Damit das Zweirad nicht plötzlich Beine bekommt

Tipps gegen Fahrraddiebstahl

04.07.2012
Für uns Leipziger ist es das liebste Fortbewegungsmittel: günstiger als das Auto, schneller als der Bus und luftiger als die Straßenbahn. Doch wie kann man gegen Fahrraddiebstahl vorsorgen?

Spätestens wenn ihr vor der Uni versucht, ein Schlupfloch durch die schier unendliche Reihe an Drahteseln zu finden, habt ihr eine Vorstellung davon, wie viele Menschen in Leipzig ein Fahrrad besitzen. Die Polizeidirektion Leipzig spricht von mehr als 45.000 registrierten Rädern. Da die Registrierung aber kein Muss ist, ist die eigentliche Ziffer um ein Vielfaches höher, man schätzt um ein Zehnfaches.

Foto: Nancy Riegel

Am unsichersten sind die Stadtteile Zentrum und Süden (Quelle: Bild). Denn hier wird gefeiert und eingekauft und hier leben und studieren viele junge Menschen, die sich radelnd fortbewegen. Die 2. Große Fahrraddiebstahlstudie vom Finanzportal geld.de zeigt: Im Jahr 2011 wurden in Leipzig 4.117 Fahrräder entwendet, und die Aufklärungsquote liegt bei gerade einmal 5,7%. Damit liegt Leipzig auf Platz 21 der unsichersten Städte für Fahrräder im Deutschlandvergleich. Den wenig ehrbaren ersten Platz belegt im Übrigen das westfälische Münster.

Wir haben für euch einige Tipps zusammengefasst, die euren Drahtesel vor Langfingern schützen können. Zusätzlich zu diesen Maßnahmen solltet ihr euer Rad kostenlos bei der Polizei Leipzig registrieren lassen. Der sogenannte „Fahrrad-Pass“ beinhaltet einen Aufkleber mit Registriernummer, der als Abschreckung für Diebe dient. Im Falle eines Fundes kann zudem das Rad sofort zugeordnet werden. Die Registrierung findet z.B. jeden Dienstag am Johannapark statt, aber auch vor der Uni ist dies oftmals möglich.


Tipps gegen Fahrraddiebstahl

  • Bügel- oder Kabelschlösser statt billige Spiralschlösser nutzen
  • Schloss sollte ca. 10% des Fahrradwertes betragen
  • Zahlenschlösser sind sicherer als Schlüsselschlösser
  • Rad an festen Gegenständen anschließen
  • immer an Rad und Rahmen anschließen, da Rad abmontiert werden kann
  • Werkzeug aus Satteltasche mitnehmen
  • wenn möglich, mehrere Fahrräder zu einer Gruppe zusammenschließen
  • auch Zuhause besser im Keller als im Hof oder Flur abstellen


Fahrrad weg, Schloss noch da: billige Spiralschlösser lassen sich leicht knacken (Foto: Nancy Riegel)

Im Übrigens ist euer Fahrrad auch über die Hausratversicherung abgesichert, eine zusätzliche Fahrradversicherung lohnt sich nur bei sehr teuren Rädern.

NR



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