Handballer verlassen Heimstätte Ernst-Grube-Halle

Umzug des SC DHfK in die Arena Leipzig

06.03.2012
Grubehölle“ nennen die Fans liebevoll die Ernst-Grube-Halle auf dem Campus Jahnallee. Bis jetzt die Heimstätte der Handballer des SC DHfK, werden diese ab der neuen Saison ihre Heimspiele in der deutlich imposanteren Arena Leipzig austragen.

Die Gründe dafür sind laut Karsten Günther, dem Geschäftsführer des Sportclubs, vielfältig. Zum einen sei „die Ernst-Grube-Halle keine Eventhalle. Die vergangenen Spiele des DHfK sind nur durch ein Entgegenkommen der Universität Leipzig möglich gewesen.“ Zudem seien die Servicemöglichkeiten und das Platzangebot der Grube-Halle einfach zu beschränkt, als dass sie die wachsenden Zuschauerzahlen weiter tragen könnte. Denn in die „Grubehölle“ passen bestenfalls 1400 Zuschauer – und dabei sind 700 Stehplätze schon mit einberechnet.

Im Gegensatz dazu steht das Fassungsvermögen der Arena: durch ein neues Parkett und ein extra für den DHfK ausgearbeitetes Konzept sind nun Zuschauerstärken von bis zu 4400 für ein Heimspiel möglich, ohne dass die Halle leer aussieht. Beim am 16.3. anstehenden Spiel gegen den SV Post Schwerin wollen sowohl der DHfK als auch die Betreiber der Arena gar versuchen die gesamte Halle zu füllen, und das sind immerhin 7.000 Plätze. Das Spiel wird deshalb auch mit dem Slogan „Rekordjagd“ beworben, denn die Chancen stehen gut dass der Zuschauerrekord der 2. Bundesliga geknackt wird. Dieser liegt zurzeit bei 6211 Zuschauern und wurde durch den TV Bittenfeld aufgestellt. Und es darf gehofft werden: laut Karsten Günther seien schon mehr als 4.000 Tickets verkauft worden.

Uwe Jungandreas und Karsten Günther (Foto: Steffen Heyde)
Neben dem größeren Platzangebot beeinflussen auch wirtschaftliche Gründe den Umzug in die Arena. Für die Vermarktung des Vereins sei der Umzug durchweg positiv, was automatisch zu mehr Sponsoren führen soll. Zudem bietet die Arena Leipzig auch die Grundlage für den Aufstieg in die 1. Bundesliga. Dieser sei laut Trainer Uwe Jungandreas zwar noch unrealistisch, aber durch den Umzug immerhin ab jetzt möglich.

„Die Fans sehen das Verlassen der Ernst-Grube-Halle mit einem weinenden Auge“, so der Trainer weiter. „Sie geben sozusagen ihr ‚Wohnzimmer’ auf.“ Vor höheren Eintrittspreisen solle sich jedoch keiner fürchten. Der auf zwei Jahre angesetzte Vertrag mit der Arena sähe keine wesentlichen Erhöhungen vor, da man bei den Verhandlungen dem Sportverein finanziell sehr entgegengekommen sei. Bleibt also nur noch zu hoffen, dass noch mehr Fans auch noch mehr Erfolg bedeuten.

NR



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