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7 Fragen an Guido Schäfer

Der Sportredakteur der LVZ im Interview

19.09.2011
Autor: Lisa Garn

Guido Schäfer ist Sportredakteur bei der Leipziger Volkszeitung (LVZ). Manche seiner Texte haben fast Kultstatus, beispielsweise der zum Neujahrslauf, ein "unbarmherziger Selbstversuch mit geschätzten zwei Promille auf dem Kessel". Der Ex-Fußballer fällt durch seine besondere Schreibe auf: Humorvoll, selbstironisch, manchmal flapsig, aber ebenso exklusiv und kritisch berichtet er über den Fußball in der Region.

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Guido Schäfers Texte besitzen fast schon Kultstatus
Viel Durst und viele Frauen - so beschreibt Dich der Ex-Fußballer Ansgar Brinkmann in seiner Biografie. Was ist da dran?
Na, wer hat nicht gern viele Frauen um sich? Ich war jung und hübsch, Mitte 20. Die Mädels mochten mich. Ich war großzügig, bei mir musste keine Geld zum Treffen mitbringen. Und ich war immer fair, habe nie was von wegen Heiraten versprochen. Großen Durst hatte ich auch, aber ich habe auch viel trainiert. Du kannst ja nicht die ganze Woche durchsaufen und dann am Wochenende richtig Fußball spielen.

Und Du bist auch zu spät zum Training gekommen, weil Du Deine Lieblingskatze gesucht hast?

Das hat mir natürlich keine Sau geglaubt, aber es stimmte. Ich kam da in kurzen Jeans, Oberkörper frei, weil ich ja schnell los musste. 500 Mark Strafe hat mich das gekostet. Aber die Katze Carlo lebt heute noch, sie ist 21,5 Jahre alt.

War Fußball damals härter?

Man hat auf jeden Fall härter gespielt. Ich hatte acht rote Karten. Früher konntest Du auch mal schön reingrätschen. Heute stehen viel mehr Kameras. Auch das Training hat sich verändert: Wir sind noch mit dem Kollegen auf dem Rücken Berge hoch und runter. Das Training war härter, deshalb gab es auch viel Schwund. Heute ist es individueller, qualitativ besser und es gibt viel mehr Pflege.

Warum hast Du den Sport an den Nagel gehängt?
Ich habe bis 1996 in der zweiten Liga für Mainz 05 gespielt, danach zwei Jahre in den unteren Ligen. Dann waren Knie und Hüfte kaputt. Heute habe ich ein künstliches Hüftgelenk, mache aber trotzdem Sport: Ich spiele in der Soccerworld und gehe ins Fitnessstudio. Du kannst ja nicht 500 Kilo wiegen, da nimmt Dich kein Spieler mehr ernst.

Und was hat Dich nach Leipzig verschlagen?
Im März 2000 wurde ich bei der Allgemeinen Zeitung unehrenhaft entlassen. Der Chef, ein fetter böser Typ, hat Mobbing der übelsten Sorte betrieben. Als ich ihm ans Leder wollte, flog ich raus. Ich habe mich bundesweit beworben, die LVZ hat mich genommen.

Viele Leser schätzen Deinen lockeren Schreibstil, einige finden Dich sensationell lustig. Was machst Du anders?
Das weiß ich auch nicht genau. Ich weiß nur: Wenn Texte langweilig sind, höre ich auf zu lesen. Deshalb versuche ich, humorvoll zu schreiben und eben nicht zu langweilen. Das klappt mal mehr, mal weniger. Und nicht alle lieben mich. Ich habe auch schon richtig niederträchtige Mails bekommen. Manche haben eben gar keinen Humor.

Was bedeutet der RB Leipzig für die Stadt?
Er ist ein Segen für Leipzig. Und da können Leute sonstwie mit Traditionen von Lok und Chemie ankommen. Was Fußball möglich machen kann, hat man beim Pokalspiel gegen Wolfsburg gesehen: 30 000 Menschen im Stadion, die Kneipen waren voll, die Leute haben gestrahlt. Und der RB wird dieses Jahr aufsteigen, da bin ich optimistisch.

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