Das Volkshaus

Blick hinter die Kulissen

12.03.2012
Autor: anna bahr

Die Winterpause ist vorbei – Zeit sich wieder zum gemeinschaftlichen Fußballgucken im Volkshaus zu treffen. „Regelmäßig zur Bundesliga und erst Recht zu den Champions-League-Spielen ist ‚die Hütte’ voll“, erzählt Andreas Bürger, Inhaber des Volkshaus auf der Karl-Liebknecht-Straße in Leipzig.


Das Volkshaus in der Südvorstadt kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Bereits zur Erbauung um 1906 habe es hier einen großen gastronomischen Betrieb gegeben, erzählt Bürger. Bis zur Eröffnung des heutigen Volkshauses 1998 erlebte das Haus eine sehr „wechselhafte, teils schicksalsträchtige Geschichte.“

Andreas Bürger, Inhaber des Volkshauses
Andreas Bürger, Inhaber des Volkshauses
1990 kam Bürger als Lufthansa-Niederlassungsleiter nach Leipzig. Die Stadt Leipzig begeisterte ihn und er entschied sich langfristig in Leipzig zu bleiben. Jahre später machte er sich deshalb auf die Suche nach dem geeignetem Objekt für ein gastronomisches Projekt. Das schon lange leerstehende Ernst-Thälmann-Haus sei ihm dabei aufgefallen, erinnert er sich. Ein Ansprechpartner wurde gesucht, das gastronomische Konzept erarbeitet und vorgestellt.

Als eineinhalb Jahre später der erste Bauabschnitt saniert war, konnte Bürger „die damals größte Szenekneipe auf der KarLi“ eröffnen. Der historische Name „Volkshaus“ wurde dabei für das Lokal übernommen und der neu gestaltete Schriftzug am Gebäude angebracht. Es dauerte nicht lang, und der Name „Volkshaus“ etablierte sich auch für den ganzen Standort.

Die Suche nach einer geeigneten Location in der Südvorstadt war kein Zufall. Bürger schätzt hier vor allem den „eigenständigen Charakter und Charme der sich entwickelnden kulturellen und gastronomischen Szene.“ Aber auch die Nähe zur Innenstadt, zum Park und zum Auenwald waren ausschlaggebend dafür, sich hier niederzulassen.

 
Volkshaus auf der Karli
Das Volkshaus auf der Karli
Etabliert haben sich in der Szene auch die regelmäßig stattfindenden Ü-30-Partys. Wer dabei an Ballermann- und Alpenmax-Sounds denkt, wird eines Besseren belehrt. Als DJ D. Kool heizt Bürger selbst auf der Tanzfläche ein und geht damit einem schon lange gehegten Hobby nach. Erfahrung als DJ sammelte er bereits Mitte der 80er Jahre in einem Club in Köln. „Viel Vinyl kommt zum Einsatz und eher Originale statt Remixe. Das Repertoire reicht von Soul- und Disco Classics der 60er/70er Jahre bis hin zu aktuellen Chart- und Independent Tunes.“

Mittlerweile ist das Volkshaus nicht mehr sein einziges Lokal. Rund 80 Meter weiter, auf der gleichen Seite der KarLi, eröffnete er das Café „Frizz-Karlials kleinen gemütlichen Ableger. In beiden Häusern zusammen beschäftigt er insgesamt rund 40 Mitarbeiter.

Wenn im Sommer die Fußballeuropameisterschaft stattfindet wird es wohl wieder voll werden. Das Team des Volkshauses wird zu den Turnieren wieder „ein großes Festzelt mit Übertragungstechnik und Ausschank neben dem Biergarten im Hinterhof“ aufbauen. Dann steht dem Fußballfieber nichts mehr im Weg.

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