Wir geben hilfreiche Tipps zur Planung

WG Partys

05.04.2012
W er zu Karfreitag einen Club betritt, der sollte sich vor rhythmischen Bewegungen der Gliedmaßen hüten: An diesem Tag herrscht deutschlandweites Tanzverbot. Dann doch lieber die Möglichkeit nutzen und eine WG-Party schmeißen! Wir haben einige nützliche Tipps für die Planung.

Was ist erlaubt?

Ein Mehrfamilienhaus sollte nicht als Großraumdisko angesehen werden. Grundsätzlich gilt: Ab 22 Uhr herrscht Nachtruhe, das heißt Geräusche müssen sich auf Zimmerlautstärke beschränken. Da dies bei einer WG-Party so gut wie nie einzuhalten ist, empfiehlt sich ein Aushang für die Nachbarn. Michael Weßner, Fachanwalt für Miet- und WEG-Recht der Sozietät Dr. Fingerle Rechtsanwälte in Leipzig, erklärt: „Ein Aushang im Treppenhaus ist sinnvoll, aber noch längst kein Schutz. Die Lärmschutzbestimmungen müssen trotzdem eingehalten werden.“
Diese können, laut Weßner, auch von Haus zu Haus variieren, und sind in der Hausordnung zu finden. Ein Verstoß dagegen berechtigt den Vermieter zum Ausspruch einer Abmahnung und – im Wiederholungsfall – unter Umständen auch zur fristlosen Kündigung.
Sollte trotz allem Schallschutz die Polizei an der Tür klingeln, ist es besser, den Anweisungen der netten Herren in (mittlerweile) Blau Folge zu leisten: Wer trotz Ermahnung die Lautstärke nicht reduziert, riskiert die Auflösung der Party.

Wer bringt was mit?

Die rechtliche Grundlage wäre somit geklärt. Zeit sich um die Gästeliste zu kümmern! Das digitale Zeitalter hält nicht nur Bequemlichkeiten wie Live-Chats und Online-Shopping parat, sondern auch kostenlose Planer. Bei Doodle kann man Listen mit Freunden teilen, in denen sie sich vor der Party eintragen können: Wer bringt was und wen mit und welche Musik soll gespielt werden?
Generell ist es sinnvoll, ein paar mehr Leute einzuladen, da bei WG-Partys oftmals ein hoher Schwund an Gästen auftritt, die dann doch spontan zu der anderen Party mit den hübscheren Mädels wollen. Und die, die dann kommen, versammeln sich prinzipiell in der Küche. Warum? Kühlschrank, Drinks und ein resistenter Boden.

Foto: iStock Photo
Was wird getrunken?

Getränketechnisch gilt: Bier geht immer. Wirklich immer. Ansonsten sollte man als Gastgeber auf Getränke wie Rotwein (Flecken) oder zu harte Spirituosen wie Absinth (Flecken der anderen Art) verzichten. Auch allzu ausgefallene Gebräue wie Sanddorn-Vanille-Muskat-Likör werden oftmals stehen gelassen.
Wenn zur besten Stunde dann ein lauter Schrei das Zuneigegehen der Getränke signalisiert, so kann man in Leipzig den Service der Nachtlieferdienste in Anspruch nehmen: Unter der Woche bis 3 Uhr und am Wochenende bis 5 Uhr beliefern sie Feierwütige nicht nur mit Getränken aller Art, sondern auch mit Nützlichem wie Snacks, Kondomen und Batterien. Ihr bestellt online oder per Telefon und spart euch damit den Weg zur Tanke, müsst aber dafür mit Tankstellenpreisen rechnen.
Und noch ein Tipp: Bloß nicht den Sittenwächter spielen! Wer eine WG-Party schmeißt, der muss damit rechnen, dass Dinge zu Bruch gehen, schmutzig werden oder verschwinden. Und zu guter Letzt: Twister möchte niemand spielen!

NR


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