Der sympathische Comedian im Interview

Ingo Oschmann zur Lachmesse in Leipzig

02.10.2012
Bereits zum 22. Mal könnt ihr euch bei der Lachmesse die trüben Herbsttage durch herzliches Lachen verschönern. Zwischen dem 11. und 21. Oktober finden über 100 Veranstaltungen mit internationalen Künstlern statt, die eure Lachmuskeln ordentlich strapazieren werden. Mit dabei: Ingo Oschmann, den wir auch gleich mal zum Interview gebeten haben.

Deutschlands größtes Kabarett- und Kleinkunstfestival verteilt sich auf verschiedene Locations, wie das Kabarett SanftWut, das Krystallpalast Varieté und das Revuetheater am Palmengarten. Zudem wird es noch Sonderveranstaltungen geben, z.B. in der Moritzbastei oder im Horns Erben. Über 160 Künstler zeigen das Beste aus den Bereichen Comedy, Kabarett, Clownerie und Musik.


Ein Highlight ist die Lachmesse-Gala am 21. Oktober in der Oper. Spitzenkabarettisten und –parodisten bringen ihre besten Lacher auf die Bühne. Auch nicht verpassen solltet ihr das Programm „Wunderbar – Es ist ja so!“ von Ingo Oschmann. Den Stand-Up-Comedian kennt ihr bereits aus zahlreichen TV-Shows und zur Lachmesse verbindet er Zaubertricks mit Comedy. Wir haben dem „Kleinkünstler“ (er ist nur 1,72m groß) schon im Voraus ein paar Fragen gestellt, damit ihr wisst, was euch bei der Lachmesse erwartet.

Nach deinem Gewinn bei „Star Search“ im Jahr 2003 kennt man dich aus vielen Shows im Fernsehen. Was ist dir persönlich lieber: Der Auftritt vor der TV-Kamera oder im kleinen Rahmen wie bei der Lachmesse?
Man darf nicht vergessen, dass diese beiden Sachen zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe sind. Beides hat seinen Reiz, allerdings ist ein Auftritt in einem kleinen Rahmen immer viel intensiver und somit auch besser. Einige meiner Zuhörer sind nach einem Programm von mir sogar überrascht und sagen solche Dinge wie: „Live bist du viel witziger als im Fernsehen!“
Zur Lachmesse in Leipzig bringst du dein Programm „Wunderbar“ mit. Um was geht es eigentlich genau? Ich habe da etwas über Zaubertricks gelesen...
In „Wunderbar“ geht es um den Wertverlust der Dinge des Alltags. Dadurch, dass alles heutzutage so leicht zu haben ist (wie z.B. Musik im Internet oder Spielzeug für Kinder), verliert es für uns an Wert und wir nehmen es als selbstverständlich. Also geht es in dem Programm auch um Kindererziehung und Nachhaltigkeit.
Ich persönlich habe das auch in meiner Kindheit erlebt. Ich kann dir nicht mehr sagen wie mein erstes Fahrrad ausgesehen hat oder was ich zum 10. Geburtstag geschenkt bekommen habe. Aber ich kann dir von meinem ersten Zaubertrick erzählen. Diesen hatte mir mein Opa beigebracht, und ich werde ihn auch vorführen.
Also bist du durch deinen Opa zum Zaubern gekommen?
Nicht ganz. Mit etwa 18 Jahren war ich im Urlaub in Spanien. Dort waren ein paar junge Männer, die mir das Jonglieren beigebracht haben. Durch dieses kam ich dann zum Zaubern. Und weil ich aber immer so schusselig war und meine Requisiten vergaß, habe ich angefangen Stand-Up-Comedy mit einzubauen, um die Zeit zu überbrücken.
Zurück zum Thema Lachmesse: Was bedeutet dir das Lachen?
Lachen ist einfach unglaublich wichtig. Man kann damit unglaublich viele Grenzen überwinden. Lachen löst auch Probleme oder Spannungen zwischen Menschen. Ich sehe mich selbst als „Humorarbeiter“ auf der Bühne.
Hast du auch persönliche Erinnerungen oder Verbindungen zu Leipzig?
Ja, auf jeden Fall, mein Vater ist Leipziger! Nach der Wende zeigte er mir mal die Stadt und seitdem war ich nicht wieder hier. Es wird mein erster Auftritt in Leipzig werden und ich freue mich sehr darauf!
Foto: Pressefoto
Beziehst du bei deinen Shows auch das Publikum mit ein?
Natürlich, der Kontakt zum Publikum ist sehr wichtig. Denn mein Programm ist nicht von vorne bis hinten durchdacht, sondern basiert sehr viel auf Improvisation. Ich hole immer wieder Zuschauer auf die Bühne und mache mit ihnen Späße. Das wichtigste ist doch: Alle sollen Spaß haben!
Werden die Zuschauer nach deiner Show andere Menschen sein?
Also, ich glaube nicht dass ich jemanden erleuchten kann. Aber sie sind auf jeden Fall gut unterhalten und nehmen vielleicht auch den ein oder anderen Gedanken mit. Nach dem Motto: „Interessant, darüber hab ich noch nie nachgedacht!“ Oder auch: „Genau so sehe ich das auch!“
Deine Witze basieren immer wieder auf deiner eigenen Biografie. Ist das nicht sehr anstrengend, das Publikum so nah an dich ran zu lassen?
Nö, anstrengend nicht. Ich spare mir dadurch nur den Therapeuten!
Vielen Dank für das Interview!


NR



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