und interessant. Untermalt wird das Geschehen durch die fantastische Pixel-Optik und einen atmosphärischen Soundtrack. Spielerisch hingegen gibt es einiges zu bemängeln. Die meiste Zeit lauft ihr von Punkt A nach Punkt B, nur um Gegenstand X einzusammeln und wieder zu Punkt A zurückzukehren. Rätsel gibt es zwar, die wirklich anspruchsvollen lassen sich aber an einer Hand abzählen.
„Alone With You“ ist mit Sicherheit nichts für jedermann. Wer ein Herz aus Stein hat und die Finger keine drei Minuten still halten kann, sollte sich schnellstmöglich in Richtung Michael Bay Actionfeuerwerk orientieren. Alle anderen dürfen sich zurücklehnen und auf das Spiel einlassen. Als Belohnung dafür bekommt ihr eine herzergreifende Geschichte.
 
 „Alone With You“ ist für schlappe 10€ auf PC und Playstation 4 erhältlich.


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