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Tagung im deutschen Hygiene Museum „Politik in Fernsehserien“

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17.10.2016

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Frank Underwood kennt nur eine Richtung und die geht nach vorne.

„Demokratie ist sowas von überschätzt“ – so frech, verschmitzt lächelnd erzählt uns Frank Underwood sein Verständnis von Gewaltenteilung und Staatsführung. In der Hitserie House of Cards mimt Oscarpreisträger Kevin Spacey den manischen, machtbesessenen Politiker. Und Politik hat nicht erst seit kurzem wieder das Potenzial zur Serie.

 

Deutungen politischer Inhalte in bekannten seriellen Formaten existieren schon lange. Am 27. und 28. Oktober 2016 werden diese Interpretationen in den Vordergrund gestellt. Dann findet im Deutschen Hygiene Museum die Tagung „Politik in Fernsehserien“ statt. Allerlei Professoren aus Dresden und anderen Universitätsstädten haben sich in den letzten Monaten und Jahren mit der präsentierten politischen Struktur in fiktionalen Serien beschäftigt und zeigen nun ihre wissenschaftlichen Analysen.

 

Organisiert wurde die Veranstaltung u.a. von der Professur für Didaktik der politischen Bildung an der TU Dresden. Anja Besand lehrt dort als Professorin und hält fest, dass „die Komplexität sowohl der Figurenkonstellationen als auch der Erzählstränge, die für die sogenannten neuen Qualitätsserien typisch sind, sich offenbar sehr gut mit dem Thema Politik vertragen.“

 

Die Vorträge während der zweitägigen Veranstaltung sind offen für jeden, Vorkenntnisse sind nicht nötig. Thematisch haben sich die Organisatoren breit aufgestellt. „Es geht um die Darstellung und Auseinandersetzung mit Recht und Gerechtigkeit, um Außenseiter und Hinterwäldlertum, um Welt- und Wertvorstellungen in Bonanza, Star Trek, um Grenzen, Heimat und Zombies. Wenn es gut läuft dann gehen die Tagungsteilnehmer nach Hause mit einer Fülle von neuen Eindrücken und Fragen.“, so Besand über die verschiedenen Themenkomplexe. 

 

Auf der Webseite der Bundeszentrale für politische Bildung kann ein Besuch der Tagung angemeldet werden. 

 



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